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Splatoon 2: Fan hackt Rangliste, damit Nintendo endlich einen Anti-Cheat einbaut

Von Wladislav Sidorov - News vom 13.07.2018 06:00 Uhr

Ein Fan hat die Rangliste von Splatoon 2 erfolgreich hacken können. Eine böse Absicht steckt jedoch nicht dahinter, stattdessen will er Nintendo dazu zwingen, endlich einen Anti-Cheat einzubauen.

Weil Splatoon 2 aktuell von einer Reihe an Cheatern geflutet wird, hat sich ein Fan für eine etwas andere Lösung entschieden, um ein deutliches Zeichen zu setzen. Er hackte kurzerhand die Rangliste des X Rank-Modus, um dort eine Botschaft zu platzieren: "Bitte baut einen Anti-Cheat ein"

Nachdem eine nicht zu schließende Sicherheitslücke in der Hardware der Nintendo Switch entdeckt werden konnte, wurde das Tor für Hacker geöffnet. Mit einfachsten Mitteln verändern sie Parameter, um anschließend selbstgeschriebene Cheats einsetzen zu können.

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Hacken leicht gemacht

Der Einsatz von Cheats wird zusätzlich vereinfacht, weil der Splatoon-Multiplayer nicht über dedizierte Server, sondern über eine peer-2-peer-Verbindung läuft. Verdächtige Spieler können zudem nicht direkt im Spiel, sondern nur über den angezeigten Spielverlauf innerhalb der Nintendo Switch Online-App gemeldet werden. Doch auch hier haben die Cheater einen Weg gefunden, sich durchzusetzen: Die Accounts werden im Spielverlauf nicht mehr angezeigt und können somit nicht angeklickt werden. Ein Trauerspiel.

Außerdem ist es möglich, den Code von Splatoon 2 zu verändern und so dafür zu sorgen, beispielsweise den Schaden einzelner Waffen auf eine völlig absurde Summe zu erhöhen. Auch die Reichweite der Tinten-Platzierung kann gesteigert werden.

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Reagieren? Nintendon't.

Bislang hat sich Nintendo nicht ein einziges Mal zum Cheater-Problem geäußert und das, obwohl es allmählich immer mehr Matches übernimmt. Der Fan nennt  auch den Grund dafür, warum er handeln musste: Das erste Splatoon verfügte noch über ein Anti-Cheat-System, beim Nachfolger wurde dieses einfach ausgebaut. Es brauche eine laute Botschaft, um endlich etwas zu bewirken.

Das aktuelle Cheater-Inferno ist ein weiteres Zeichen dafür, wie Nintendo seine Online-Systeme auf peinliche Art und Weise behandelt. Nicht nur, dass die Switch-Konsole nur über das Mindeste verfügt, nein, Besserung oder neue Features sind noch immer nicht in Sicht. In den eigenen Titeln setzt das Unternehmen noch immer über eine katastrophale App-Voice-Chat-Lösung, der eShop ist vollkommen unübersichtlich, die Freundesliste ist nahezu nutzlos, Online-Lobbies sind nonexistent, dedizierte Server im Multiplayer nicht vorhanden.

Es ist eine Schande.

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