Schon direkt nach dem Kinostart Mitte September zeichnete sich ab, dass der Resident Evil-Film von Regisseur Zach Cregger das Zeug zu einem absoluten Hit des Franchises hat. Nun, fast einen Monat später, ist klar: Der Streifen lässt die vorherigen Filme der Reihe alt aussehen.
Zahlen lügen nicht
Bis vor Kurzem galt Resident Evil: The Final Chapter von 2016 noch als erfolgreichste Verfilmung. Laut dem Magazin Deadline hat Creggers Werk diesen mit weltweite eingespielten 320 Millionen US-Dollar um schlappe 6 Millionen überboten.
Schon am ersten Wochenende verzeichnete der Horrorfilm allein in Nordamerika Einnahmen von rund 60 Millionen US-Dollar und global etwa 108,3 Millionen US-Dollar. Damit übertraf allein der Start sämtliche Erwartungen.
Obendrein ist es auch für Zach Cregger ein besonderer Meilenstein. Sein bisher erfolgreichster Film war Weapons, der im vergangenen Jahr weltweit rund 270 Millionen US-Dollar einspielte. Damit hat seine Rsident Evil-Verfilmung schon zwei Rekorde geknackt.
Ein Ritterschlag für den neuen Resident Evil-Film
Der Erfolg wird mit den durchweg positiven Kritiken noch untermauert. Zach Cregger rückt die Horror-Elemente der Spielvorlage verstärkt in den Vordergrund und würzt die Action mit einer gehörigen Prise schwarzen Humor. Für viele ist der Film daher nicht nur der Beste der Reihe, sondern auch die beste Videospielverfilmung aller Zeiten.
Der aktuelle Resident Evil-Film kommt jedoch nicht nur bei den „Normalo“-Fans gut an. Kein Geringerer als der einstige Vizepräsident von Konami und Schöpfer der Metal Gear-Reihe Hideo Kojima hat sich den Film inzwischen zu Gemüte geführt.
Auf X veröffentlicht er gerade erst ein Fazit, das voll des Lobes ist. Demnach sei Kojima anfangs nicht sonderlich interessiert gewesen. Da es sich nun aber um einen Film von Zach Cregger handelte, beschloss er, sich Resident Evil anzusehen.
„Gleich zu Beginn wird man von einem Soundtrack im Stil von The Thing empfangen. Der Film hält die Spannung bis zur letzten Minute aufrecht – mit einer unerbittlichen Abfolge klassischer Horror-Motive, beängstigender Szenarien und Schockeffekten.“
Spiel-Vibes auf der großen Leinwand
Für Kojima ist dies nicht bloß eine Verfilmung von Resident Evil. Vielmehr handle es sich um einen Film über die Spieler, die das Geschehen über den Controller steuern.
„Es erinnerte mich daran, wie ich mich fühlte, als ich 1996 das Original-Resident Evil auf der PlayStation spielte – ganz ähnlich wie die Figur Bryan im Film. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ständig ,Game Over’ auf dem Bildschirm erschien und ich immer wieder ,F***!‘ schrie.“
Diese oder ähnliche Erinnerungen teilen wohl viele mit ihm. Wahrscheinlich ist es genau dieses nostalgische Gefühl, welches Cregger vor allem langjährigen Fans der Reihe vermittelt, das den Film zu einem derartigen Kassenschlager macht.
Auch die Kritken heben mehrfach hervor, dass der Regisseur die Stimmung der Spielvorlage erstaunlich gut aufgreift. Anstatt einfach nur etwas nachzustellen, wartet der Film jedoch mit einer eigenen Geschichte und neuen Charakteren im Resident Evil-Universum auf. Damit bringt der Regisseur eine völlig neue Perspektive ins Spiel.
Die Formel aus Horror, Action und Witz scheint jedenfalls im Großen und Ganzen aufzugehen. Nur wenige stören sich an den humorvollen Einlagen, da diese der Gruselstimmung einen Abbruch täten. Anderen kommt die Auflockerung indes gelegen.
Habt ihr den Film schon gesehen? Wenn ja, was haltet ihr davon? Schreibt euer Fazit gern in die Kommentare.
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