PLAYCENTRAL TESTS Death Stranding

Death Stranding Director’s Cut im Test: Auf PS5 die beste Spielversion, aber lohnt sich das Upgrade?

Von Daniel Busch - Test vom 23.09.2021 14:00 Uhr
Death Stranding Director's Cut Directors Test Review
© Kojima Productions

Death Stranding schlug auf der PS4 bereits vor zwei Jahren hohe Wellen. Das neue Spiel von Mastermind Hideo Kojima erscheint nun für PS5 in einem Director’s Cut, der mit neuen Extras und Features daherkommt. Wie sich der Director’s Cut schlägt und ob die Extras den Aufpreis für das Upgrade rechtfertigen, klären wir im PlayCentral-Test.

Death Stranding Director’s Cut für PS5 im Test

Eines Vorweg: Der Director’s Cut ersetzt keinerlei Inhalte aus dem Standard-Spiel, sondern fügt lediglich einige Extras hinzu. Somit gelten alle positiven und negativen Aspekte, die wir im großen PS4-Test zur Standard-Variante von Death Stranding aufgezeigt haben, auch noch für den Director’s Cut.

Von diesen exklusiven PS5-Features profitiert ihr im Director’s Cut

Hauptaugenmerkt in der PS5-Version sind natürlich die ultrakurzen Ladezeiten dank der PS5-SSD. Ladebildschirme seht ihr nur für einige Sekunden und vor allem die Fragile-Sprünge gehen nun viel schneller vonstatten.

Obendrein lässt sich jede noch so kurze Cutscene ohne Unterbrechungen überspringen. Die adaptiven Trigger werden eher sporadisch genutzt, vor allem bei Waffengebrauch. Der Widerstand der Trigger lässt sich dabei einstellen. Außerdem könnt ihr Sams Umgebung dank des haptischen Feedbacks noch immersiver wahrnehmen. So ertönen passende Geräusche aus dem Controller, wenn Sam durch Schnee stapft, durch Wasser watet oder über Steine läuft.

Natives 4K und 60 FPS lassen sich nicht gleichzeitig aktivieren. Ihr müsst euch zwischen zwei Darstellungsmodi entscheiden: „Priorität Leistung“ mit hochskalierter 4K-Auflösung und bis zu 60 FPS oder „Priorität Qualität“ mit nativem 4K – beide mit Unterstützung für Ultra-Breitbild und HDR.

© Kojima Productions

Die neuen Story-Missionen sind cool, aber schnell vorbei

Von den neuen Story-Missionen gibt es eine Handvoll, die euch in die zerstörte Fabrik ins erste Gebiet schicken. Dort wimmelt es von menschlichen Gegnern, die ihr ausschalten müsst, um euch den Weg zu Briefkästen oder Terminals zu bahnen.

Ob ihr dabei heimlich wie Solid Snake vorgeht oder euch durchballert, ist euch überlassen. Ich finde es toll, dass hier ein bisschen „Metal Gear Solid“-Feeling aufkommt (nicht nur aufgrund einer amüsanten Fanservice-Cutscene), aber leider hat man das kleine Abenteuer in der Fabrik recht schnell durchgespielt.

Ich habe an einem Nachmittag bereits alle neuen Missionen des Director’s Cut durchgespielt. Von diesen Indoor-Stealth-Missionen hätte gerne mehr drin sein können. Zudem unterscheidet sich der neue Gegnertyp in der Fabrik kaum von den bekannten MULEs oder Terroristen und sie lassen sich genauso mit einigen Schüssen ausschalten.

© Kojima Productions

Des Weiteren hat Die-Hardman mehrere neue Aufträge für euch parat, die sich an den verschiedenen Verteilerstationen annehmen lassen. Das lohnt sich, denn für die Erfüllung dieser Extra-Liefermissionen werdet ihr mit der neuen Ausrüstung des Director’s Cut belohnt.

Neue Ausrüstung im Director’s Cut

Folgende neue Ausrüstung lässt sich im Director’s Cut freischalten:

  • Frachtkatapult: Damit schießt ihr große Mengen Fracht an einen entfernten Ort. Für die sichere Landung gibt es Landungsdüsen.
  • Rampe: Rast mit einem Motorrad über die Rampe und fliegt eine weite Strecke durch die Luft. Im Flug könnt ihr mit Sam einige Tricks vollführen.
  • Schubdüsen: Diese Schubdüsen eignen sich dazu, bei Sprüngen aus großer Höhe sicher zu landen. Richtig fliegen könnt ihr damit aber nicht.
  • Kumpelbot: Der Kumpelbot läuft hinter euch her und ihr könnt ihn mit Fracht beladen. Oder ihr setzt euch selbst auf den Bot und lasst euch zum nächsten Stützpunkt transportieren. Bei bergigem Gebiet ist er allerdings nicht effektiv.
  • Maser-Gewehr: Eine neue Waffe, mit der ihr Elektrostöße absondern und damit menschliche Gegner bis zum K.O. elektrisieren könnt.
  • Verbesserte Kampfmechaniken: In Kämpfen gegen menschliche Gegner kann Sam auf neue Möglichkeiten im Nah- und Fernkampf wie Dropkicks zurückgreifen.
  • Verschiedene Items zu Half-Life und Cyberpunk 2077: Die aus der PC-Version bekannten Items aus den beiden Spiel-Franchises kommen nun auch für die PS5-Version. Darunter befinden sich zum Beispiels Johnnys bionischer Arm oder seine Sonnenbrille aus „Cyberpunk 2077“.
© Kojima Productions

Im Allgemeinen handelt es sich dabei um viele Quality-of-Life-Verbesserungen, die eure Frachtaufträge einfacher gestalten sollen. Dadurch wird das Spiel zwar etwas leichter, ob ihr sie nutzt, ist dabei natürlich euch überlassen.

Ich für meinen Teil habe kaum Gebrauch von den neuen Ausrüstungen gemacht, weil ich bereits meine Spielwelt mit Straßen und Seilrutschen bebaut habe, was sich als deutlich effektiver herausstellt. Damit bleiben Rampe, Frachtkatapult und Co. zumindest nette Extras, deren Nutzen aber im Endeffekt nicht komplett überzeugt. Lediglich die Schubdüsen erweisen sich sehr oft als besonders hilfreich und dürften zu den nützlicheren Gadgets gehören.

Ein großer Teil der Extras sind Spielerei

Erstmals im Director’s Cut könnt in Verteilerzentren, die über einen privaten Raum verfügen, einen Schießstand nutzen und euch mit Waffen vertraut machen oder euch bei unterschiedlichen Schießprüfungen versuchen. Zudem lässt sich bei der Zeitregenfarm eine Rennstrecke errichten, auf der ihr über die Piste brettern und eure Bestzeit aufstellen könnt. Leider könnt ihr die Rennen nur allein fahren, einen Multiplayer gibt es für diese Nebentätigkeiten leider nicht. Die kompetitive Komponente zeichnet sich nur durch ein Ranglistensystem aus.

© Kojima Productions

Sowohl der Schießstand als auch die Rennstrecke bieten keinen Nutzen in der Spielhandlung und sind quasi nur Spielerei, die man einige Minuten ausprobiert (und dafür auch kurz Spaß machen), aber danach wahrscheinlich wieder vergisst. Da hilft auch das Ranglisten-Feature eigentlich nicht, das euch mit neuen Bannern belohnen kann.

Ist der Director’s Cut den Aufpreis wert?

Die Kosten im Überblick:

  • „Death Stranding Director’s Cut“ für PS5 im Handel und im PlayStation Store: 49,99 Euro
  • „Death Stranding Director’s Cut“ als Digital Deluxe Edition im PlayStation Store (inkl. Mini-Artbook, Soundtrack + Ingame-Extras): 59,99 Euro
  • Upgrade von der Standard-PS4-Version auf den Director’s Cut für PS5: 10 Euro

Die neuen Extras, die ihr bekommt, machen aus dem Death „Stranding Director’s Cut“ ohne Frage die beste Version des Spiels.

Aber sind sie den Aufpreis auf die PS5-Version des Spiels überhaupt wert, wenn ihr bereits die PS4-Version besitzt? Im Grunde zahlt ihr die 10 Euro für das Upgrade für eine Reihe von QoL-Verbesserungen, Spielereien und eine Handvoll Story-Missionen, die schnell wieder vorbei sind. Diese Inhalte könnte man auch mit einem kostenlosen Update hinzufügen, wenn wir mal ehrlich sind. Große Fans des Spiels werden mit den Extras sicherlich ihre Freude haben und sie machen aus dem ohnehin schon sehr empfehlenswerten Abenteuer ein noch besseres Spiel.

© Kojima Productions

Nichtsdestotrotz lässt sich das Spiel aber auch problemlos in seiner Standard-Variante spielen, ohne dass man die Extras vermissen würde. Insbesondere die Rennstrecke und der Schießstand sind Spielereien, die man höchstens an einem Tag mal ausprobiert. Mit einem Koop-Modus würden diese beiden Neuerungen definitiv großen Spaß machen, aber der fehlt leider.

Schauen wir mal auf das Beispiel Ghost of Tsushima, das ebenfalls mit einem Director’s Cut eine PS5-Version spendiert bekam. Dort gibt es als größte Neuerung ein komplett neues Gebiet in Form der (sehr weitläufigen) Insel-Iki, die euch weit mehr als 10 oder 15 Stunden zusätzlicher Story und Spielspaß bringt, inklusive neuer Quests, Collectables und mehr. „Ghost of Tsushima“ zeigt vorbildlich, wie neue Inhalte in einem Director’s Cut aussehen können – der Director’s Cut von „Death Stranding“ kommt da leider nicht ran.

Immer im Beast-Mode und manchmal ganz schön verpeilt. Sport-Enthusiast, der die USA liebt und von seiner eigenen Harley träumt. Super Saiyajin im Training, Trophäenjäger an der PlayStation. Bevorzugt Sony-Exclusives, God of War, GTA V und RDR2.
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