Mit Resident Evil Requiem ist im Februar dieses Jahres bereits der elfte Hauptteil der Survival-Horror-Reihe erschienen. Auf dieser Welle schwingt auch die aktuelle Verfilmung von Regisseur Zach Cregger mit. Obendrein gab Capcom bereits im Juni offiziell bekannt, an einem Remake von Resident Evil: Code Veronica zu arbeiten. Laut den Plänen des Studios soll im Jahresturnus jeweils ein neuer Hauptteil und ein Remake kommen.
Code Veronica wird somit das vierte Remake der Kult-Reihe, die in diesem Jahr ihren 30. Geburtstag feiert. Stellt sich die Frage, wie die konkreten Pläne von Capcom aussehen? Immerhin sind die Vorlagen für Remakes irgendwann aufgebraucht.
Capcoms Pläne mit und nach den Resident Evil-Remakes
Executive Producer Jun Takeuchi hat sich jüngst genau zu diesem Sachverhalt geäußert. Dabei räumte er ein, dass Capcom bei seinen überaus erfolgreichen Remakes langsam die klassischen Titel ausgehen, die neu aufgelegt werden könnten und betrachtet Resident Evil 7: Biohazard als einen entscheidenden Wendepunkt.
Auch wenn Capcom wahrscheinlich über genügend Remake-Material verfügt, um den Veröffentlichungszyklus noch ein weiteres Jahrzehnt aufrechtzuerhalten, wird der Punkt kommen, an dem sich der Publisher entscheiden muss, wie es weitergehen soll.
„Die aktuelle Resident-Evil-Reihe entwickelt sich auf zwei Schienen“, erklärte Takeuchi in einem Sonderheft zum 30-jährigen Jubiläum der Reihe, das kürzlich in Japan erschienen ist (via GamesRadar+).
„Eines Tages wird die Remake-Reihe zeitlich zu den nummerierten Titeln aufschließen, und wir machen uns bereits Gedanken darüber, wie es dann weitergehen soll. Tatsächlich bereiten wir uns schon seit der Zeit von Resident Evil: Village schrittweise darauf vor. Das Auftauchen von Namen wie Umbrella und Spencer sowie die Rückkehr von Raccoon City in Requiem dienen ebenfalls der Vorbereitung auf ein Crossover.“
Remakes als neue Chance
Biohazard als Wendepunkt könnte in dem Fall bedeuten, dass alle vorherigen Teile in den nächsten Jahren eine Neuauflage bekommen – also auch RE 5 und 6. Gerüchte dazu gibt es schon länger und dem ein oder anderen Spiel der Reihe würde dies vielleicht sogar guttun.
Nachdem Resident Evil 4 ein Mega-Hit war, sprang Teil 5 auf den Erfolgszug auf, konnte auf langer Strecke nicht derart überzeugen. Mehr Action, weniger Mysterien, Rätsel und Gruselfaktor. Somit könnte eine Überarbeitung hier etwaige Makel ausmerzen?
Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem aber Capcoms Ansatz, die Remakes zu nutzen, um Ideen zu säen, die in späteren Titeln – sobald es zu einer entsprechenden Zusammenführung der Handlungsstränge kommt – wieder aufgegriffen werden. Schließlich existiert die Resident Evil-Reihe nun schon seit 30 Jahren – ein langer Zeitraum, um sich ohne Weiteres an Handlungsdetails zu erinnern.
Frage und Antwort
Im Hinblick auf das bereits erwähnte Crossover gibt Takeuchi noch einmal einen ordentlichen Wink mit dem Zaunpfahl. Ihm zufolge wurde der Titel des aktuellen Haupteils nicht zufällig gewählt und hat gleich mehrere Bedeutungen.
„Die Schreibweise von Requiem enthält nicht nur das bereits erwähnte ‚RE (Response)‘, mit dem geantwortet wird, sondern auch ein ‚Q (Question)‘. Mit anderen Worten: Dieses ‚Requiem‘ präsentiert demnach sowohl eine Antwort als auch eine Frage. Ich werde die Bedeutung davon zu einem späteren Zeitpunkt erklären“, meinte er schließlich etwas kryptisch.
Was genau es mit all dem auf sich hat und was wir künftig noch von Resident Evil zu erwarten haben, bleibt also vorerst im Dunkeln. Sicher ist derzeit nur, dass Requiem einen Story-DLC bekommen und das Remake von Code Veronica irgendwann 2027 erscheinen soll. Alles andere bleibt abzuwarten.
Wie habt ihr die bisherigen Remakes empfunden – gute Idee und Umsetzung oder Zeitverschwendung? Könnten womöglich alle bislang verarbeiteten Geschichten der Games an einem bestimmten Punkt zusammenlaufen und eine Art Finale bilden? Was meint ihr? Schreibt es in die Kommentare.
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