PLAYCENTRAL TEST Uncharted: The Nathan Drake Collection

Uncharted 3: Drake’s Deception: Im Test: Mit Nathan Drake auf der Suche nach dem „Atlantis der Wüste“

Von Redaktion PlayCentral - Test vom 03.11.2011 13:23 Uhr
© Naughty Dog

Bereits auf der gamescom 2011 rieb uns Naughty Dog eine imposante Szene aus dem Action-Kracher Uncharted 3: Drake’s Deception unter die Nase. Wir wollten dieses exklusive PlayStation 3-Spiel unbedingt in unseren Händen halten, selbst Nathan Drake durch die spannenden, abwechslungsreichen und explosiven Level steuern. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem dies der Fall ist, denn Uncharted 3: Drake’s Deception ist im Handel gelandet und wir haben uns auf die Reise nach dem „Atlantis der Wüste“ begeben. Mehr oder weniger schmerzfrei.

Der Herr der Ringe

Wisst ihr, was das beeindruckende an Uncharted 3: Drake’s Deception ist? Nicht die Tatsache, dass wir ein Grafik-Monster spielen dürfen oder Action ohne Ende geboten bekommen, nein, sondern die PR-Maschine, die für tolle Verkaufszahlen sorgt. Selbst der legendäre Harrison Ford, welcher einst auf der Kino-Leinwand als Indiana Jones unterwegs war, ließ es sich nicht nehmen, Nathan Drake über die Schulter zu gucken. Ganz klar, dass wir von diesem Spiel mehr als angetan sind und heilfroh waren, als dieses in der Redaktion eintrudelte.

Kaum in die PlayStation 3 eingeschoben, flimmert das Logo über den Bildschirm und das ohne eine Installation. Herrlich! Endlich geht es los! Zwar sind die Ladezeiten zu Beginn etwas in die Länge gezogen, doch dies ist verträglich wenn man weiß, was man geboten bekommt. Ok, zugegeben, zu Beginn des Spiels bekommen wir ordentlich eins auf die Mütze, nachdem ein Deal platzte, was er auch tun sollte. An dieser Stelle schweigen wir wie ein Grab und verweisen euch einfach auf die Handlung. Im Groben ist die Handlung so zu verstehen, dass Nathan Drake, gemeinsam mit seinem alten Kompanen Sully auf die Suche geht und zwar nach dem „Atlantis der Wüste“. Der Schlüssel dafür hängt um Nathan Drake’s Hals und zwar der Ring von Sir Francis Drake, dem wohl bekanntesten Abenteurer und der mögliche Vater unseres Hauptprotagonisten? Die Anzeichen dafür sind eindeutig: Unser Held rätselt gerne, prügelt sich durch die Gegend und sucht ständig das große Abenteuer. Dies zeichnet sich besonders im mittleren Verlauf der Handlung ab, in der es nach London in die U-Bahn geht, in ein Frachtflugzeug oder in die weite Wüste. Nicht zu vergessen sei das untergehende Kreuzfahrtschiff, in dem es ordentlich zu Sache geht.

Der Spieler wird ständig eingeheizt und bekommt es mit mehr oder weniger dummen Piraten, Söldnern oder Handlangern der Oberschurkin Katherine Marlowe zutun. Der Giftzahn will nur eines: Den Ring und Profit! Doch zurück zu den eben genannten Gegnern. Hier scheint die KI deutlich eingepennt zu sein, denn wenn uns ein feindlicher aber tapferer Mitstreiter niederstrecken möchte, verlässt dieser ungehindert seine Deckung und rennt, obwohl wir ihm das Gehirn wegpusten könnten, auf uns zu. Hallo? Hier ist gerade ein Kreuzfeuer und der rennt mittendrin los? Kurios, was Naughty Dog da geritten hat. Ein weiterer Patzer passierte uns während einer Schießerei in einem französischen Schloss. Mal wieder wollte uns die Scherken der Marlowe vermöbeln, als wir Deckung hinter eines Jeeps suchten. Dieser explodierte logischerweise, als auf diesen eingeschossen wurde. Doch wir blieben wacker und hilten unserer Deckung. Urplötzlich verschwindet der Jeep, die Flammen aus dem ausgebrannten Wagen waren jedoch noch zu sehen. Ärgerlich, da wir beinah das Zeitliche gesegnet hätten.

Haben wir endlich unsere Ruhe und alle Gegner geplättet, greift das nächste typische Uncharted-Element ein: Die Rätsel. Damit Drake Türen, Tore oder Zugänge öffnen kann, müssen diverse, wenn auch durchschaubare Aufgaben gelöst werden. Nicht immer kommt der Spieler sofort auf einen Nenner und weiß, was Sache ist. Gut, dass Drake sein schlaues Notizbuch in der Hosentasche hat und der Spieler sich an Hinweise orientieren kann, die zum einen auf dem Bildschirm angezeigt und zum anderen im Buch vermerkt bzw. gekritzelt sind. Für Täuschung sorgt teilweise die beeindruckende Aufmachung, da der Spieler meist denkt es sei schwerer, als es wirklich der Fall ist.

Wer eher auf Action steht, der bekommt nicht nur brachiale, aber auch emotionale Zwischensequenzen geboten, sondern auch Kämpfe und wilde Schießerein. Wie es bereits bei den Vorgängern der Fall war, kann der Spieler im Nahkampf Combos ausüben, die per Quick-Time-Events gesteuert werden. Sprich, nach der Manier „Drücke X um auszuweichen“. Die Nahkämpfe hätten doch besser ausfallen können. Im Bezug auf die Schießerein sei zu erwähnen, dass Drake gleich zwei Waffen und einige Granaten mit sich rumschleppen kann.

Grafik- und Technik-Explosion

Uncharted steht nicht nur für einen spannenden Handlungsbogen und abwechslungreiche Momente, sondern auch für eine beeindruckende Kulisse. Während Drake durch die Wüste stampft, wird klar, dass wir es hier mit einer Grafik-Wucht zutun haben. Auch als der smarte Haupt-Charakter auf seinen Kompanen, Ziehvater und Lehrmeister Sully trifft, was rund 20 Jahre vor der eigentlichen Handlung spielt, wird klar, mit welchem Herzblut die Entwickler sich ins Zeug gelegt haben. Die Licht- und Schatten-Effekte sind kaum zu überbieten, während die Charaktere enorm detailliert sind. Was uns etwas störte, waren die Synchronisationen, die ab und an überhaupt nicht passten bzw. sich kratzig anhörten. Die deutsche Sprachumsetzung ist dafür geglückt, was sich auch auf den beeindruckenden Soundtrack sowie die Sound-Kulisse bezieht.

Bis auf die erwähnten KI- und Objekt-Fehler sind uns keine technischen Mängel aufgefallen.

Uncharted: The Nathan Drake Collection im Test

Fazit und Wertung von Redaktion PlayCentral

Fazit

Nach rund zehn Spielstunden ist der Spaß mit Nathan Drake vorbei, zumindest im Singleplayer-Part. Naughty Dog hat mal wieder bewiesen, dass sie zu den besten Konsolen-Entwicklern gehören und eine authentische, spannende und abwechslungsreiche Handlung mit schicken Missionen gestalten kann. Ganz klar, dass auch die überaus positive Grafik-Pracht hervorsticht, die dem Spieler auf der PlayStation 3 geboten wird. Was uns enttäuschte, war die öde KI-Technik, die teilweise einfach verblödet ist. Außerdem verschwand urplötzlich ein Objekt während einer Mission, hinter dem wir uns versteckten bzw. Deckung suchten.

Uncharted 3: Drake’s Deception kann sich jedoch sicher als das PlayStation 3-Spiel bezeichnen und bietet genau das, was uns versprochen wurde: Action, Spannung, Rätsel und das alles mehr als schick verpackt!

Pro

+Spannende und abwechslungsreiche Handlung
+Schicke Level, gutes Missions-Design
+Tolle Sound-Kulisse
+Gigantische Optik
+Notizbuch als Hilfsmittel
+Koop-Modus in der Einzelspieler-Kampagne
+Flotter Einstieg ohne Installation

Contra

-Wir wollen mehr!
-Verblödete KI-Technik
-Objekte verschwinden einfach
-Sound ab und an kratzig
-Anfangs längere Ladezeiten, aber verträglich

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