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Hardware: ThunderouZ-Headset von EpicGear – sein Geld wert?

Von Lisa Anders - Test vom 16.04.2016 10:00 Uhr

Mit dem ThunderouZ-Headset brachte die Marke Epic Gear im März ihr nunmehr drittes Gaming-Headset auf den Markt. Wir haben das Gerät für euch einer langen Prüfung unterzogen und wollen an dieser Stelle ein paar Worte über Verarbeitung und Preis-Leistungsverhältnis des knapp einhundert Euro teuren Gerätes verlieren.

Im Lieferumfang enthalten ist neben dem eigentlichen Gerät zusätzlich noch eine mehrsprachig verfasste Kurzanleitung zur Bedienung des Headsets, sowie eine in Piktogrammen dargestellte Erklärung der wichtigsten Elemente und Anschlüsse. Anders als bei den beiden genannten Vorgängern verfügt das ThunderouZ nicht über eine eigene Benutzersoftware, wodurch es direkt nach Anschluss an den Rechner bereits einsatzfähig ist.

Das Kopfteil ist aus zwei stabilen Metallstreben und einem elastischen, direkt am Kopf anliegenden Kunstlederteil gestaltet, das Ganze ist über einen kabelähnlichen Zugmechanismus direkt mit den Kopfhörern verbunden und sorgt für einen festen Sitz.. Das Mikrofon des Headsets ist äußerst flexibel anpassbar und lässt sich jederzeit bequem nach oben wegdrehen. Wie auch das Mittelstück des Kopfteils bestehen auch die beiden umschließenden Ohrmuscheln aus mit Kunstleder ummanteltem Memory-Schaum, der eine Polsterung und einigen Abstand zwischen tatsächlicher Geräuschquelle und dem Ohr des Hörers schafft.

Am linken Kopfhörer befindet sich neben einer kleinen Kabelzugentlastung der Übergang zum Kabel, welches schwarz-rot umflochten, drei Meter lang und vier Millimeter stark ist. Nach etwa fünfzig Zentimetern vom Kopfhörer ausgehend befindet sich eine kleine Fernbedienung direkt am Kabel, mit deren Hilfe man die Lautstärke anpassen, zwischen zwei vorgefertigten Soundprofilen wählen, sowie Mikrofon ein- und ausschalten kann. Als Verbindungsmöglichkeiten zum Rechner verfügt dieses Headset im Vergleich zu seinen Vorgängern nicht nur über einen USB-Anschluss, sondern zusätzlich dazu noch über je einen 3,5-mm Klinkenanschluss für Kopfhörer und Mikrofon.

Die futuristisch anmutende, schwarze Außenverkleidung der Kopfhörer wird an der rechten Ohrmuschel von einem kleinen berührungsempfindlichen Sensor unterbrochen, durch den sich verschiedene LED-Farbeinstellungen der Kopfhörer vornehmen lassen. Anders als bei dem SonorouZX-Modell kann das ThunderouZ nicht nur in rot, sondern auch grün, blau, violett, gelb, oder im Wechsel der fünf Farben leuchten.
Qualitativ macht das Headset einen guten Eindruck, was die allgemeine Verarbeitung angeht, auch das Anschließen bereitet keinerlei Probleme, da durch den USB-Anschluss eine treiberloser Plug & Play-Betrieb gewährleistet wird. 

Im Gebrauch selbst hingegen relativiert sich der durchaus positive Eindruck, den das Gerät durch äußeren Eindruck hinterlassen hat. So lässt sich zum Beispiel das Kopfteil nicht einstellen, die Anpassung an die Kopfform geschieht mittels einer einigermaßen stabilen Kabelverbindung zwischen Mittelstück und Ohrmuscheln. Dadurch sitzt das Headset sehr eng am Kopf, was vor allem an den Ohrteilen zu deutlich spürbarem Druck führen kann, der auch bei längerer Benutzung nicht nachlässt. Für Brillenträger (so wie ich es bin) ist dieses Gerät vermutlich nicht die beste Wahl, da sich nach längerer Benutzung deutliche Druckstellen der Brillenbügel ausbilden. Auch Menschen mit Piercings oder Ohrringen dürften mit diesem Gerät eine schlechte Wahl getroffen haben.

Die Soundqualität der Lautsprecher ist nicht zu beanstanden, jedoch konnten wir bei Stille immer wieder kleine Störgeräusche wahrnehmen, die keinen erkennbaren Ursprung haben und an das Geräusch einer alten, schwer arbeitenden Festplatte erinnerten. Bei einer lauteren Einstellung des Tons kommt es außerdem sehr oft vor, dass der Klang vom Mikrofon aufgenommen und wiedergegeben wird. Generell fängt das Mikrofon jedes kleinste Geräusch, das beim Berühren des Headsets entsteht, direkt auf und überträgt es, sei es nun das zurecht rücken des Kopfteils, das Justieren des Mirkofons selbst oder eine leichte Berührung an der Metallverstärkung des Kopfteils.

Anders als die Soundqualität ist die Arbeit des Mikrofons des ThunderouZ absolut unangemessen für die Preisklasse des Gerätes. Weder wird eure Stimme klar, noch komplett rauschfrei übertragen, auch Einstellungshilfen wie Rauschunterdrückung konnten in unserem Fall leider kaum etwas daran ändern. Diverse Befragte schätzten das Gerät anhand seiner Mikrofonqualität mindestens zu zwei dritteln billiger ein, als es im Handel erhältlich ist.

Auch über den Berührungssensor zum einstellen der verschiedenen Farbvarianten der in den Kopfhörern integrierten LEDs lässt sich einzig positiv anmerken, dass er funktioniert. Die Benutzung desselben gestaltet sich aber als reines trial-and-error-Verfahren, da der Sensor keinerlei Feedback darüber gibt, ob die Berührung ausreichend, beziehungsweise zu kurz oder lang war, um die Beleuchtungsfarbe zu ändern. Auch die Bedienungsanleitung äußert sich nicht zu diesem Thema.

Hardware im Test

Fazit und Wertung von Lisa Anders

Lisa Anders:

Abschließend müssen wir ganz klar feststellen, dass wir für den stolzen Preis von 89,99 Euro keine definitive Kaufempfehlung für dieses Gerät aussprechen können. Zwar stimmt die Verarbeitung und wirkt qualitativ dem Preis angemessen und auch die Tonqualität haben wir bei Geräten dieser Preisklasse schon schlechter erlebt, aber sowohl diverse Tonprobleme als auch die nicht ausreichende Mikrofonqualität, Störgeräusche, nicht zuletzt die direkte Geräuschübertragung bei leichtesten Berührungen am Gehäuse und vor allem der sehr unangenehme Sitz stehen in keinem Verhältnis zum dafür verlangten Preis.

Pro

+stimmige Verarbeitung
+stabiles Design
+angemessen hohe Soundqualität

Contra

-extrem unbequemer Sitz
-Störgeräusche bei Stille
-dem Preis nicht entsprechende Mikrofonqualität
-Berührungssensor ohne jegliches Feedback
-unangemessen hoher Preis
-absolut störanfällige Mikrofonübertragung

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