PLAYCENTRAL TESTS Pokémon Strahlender Diamant & Leuchtende Perle

Pokémon Strahlender Diamant & Leuchtende Perle: Erstklassige Remakes – TEST

Von Daniel Busch - Test vom 01.12.2021 10:53 Uhr
Pokémon Strahlender Diamant Leuchtende Perle Test
© Nintendo, The Pokémon Company

Pokémon-Trainer aus aller Welt dürfen wieder die Sinnoh-Region entdecken. Die beliebten Edition Diamant und Perl der 4. Pokémon-Generation haben Remakes für die Nintendo Switch erhalten: Strahlender Diamant und Leuchtende Perle. Im PlayCentral-Test erfahrt ihr, wie gut die Remakes gelungen sind. Und Spoiler: Sie sind verdammt gut geworden!

Klassiker erstrahlen in neuem Glanz! – Test

Neuere Pokémon-Editionen werden häufig dafür kritisiert, sich nicht mehr wie die früheren, klassischen Pokémon-Hauptteile anzufühlen. Also bringt Nintendo jetzt eben eines der klassischsten Pokémon-Spiele überhaupt erneut heraus. „Diamant und Perl“, die 2007 für den Nintendo DS erschienen waren, gibt es jetzt die Nintendo Switch als Remakes mit brandneuem Look, weiteren Features und dem gleichen Gameplay wie früher. Passenderweise erhalten die Comebacks neue Namen: Strahlender Diamant und Leuchtende Perle. Doch was ist neu und wie viel Nostalgie versprühen die Titel?

Tolle Optik mit großer Prise Nostalgie

Was sofort auffällt, ist der neue Look: Anstelle der Pixel-Animationen erstrahlen Sinnoh, seine Bewohner und Taschenmonster in prächtiger 3D-Grafik. Die Umgebungen wurden wirklich schön gestaltet und die Entwickler haben in liebevoller Kleinstarbeit die gesamte Spielwelt (bis auf einige Ausnahmen) 1:1 aus den Originalen nachgebaut. Jeder Grasbüschel und jedes Haus befinden sich an der gleichen Stelle, wie ich es damals auf dem Nintendo DS kennengelernt hatte. Wie früher folgt ihr dem Geschehen aus der Vogelperspektive.

Trotz des neuen Looks kommen für Kenner der Originale sofort Nostalgiegefühle auf und Neueinsteigern wird ein neues Pokémon-Abenteuer in charismatischem Flair und in einer der interessantesten Regionen geboten.

Pokémon Strahlender Diamant Leuchtende Perle
© Nintendo/The Pokémon Company

Doch was ist mit den Personen bloß passiert? Riesige Köpfe und kurze Beinchen? Dieser Style nennt sich Chibi-Look und ja, ich konnte mich zu Beginn nur schwer an diese Verniedlichungen gewöhnen, insbesondere da Pokémon Schwert und Schild und Pokémon-Legenden: Arceus Charaktere mit realistischeren Proportionen bieten. Aber ich muss sagen, dass dadurch der Charme der Original-Editionen erhalten bleibt und der Figurenstil zum lebensfrohen, bunten Grafikstil passt.  

Alles in allem erinnern die neuen „Pokémon“-Remakes vom Aussehen an The Legend of Zelda: Link’s Awakening für die Nintendo Switch. Sogar der Unschärfeeffekt am Bildschirmrand ist dabei, was für einen plastischen Diorama-Look sorgt.

Pokémon Strahlender Diamant Leuchtende Perle
© Nintendo/The Pokémon Company

Besonders cool: In den Kämpfen bekommt ihr realistischere Charaktermodelle ähnlich wie in „Schwert und Schild“ zu Gesicht und die Hintergründe entsprechen den Gebieten, in denen ihr euch befindet.

Pokémon Strahlender Diamant & Leuchtende PerlePokémon Strahlender Diamant & Leuchtende Perle: Editions-Unterschiede und exklusive Pokémon

Am TV und im Handheld gleichermaßen ein Genuss

Auf dem TV habt ihr natürlich gestochen scharfe HD-Optik, aber auch im Handheld-Modus geben die beiden Remakes eine sehr gute Figur ab. Ich persönlich habe die meiste Zeit auf dem Bildschirm meiner Nintendo Switch OLED gezockt und war erstaunt, wie scharf das Bild trotzdem auf dem kleinen Bildschirm wirkt. Zum Vergleich: „Schwert und Schild“ weisen im Handheld-Modus sehr grobe Treppeneffekte auf.

Framerate-Probleme habe ich bei keiner der beiden Spielweisen erkannt – die neuen Pokémon-Abenteuer laufen schön flüssig.

An der Story hat sich nichts geändert

Nichts verändert wurde hingegen an der Story. Wie in „Diamant und Perl“ geht es weiterhin darum, Pokémon-Champ von Sinnoh zu werden. Angefangen vom Erhalten eures ersten Partners aus den drei Starter-Pokémon Chelast (Pflanze), Panflam (Feuer) und Plinfa (Wasser) bis hin zum Erringen aller Orden und dem Besiegen der Top-Vier bleibt alles beim Alten. Das betrifft auf die Begegnungen mit dem bösen Team Galaktik, die die Legendären Pokémon Dialga bzw. Palkia (je nach Edition) für ihre Machenschaften ausnutzen wollen.

Kein Platin: Story oder Gameplay-Inhalte aus der erweiterten Platin-Edition werden leider schmerzlichst vermisst. So müsst ihr auf die Zerrwelt und die großflächige Kampfzone verzichten (stattdessen gibt’s immerhin den Duellturm).

© Nintendo/The Pokémon Company

Puristisches Gameplay

Ich habe es bereits angeschnitten, mit „Strahlender Diamant“ und „Leuchtende Perle“ erwartet euch klassisches Pokémon-Gameplay wie in alten Tagen: Keine Mega-Entwicklungen, keine Z-Attacken, kein Gigadynamax – für Puristen ein Fest. Wer also ein „Pokémon“-Spiel ganz wie zu den Anfangszeiten der Reihe haben möchte, wird hier bestens bedient.

© Nintendo/The Pokémon Company

Neue Features verbessern die Remakes

Auch wenn sich die beiden Remakes sehr nah an den Original-Editionen orientieren, gibt es neue Features zu entdecken. Zu den größten Neuerungen zählt der überarbeitete Untergrund.

In dem unterirdischen Labyrinth lassen sich jetzt große Kammern (so genannte Unterschlüpfe) erkunden, die von unterschiedlichsten Pokémon bewohnt werden. Wie in der Naturzone von „Schwert und Schild“ laufen sie in den Unterschlüpfen sichtbar umher.

Pokémon Strahlender Diamant Leuchtende Perle
© Nintendo/The Pokémon Company

Einige Taschenmonster gibt es nur dort zu finden und mit fortschreitendem Spielverlauf begegnet ihr stärkeren oder selteneren Wesen wie zum Beispiel die Starter der ersten drei Generationen. Dadurch wird der Untergrund um einiges interessanter für euer Abenteuer und ist regelmäßig einen Besuch wert.

Die Geheimbasen besitzen nun einen nützlichen Zweck: Bei Ausgrabungen gefundene Pokémon-Statuen lassen sich in den Geheimbasen aufstellen, was sich auf das Aufkommen wilder Pokémon auswirkt. Stellt ihr viele Statuen von Feuer-Pokémon in der Geheimbasis auf, findet ihr mehr Feuer-Pokémon in den Unterschlüpfen. Gerade die Original-Editionen „Diamant und Perl“ sind für ihren eklatanten Mangel an Taschenmonstern vom Feuer-Typ bekannt. Cool: Ihr könnt sogar mit Freunden im Koop die Höhlengänge erkunden.

Pokémon Strahlender Diamant Leuchtende Perle
© Nintendo/The Pokémon Company

Weitere neue Features in den Remakes:

  • Mit dem Hamanasu-Park gibt es ein neues Endgame-Areal, das euch die Jagd auf Legendäre Pokémon vorheriger Generationen erlaubt. 
  • Die Spielhalle in Schleiede wurde mit dem Mode-Geschäft ersetzt, in dem ihr euren Spielcharakter mit neuen Outfits ausstatten könnt. Schade ist aber, dass diese nur in den Battles richtig zur Geltung kommen. 
  • Wettbewerbe laufen nun wesentlich kurzweiliger ab. Ein Rhythmus-Minispiel ersetzt die langatmige Attacken-Präsentation aus den Originalen.
  • Eines euer Team-Pokémon kann euch auf der Oberwelt hinterherlaufen. Der Maßstab sorgt allerdings manchmal für witzige Szenen, beispielsweise wenn das eigentlich gigantische Garados neben euch wie eine Miniatur-Version wirkt.
  • VMs lassen sich bequem über die Pokétch aktivieren, sodass ihr keine VM-Attacken euren Team-Pokémon mehr beibringen müsst.
  • Ihr habt von überall Zugriff auf eure Pokémon-Boxen, ganz so wie in „Pokémon Schwert und Schild“.
  • In Flori könnt ihr Mew und Jirachi als Geschenk erhalten (alle Infos dazu erhaltet ihr hier)
  • Euer Spielcharakter bewegt sich nicht mehr auf einem Rasterfeld, sondern lässt sich vollkommen frei in alle Richtungen steuern.
  • Der EP-Teiler funktioniert wie in „Pokémon Schwert und Schild“ und trainiert alle Team-Pokémon mit. Somit erspart ihr euch lästiges Grinden, besonders wenn es in Richtung Top-Vier geht. Ich hätte mir nur gewünscht, dass sich diese Funktion ausstellen ließe für die Fans, die keinen Bedarf darin sehen.

Alles in allem handelt es sich bei den aufgezählten Features um tolle Ergänzungen und Quality-of-Life-Verbesserungen. Hier wurde definitiv an den richtigen Stellen optimiert.

Pokémon Strahlender Diamant Leuchtende Perle
© Nintendo/The Pokémon Company

Allerdings bin ich nicht begeistert davon, dass TMs sich wieder verbrauchen. Seit der 5. Generation (mit den Editionen „Schwarz und Weiß“) bleiben TMs auch nach Benutzung erhalten, was bis „Schwert und Schild“ fortgeführt wurde und zu den beliebtesten Modernisierungen der „Pokémon“-Spiele zählt. Somit begehen „Strahlender Diamant und Leuchtende Perle“ einen Rückschritt, nur weil es in den Originalen so war. Immerhin gibt es nun mehr Exemplare einer TM in der Spielwelt zu finden.

Für alte Fans und Neueinsteiger ein Vergnügen

Die Remakes bieten langjährigen Fans neue Anreize Sinnoh wieder zu entdecken und Neueinsteigern modernisierte Versionen beliebter RPG-Klassiker, die wie brandneue Spiele anmuten. Ihr bekommt Neuauflagen beliebter RPG-Abenteuer mit dem Gameplay von früher und aufgefrischt mit neuem HD-Look und erweiterten Features, mit denen ihr viele kurzweilige Spielstunden verbringen könnt.

Pokémon Strahlender Diamant Leuchtende Perle
© Nintendo/The Pokémon Company

Immer im Beast-Mode und manchmal ganz schön verpeilt. Sport-Enthusiast, der die USA liebt und von seiner eigenen Harley träumt. Super Saiyajin im Training, Trophäenjäger an der PlayStation. Bevorzugt Sony-Exclusives, God of War, GTA V und RDR2.
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