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Razer Naga V2 Pro Test – Eine Maus für alle Fälle?

Von Ulrich Wimmeroth - Test vom 21.12.2022 09:43 Uhr
Razer Naga V2 Pro
© Razer

Dank gleich drei austauschbaren Seitenteilen bietet das aktuelle V2-Modell der erfolgreichen Razer Naga Pro Gaming-Maus bis zu 20 programmierbare Tasten. Wer sich nicht hauptsächlich mit MMORPGs oder MOBAs beschäftigt, wählt ein Seitenteil mit zwei oder sechs zusätzlichen Tasten und kann mit dem Maus-Multitalent dann eben Simulationen, Actionspiele oder Shooter zocken.

Ob sich der mit rund 200 Euro Straßenpreis nicht gerade billige Nager wirklich ohne Abstriche für alle Spielertypen eignet und welche technischen Besonderheiten unter der hochwertigen Hartplastik-Hülle schlummern, das klären wir im Test zur Razer Naga V2 Pro. 

Razer Naga V2 Pro
© Razer

Technische Daten Razer Naga V2 Pro:

  • Anschluss: Kabelgebunden, USB Typ-C, Bluetooth, HyperSpeed Wireless 
  • Gewicht: 134 g
  • Abmessungen: 11,9 x 7,5 x 4,3 cm
  • Lieferumfang: Razer Naga V2 Pro, 3 Seitenteile, USB-Dongle, USB- Verlängerungs- sowie Ladekabel
  • Software: Razer Synapse 
  • Gehäuse: Hartplastik
  • Farbe: Schwarz
  • Anzahl der Tasten: 10 / 14 / 20, programmierbar
  • Sensor: Focus Pro Sensor, optisch
  • DPI: bis zu 30.000 
  • Switches: Optische Switches 3. Generation
  • Beleuchtung: Razer Chroma RGB
  • Scrollrad: Neigbares HyperScroll Pro-Mausrad
  • Preis: ca. 200 Euro

Lieferumfang, Design, Ersteindruck: Hochwertige Verarbeitung

Neben der Naga V2 Pro befinden sich noch die bereits erwähnten zusätzlichen Seitenteile, die bombenfest mittels Magnetverschluss am Hartplastikgehäuse arretiert werden, ein 2,4 GHz HyperSpeed-Dongle, ein USB-C Anschluss- und Ladekabel sowie ein englisches Handbuch und Aufkleber in der Razer-typisch giftgrün-schwarzen Box.

Was nach der ersten haptischen Kontaktaufnahme sofort auffällt: Die Maus ist nicht unbedingt für kleine Hände perfekt geeignet. Mit Abmessungen von 11,9 x 7,5 x 4,3 cm sowie einem satten Gewicht von 134 g wirkt die Naga ganz schön wuchtig, dabei aber auch stabil und hochwertig

Razer Naga V2 Pro
© Razer

Das ergonomische Design ist für Rechtshänder ausgelegt, für Linkshänder mit Fokus auf MMOs empfiehlt sich vielleicht eher die ältere, aber definitiv empfehlenswerte, Naga Left-Handed Edition.

Nutzt man den Palm-Grip, bietet die aufgeraute Oberfläche des Gehäuses einen sicheren, rutschfesten Halt, die entweder zwei, sechs oder 12 zusätzlichen Tasten an der linken Seite sind mit dem Daumen gut erreichbar und bieten einen angenehmen und gut spürbaren Druckpunkt für ausgezeichnetes Feedback.

Für den Ersteindruck, Verarbeitung und das Design vergeben wir schon mal die Höchstpunktzahl. Zumindest, wenn ihr Rechtshänder mit normalen bis großen Händen seid und nicht vorzugsweise FPS mit dem Claw-Grip spielt.

Anschluss und Technik: Vielfältige Konnektivität

Die Naga V2 Pro erweist sich als extrem anschlussfreudig und kann entweder kabelgebunden, aber auch per Bluetooth oder HyperSpeed Wireless schnurlos betrieben werden. Besonders die latenzfreie HyperSpeed-Konnektivität bietet dabei den zusätzlichen Vorteil, dass über den beiliegenden Adapter auch eine kompatible Tastatur von Razer verbunden werden kann. So wird eine USB-Buchse weniger belegt, ohne dass Verzögerungen bei der Ausführung von Eingaben zu befürchten wären.

Razer Naga V2 Pro
© Razer

An High-Tech fährt Razer einiges für ihre Nobelmaus auf: Als Herzstück operiert ein optischer Focus Pro Sensor der 3. Generation, welcher Auflösungen bis zu 30.000 DPI bei Latenzen von unter 0,2 Millisekunden ermöglicht.

Einen derart hohen Wert werdet ihr in der Praxis wohl kaum wirklich brauchen, aber die allgemein bei allen Werten hochpräzise Abtastung und die Möglichkeit, ohne Einbußen nahezu jeden Untergrund zu nutzen, sprechen klar für die von Pixart mit entwickelte Sensortechnik.

Wer es bunt mag, aktiviert die Razer Chroma RGB-Beleuchtung, die das Schlangensymbol auf der Oberseite sowie die Tasten an der linken Seite nach Wunsch illuminiert. 

Besonders gut hat uns das HyperScroll-Mausrad gefallen, welches fünf voreingestellte Bedienmodi sowie einen frei programmierbares Modus anbietet. Hier lassen sich wirklich sämtliche Aspekte, von Scroll-Wiederstand und Taktilität, bis zur aufgewendeten Kraft, die ihr benötigt, um das Rad einen Schritt zu bewegen, individuell anpassen. Voraussetzung ist dazu der Download und die Installation der Razer Synapse-Software, die es euch erlaubt, wirklich alle nur erdenklichen Aspekte der Naga V2 Pro an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Alltagstest: Eine für alles?

Im Test leistet sich die Naga V2 Pro erwartungsgemäß keine nennenswerten Schwächen, brilliert aber besonders bei Spielen, die das Seitenteil mit sechs oder 12 Tasten benötigen, wie „League of Legends“, „DOTA 2“, „Fortnite“ oder „Final Fantasy XIV“.

Die Zuordnung der zusätzlichen Aktionstasten ist eine enorme Hilfe bei der Auswahl von Aktionen oder Gegenständen. Spielt ihr eher Shooter und kämpft in CS, Battlefield oder Call Of Duty um Ruhm und Ehre, montiert ihr dazu das Seitenteil mit zwei Tasten. In diesem Fall macht sich dann eher das hohe Gewicht der Maus bemerkbar. Dieser Nachteil wird aber durch den sehr guten Sensor und die außerordentliche Gleitfähigkeit überkompensiert.

Razer Naga V2 Pro
© Razer

Angeschlossen haben wir die Gaming-Maus sowohl kabelgebunden als auch per HyperSpeed-Wireless.

Unterschiede in der Geschwindigkeit sind nicht zu bemerken, Latenzen bleiben aus. Allein aus Bequemlichkeit und um Kabelsalat vorzubeugen, würden wir den Anschluss über den 2,4 GHz-Adapter jederzeit bevorzugen.

Der verbaute Akku soll bis zu 300 Stunden durchhalten, bis zu 150 bei Bluetooth-Betrieb. Das haben wir zwar nicht bis zur letzten Minute ausgereizt, brauchten aber während  des mehrtägigen Tests keine Pause zum Aufladen.

Allerdings haben wir dabei auch weitgehend auf die stromfressende RGB-Beleuchtung verzichtet. Ein kleines Manko müssen wir aber noch teilen, bevor es ab zum Fazit geht: Die Naga V2 Pro lässt sich alternativ auch mit einer Qi-fähigen Bodenplatte ausrüsten und somit kabellos über das separat erhältlich Razer Maus Dock aufladen. Allerdings schlägt diese Methode mit weiteren 100 Euro zu Buche. Wir finden, das ist zu viel.

Headsets, Festplatten oder Soundbars: Wenn es einen Stecker hat, ist es genau sein Ding. Schreibt bei PlayCentral.de über Spiele, PC- und Konsolenhardware. Nebenberuflich treusorgender Familienvater, der sich immer häufiger seinem Sohn in FIFA geschlagen geben muss.
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