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Allgemein: Gaming-PCs sind teure Stromfresser

Von Julia Rother - News vom 29.02.2016 10:05 Uhr

Das Vergleichsportal Toptarif stellte auf Grundlage verschiedener Studien einen Vergleich des Stromverbrauchs von Konsolen und Gaming-PCs an und brachte dabei Interessantes zum Vorschein: Neben dem hohen Verbrauch der Current-Gen-Konsolen im Standby-Modus stellten sich vor allem Gaming-PCs als teure Stromkonsumenten heraus. Je nach Ausstattung können hier jährliche Kosten von mehreren hundert Euro zusammenkommen.

Das Vergleichsportal Toptarif machte kürzlich mit einem interessanten Vergleich der Stromkosten von Gaming-PCs, Konsolen und weiteren technischen Geräten auf sich aufmerksam. Grundlage hierfür waren eine Studie des Natural Resources Defense Council (NRDC), deren Autoren sich mit dem Energieverbrauch der neuesten Konsolengeneration bei (Nicht-)Gebrauch beschäftigten und eine Studie von Nathaniel und Evan Mills, die sich speziell mit der Reduzierung des Energieverbrauchs von Gaming-PCs auseinandersetzten. Wir haben uns die Artikel zu Gemüte geführt und die wichtigsten Informationen für euch zusammengefasst.

Konsolen sollen so viel wie eine ganze Stadt verbrauchen

So fand der NRDC durch verschiedene Tests heraus, dass die neuesten Current-Gen-Konsolen trotz vieler energiesparender Features durch die benötigte Leistung sogar mehr Strom verbrauchen als ihre Vorgänger. Zumindest PlayStation 4 und Xbox One verbrauchen im Vergleich zum jeweiligen Vorgängermodell zwei- bis dreimal so viel Energie. Allein die Wii U zeigt sich ressourcensparender als die Wii, was offenbar vor allem auf den geringen Verbrauch im Standby-Modus zurückzuführen ist.

Schätzungen der Autoren zufolge wird der jährliche Energieverbrauch der Konsolen in den USA in den nächsten Jahren etwa mit dem aller Haushalte der viertgrößten Stadt der USA, Houston, vergleichbar sein und sich auf etwa eine Milliarde Dollar beziehen. Erschreckend hierbei: Allein 400.000 Dollar hiervon sind dem Standby-Modus zuzuschreiben, da die Konsolen auch in diesem noch bis zu einem bestimmten Maße aktiv sind. Als größter Stromfresser im ausgeschalteten Modus hat sich die Xbox One herausgestellt, was die Autoren auf die ständige Bereitschaft zur Stimmerkennung zurückführen, in allen anderen Tests schnitt die PlayStation 4 deutlich schlechter ab.

Stromkosten für Smartphones, Tablets und Notebooks gering im Vergleich zu Konsolen

Auf den einzelnen Nutzer heruntergerechnet sehen die Zahlen schon weniger erschreckend aus. So beläuft sich der Stromverbrauch der PlayStation 4 auf 50 Euro, bei der Xbox One auf 65 Euro im Jahr. Weit vorne liegt hierbei die Wii U, die jährlich nur etwa zehn Euro verbrauchen soll. Grundlage der Berechnungen ist eine durchschnittliche tägliche Spielzeit von 140 Minuten, zudem muss hier noch der Verbrauch von Bildschirm und zusätzlichen Extras wie zum Beispiel einer Surround-Anlage addiert werden.

Wer Tablets oder Smartphones zum Spielen nutzt, fährt deutlich günstiger, so Toptarif. Die jährlichen Kosten lägen hier bei etwa zwei Euro, wird ein Notebook genutzt bei etwa 15 Euro. Dabei gibt es Unterschiede zwischen regulären und Gaming-Notebooks. Durch die begrenzten Reserven der Akkus werde hier besonderer Wert auf Effektivität gelegt.

Je besser der PC, desto höher die Stromkosten

Nathaniel und Evan Mills wiederum haben sich speziell mit dem Verbrauch von PCs beschäftigt. Je nach Modell kommen bei „normalen“ Rechnern etwa 65 Euro an Stromkosten pro Jahr zusammen. Wirklich ins Geld scheinen dagegen Gaming-PCs zu gehen, welche durch ihre spezielle Ausstattung deutlich mehr Strom konsumieren. Je nach Ausstattung, technischen Anforderungen des Spiels und Spieldauer könne so ein Gerät schnell so viel wie „zehn Konsolen, sechs Standard-PCs oder drei Kühlschränke“ verbrauchen. Wir sprechen hier von jährlichen Stromkosten von etwa 390 Euro. Diese Zahl bezieht sich allerdings auf eine durchschnittliche Spielzeit von täglich etwas mehr als vier Stunden, zu der zusätzlich Zeit für das Streamen von Videos, das Surfen im Internet etc. eingeplant und dann zusammen ein Verbrauch von 1400 kWh veranschlagt wurde.

Zudem weisen die Autoren darauf hin, dass sie hier von einem durchschnittlichen Gaming-PC ausgehen und besser ausgestattete PCs auch schnell doppelt so viel Strom verbrauchen könnten. Diesbezüglich würden sich natürlich bei entsprechend häufiger Nutzung auch die Kosten erhöhen und die Zahl von knapp 400 Euro noch deutlich übersteigen.

Allerdings besteht erst einmal kein Grund zur Panik für Spieler, die zwar über einen gut ausgestatteten Rechner verfügen, diesen aber nicht in diesem Umfang nutzen, denn wie gesagt: Es ist die Kombination aus Spiel, Ausstattung und Spielzeit, die euren Stromverbrauch bestimmt. Trotzdem zeigen diese Rechnungen recht eindrucksvoll, dass auch bei PCs nicht nur die reinen Anschaffungskosten, sondern vor allem die fortlaufenden Betriebskosten mit einkalkuliert werden sollten.

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