In The Witcher 3 gibt es einen neuen, ziemlich kuriosen Weg, um Ciri deutlich länger zu steuern als es das Spiel eigentlich vorsieht. Und das Beste daran: Dafür sind keine Mods nötig. Statt nur in ihren fest eingegrenzten Story-Abschnitten unterwegs zu sein, lässt sich Ciri über einen Exploit aus ihrer Quest-Schiene „befreien“ und kann dann in Bereichen und sogar in Aufgaben landen, die normalerweise klar für Geralt gedacht sind.
Damit bekommt ein über zehn Jahre alter RPG-Klassiker plötzlich eine frische Spielwiese, vor allem für alle, die Ciri schon immer mehr Spotlight gewünscht haben. Gleichzeitig zeigt der Fund auch, wie flexibel und manchmal auch fragil Quest-Skripte in offenen Spielwelten sein können, sobald man sie ein wenig aus dem Takt bringt.
Der Trick, der Ciri in Geralts Aufgaben schickt
Wie kann man in The Witcher 3 als Ciri außerhalb ihrer Quests spielen? Der aktuelle Fund geht auf einen Reddit-Clip eines Users namens PotentialEmu2367 zurück: Darin ist zu sehen, wie Ciri während ihrer Quest Ciri’s Story: Visiting Junior von ihrem vorgesehenen Ablauf abweicht und die Spielwelt nicht mehr so reagiert, als wäre sie „nur“ in einem abgeschotteten Story-Segment.
Konkret verlässt Ciri in dem Video eine Szene rund um Rittersporn und bewegt sich anschließend frei durch Novigrad. Statt die Quest strikt weiterzuspielen, taucht sie bei Sigismund Dijkstra auf und stößt damit eine andere Hauptquest an, die normalerweise in Geralts Verantwortungsbereich fällt.
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Wie weit sich das treiben lässt, ist der spannende Teil: Der Clip macht klar, dass es grundsätzlich möglich ist, mit Ciri außerhalb ihrer vorgesehenen Quests zu agieren. Ob sich damit große Teile der Hauptkampagne spielen lassen oder ob es nur in bestimmten Momenten funktioniert, ist bisher vor allem eines: ein Experimentierfeld für Fans, die gern am System rütteln.
Warum das für Ciri-Fans gerade jetzt so spannend ist
Warum wollen viele mehr Zeit mit Ciri als spielbare Figur? In The Witcher 3 ist Ciri zwar eine zentrale Figur, die meiste Zeit verbringt ihr aber mit Geralt. Ciris eigene Abschnitte sind ikonisch, fühlen sich jedoch wie gezielte Highlights an, nicht wie ein vollwertiger alternativer Spielstil über viele Stunden.
Zusätzlichen Rückenwind bekommt das Thema durch eine große Bestätigung für die Reihe: Ciri wird in The Witcher 4 die Protagonistin sein. Entsprechend passt der aktuelle Exploit perfekt in die Stimmung vieler Fans, die sich schon jetzt auf mehr Ciri-Gameplay freuen und in The Witcher 3 zumindest einen Vorgeschmack suchen.
In den Kommentaren auf Reddit wurde der Moment natürlich auch mit Humor genommen. Ein Nutzer brachte den Fund sinngemäß auf den Punkt, indem er witzelte, der Clip wirke wie freigeschalteter Early Access zu The Witcher 4.
Das ist quasi The Witcher 4 im Early Access.
Die Grenzen des Exploits und die kuriosen Nebenwirkungen
Welche Probleme treten auf, wenn man Geralts Quests mit Ciri spielt? So cool die Idee ist, so deutlich merkt man auch: The Witcher 3 wurde questtechnisch für Geralt gebaut. Wenn man Ciri in diese Abläufe zwingt, entstehen sichtbare Brüche in Inszenierung und Technik.
Dazu gehören vor allem zwei Auffälligkeiten, die im Umlauf rund um den Exploit beschrieben werden: In manchen Zwischensequenzen wird Ciri plötzlich durch Geralt ersetzt, als hätte das Spiel an dieser Stelle „zurückkorrigiert“. Nach der Sequenz kann Ciri dann wieder spielbar im Vordergrund stehen, was besonders bizarr wirkt, wenn gerade noch so getan wurde, als sei Geralt die aktive Figur.
Außerdem kann es vorkommen, dass Ciris Modell in bestimmten Szenen die Körperform von Geralt übernimmt. Das Ergebnis sind Animationen und Proportionen, die klar zeigen, dass diese Cutscenes und Skripte nie für sie gedacht waren. Genau diese Fremdheit ist für manche aber auch der Reiz: Es ist ein Blick hinter die Kulissen der Quest-Maschinerie.
- In einigen Cutscenes übernimmt plötzlich Geralt, obwohl ihr zuvor Ciri gesteuert habt.
- Nach bestimmten Sequenzen springt das Spiel zurück und lässt euch wieder Ciri kontrollieren.
- Teilweise nimmt Ciri in Zwischensequenzen eine Geralt-ähnliche Statur an, inklusive breiterer Schultern.
Was das für The Witcher 3 und den Blick auf The Witcher 4 bedeutet
Was bringt der Exploit im Alltag für euren nächsten Durchlauf? Wer The Witcher 3 ohnehin in und auswendig kennt, bekommt hier einen Anlass, Novigrad und die Story-Routen nochmal mit einem neuen Twist zu erleben. Selbst wenn es am Ende nur in ausgewählten Momenten zuverlässig klappt, ist die Vorstellung reizvoll: Ciri, die sich durch Quests bewegt, die eigentlich für Geralts Identität, Dialoge und Zwischensequenzen geschrieben wurden.
Gleichzeitig macht der Fund Lust auf das, was kommt. Wenn Ciri in The Witcher 4 dauerhaft im Mittelpunkt steht, werden genau diese Konflikte zwischen Figur, Quest-Design und Inszenierung nicht mehr „gegen“ das Spiel arbeiten, sondern die neue Grundlage sein. Bis es so weit ist, liefert The Witcher 3 mit diesem Exploit eine ungewöhnliche Übergangsbeschäftigung für alle, die Ciri jetzt schon mehr Raum geben wollen.
Habt ihr den Exploit bereits ausprobiert, oder reizt euch die Idee, The Witcher 3 nochmal mit Ciri statt Geralt anzugehen? Schreibt eure Erfahrungen und kuriosesten Szenen gern in die Kommentare.




