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Keine Zeit zu sterben: James Bond-Film stand wohl zum Verkauf für 600 Mio. Dollar

Von Sven Raabe - News vom 25.10.2020 13:41 Uhr
Daniel Craig in James Bond: Keine Zeit zu sterben
© MGM Productions

Daniel Craigs letzter Aufritt als Geheimagent ihrer Majestät stand bisher unter keinem allzu guten Stern. Nachdem der ursprüngliche Regisseur „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ verließ, durchkreuzte später die COVID-19-Pandemie den ursprünglichen Kinostart des Blockbusters. Sollte nichts mehr dazwischenkommen, startet der Film nun im April 2021.

Vorausgesetzt natürlich, dass die geplante Veröffentlichung in den weltweiten Lichtspielhäusern nicht fallen gelassen wird. Wie unter anderem Variety berichtet, habe die Produktionsfirma MGM den nächsten James Bond-Film mehreren Streaming-Services zum Verkauf angeboten.

Craigs letzter James Bond-Film wurde VoD-Anbietern für 600 Millionen US-Dollar angeboten

Aufgrund der diversen Verschiebungen von „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ machte das verantwortliche Filmstudio MGM bereits 30 bis 50 Millionen US-Dollar Verlust. Aus diesem Grund wollte das Unternehmen den Agentenfilm wohl verkaufen. Preisschild: 600 Millionen US-Dollar.

Angeblich seien unter anderem sowohl Netflix als auch Apple an Keine Zeit zu sterben interessiert gewesen, doch der für das Action-Feuerwerk ausgerufene Preis habe die Unternehmen letztendlich abgeschreckt.

Daniel Craig auf seiner letzten Mission als James Bond (© MGM Productions)

Offiziell betonte MGM gegenüber Variety, der Film stünde nicht zum Verkauf, da der Release auf April 2021 verschoben worden sei, „um das Kinoerlebnis für die Kinobesucher zu erhalten.“ Allerdings hätten mehrere Insider berichtet, dass MGM den kommenden James Bond tatsächlich mehreren VoD-Services angeboten habe. Dies legt den Schluss nahe, das Studio könnte einem Verkauf zumindest offen gegenübergestanden haben.

Allerdings dürfte ein Streaming-Release des Films mit diversen logistischen Herausforderungen einhergehen. Die Produktion von „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ soll mehr als 250 Millionen US-Dollar verschlungen haben, Rekord für das langlebigen Franchise. Um diese Last zu stemmen, wurden mehrere Partnerschaften geschlossen, etwa mit Omega und Heineken. Es ist zweifelhaft, ob alle Partner von einem VoD-Start überzeugt werden können.

Ebenfalls unklar ist, wie fortgeschritten die Verhandlungen waren und ob die Produzenten des Films, Barbara Broccoli und Michael C. Wilson überhaupt Willens waren, einen solchen Deal einzugehen. Klar ist hingegen, dass „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ Stand jetzt im April 2021 in den internationalen Kinos starten wird.

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