Wer in World of Warcraft heute eine Figur erstellt, merkt schnell: Zwischen alten und neuen spielbaren Völkern klafft eine sichtbare Lücke bei der Charakteranpassung. Während klassische Völker oft nur an ein paar Reglern drehen dürfen, bekommen neuere Optionen deutlich feinere Details, von Haarvarianten bis hin zu kleinsten Gesichtsnuancen. Blizzard will diesen Unterschied nicht dauerhaft stehen lassen, macht aber auch klar: Das wird kein schneller Patch, sondern ein größeres Projekt.
Die gute Nachricht für alle, die seit Jahren mit ihrem Untoten, Menschen oder anderen Veteranen-Völkern unterwegs sind: Im Team ist das Thema längst angekommen. Die weniger gute: Wer auf ein kurzfristiges Update gehofft hat, braucht Geduld, denn Blizzard will das Problem nicht stückweise abarbeiten.
Der Customization-Nachteil älterer Völker
Warum wirkt die Charaktererstellung bei älteren Völkern veraltet? Der Kern des Problems ist die ungleiche Detailtiefe. Bei älteren Völkern sind die Optionen oft auf grundlegende Merkmale begrenzt, etwa Hauttöne oder einzelne Gesichtsvarianten. Neue Völker hingegen bieten vielfach mehr Feineinstellungen, die deutlich stärker in Richtung Individualität gehen.
Das sorgt nicht nur für einen optischen Bruch, sondern auch für ein Gefühl von Prioritätenverschiebung: Wer ein neueres Volk spielt, hat mehr Möglichkeiten, eine Figur wirklich als eigene Kreation wirken zu lassen. Wer lieber bei den Klassikern bleibt, muss häufiger Kompromisse akzeptieren.
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Blizzard selbst spricht dabei von einer erkennbaren Tendenz, dass neuere spielbare Völker schlicht moderner gebaut wurden und dadurch mehr Anpassung vertragen. Genau diese Schere will das Studio wieder schließen.
Blizzards Plan: lieber ein großer Wurf als viele kleine Updates
Welche Strategie verfolgt Blizzard bei der Überarbeitung? Laut Design Director Maria Hamilton gibt es aktuell noch keine konkrete Roadmap, aber die Absicht ist klar: Das Team möchte die Baustellen gesammelt angehen, statt sie über viele kleine Updates zu verteilen.
Wir wollen die Probleme lieber auf einmal lösen, statt sie stückweise über mehrere Updates zu verteilen.
Das ist ein Ansatz, der zu Blizzards jüngerer Strategie passt: Systeme werden nicht nur angefasst, sondern möglichst so umgebaut, dass sie als Grundlage für weitere Erweiterungen dienen. Für euch bedeutet das: weniger Flickwerk, dafür vermutlich ein größerer Sprung, wenn es dann soweit ist.
Zusätzlich wurde angedeutet, dass es nicht nur um Regler in der Charaktererstellung geht. Auch Animationen könnten Teil der Modernisierung werden, allerdings eher später und nicht zeitnah.
Midnight als Signal für eine Modernisierung
Wie passt die neue Ausrichtung zu World of Warcraft: Midnight? Das Thema Charakteranpassung steht nicht isoliert da, sondern reiht sich in eine breitere Investition in Selbstausdruck ein. Als Beispiel gilt der Umbau des Transmog-Systems für die kommende Erweiterung Midnight: Statt nur einzelne Komfortfunktionen nachzuschieben, wird das System umfassend erneuert.
Spieler können künftig Outfits anlegen und diese an Aktivitäten koppeln, etwa PvP oder Angeln. Blizzard beschreibt das als Fundament, das über Zeit weiter wachsen soll. Principal Artist Jay Hwang verweist dabei auch auf Spielerhäuser als Vergleich, also Systeme, die nicht nur einmal geliefert, sondern langfristig erweitert werden.
Wir verstehen den Bedarf. Mit dem Remake des Transmog-Systems bewegen wir uns in diese Richtung.
Unterm Strich wirkt Midnight wie ein klarer Richtungswechsel: weg vom Verwalten alter, sperriger Strukturen hin zu moderneren Systemen, die stärker auf Individualität setzen. Charakteranpassung soll dabei offenbar denselben Weg gehen, nur eben nicht sofort.
Was das für die WoW-Community bedeutet
Wann könnt ihr mit Verbesserungen rechnen? Einen Termin gibt es nicht, und Blizzard bremst Erwartungen bewusst. Die Überarbeitung soll kommen, aber sie ist eher ein Thema für die Zukunft als für die nächste kurzfristige Update-Rotation.
Für die Community ist das dennoch ein wichtiges Signal: Blizzard erkennt den Bias zugunsten neuer Völker an und stellt in Aussicht, die Klassiker nicht weiter im Regen stehen zu lassen. Wenn dabei wirklich auch Animationen und technische Altlasten berücksichtigt werden, könnte das am Ende deutlich mehr sein als ein Satz neuer Frisuren.
Wie wichtig ist euch moderne Charakteranpassung in World of Warcraft, und welches Volk sollte Blizzard eurer Meinung nach zuerst auf den neuesten Stand bringen? Schreibt es gerne in die Kommentare.




