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Netzkultur: Kurzfilm von 1896 via KI auf 4K hochskaliert, Ergebnis wirkt wie Handyaufnahme

Von Heiner Gumprecht - News vom 07.02.2020 07:05 Uhr
© Louis Lumière/Denis Shiryaev

Ein engagierter YouTuber hat via Deep Learning einen Kurzfilm von 1896 auf 4K hochskaliert. Das Ergebnis sieht wie eine Aufnahme aus, die mit einem modernen Handy gemacht wurde.

Die Möglichkeit des maschinellen Lernens, die künstliche neuronale Netze mit zahlreichen Zwischenschichten einsetzt, birgt unglaubliches Potenzial. Auch wenn viele Kritiker befürchten, dass es mit dem sogenannten Deep Learning in Zeiten der Netzkultur viel zu einfach wird, Videos zu fälschen und unmerklich zu verändern. YouTuber Denis Shiryaev hat nun bewiesen, dass sich das mehrschichtige Lernen jedoch nicht nur dafür eignet, die Bevölkerung hinters Licht zu führen, sondern auch, um die Vergangenheit wieder zum Leben zu erwecken.

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Ankunft eines Zuges auf dem Bahnhof in La Ciotat, 4K, 60FPS

Starkes Bildrauschen, viele Körner, verwaschene Bilder mit teilweise ruckartigen Bewegungen und das Ganze in Schwarz-Weiß. Wer sich wirklich alte Filmaufnahmen ansieht, hat meistens das Problem, sich mit dem Gesehenen nicht verbunden zu fühlen, da es von unserem Gehirn als unrealistisch wahrgenommen wird. Der Unterschied zu dem, wie wir die Realität um uns herum registrieren, ist einfach zu groß. Ganz anders als die Aufnahmen von Smartphones, die bekannte Gesichter in gewohnter Umgebung zeigen und das außerdem hochaufgelöst.

YouTuber Denis Shiryaev hat sich gefragt, ob man dieses Problem nicht umgehen kann und eine Möglichkeit gesucht, die Vergangenheit so real darzustellen wie es Videos heutzutage können. Mit verschiedenen Programmen, die Algorithmen verwenden, die sich besagte künstliche neuronale Netze zunutze machen. Mit Topaz Labs Gigapixel AI und DAIN hat er es deshalb nicht nur geschafft, das über 120 Jahre alte Video auf 4K hochzuskalieren, sondern ebenfalls die Bilder pro Sekunde auf 60 zu erhöhen.

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Abseits davon, dass das Ergebnis noch immer in Schwarz-Weiß gehalten ist, was eine künstlerische Entscheidung sein könnte, sieht der Kurzfilm fantastisch aus und macht es dem Zuschauer viel einfacher, sich in die Situation hineinzuversetzen und sich mit den dortigen Menschen zu identifizieren. Die bearbeitete Version des Kurzfilms, der im Original auf den Namen „L’Arrivée d’un train en gare de La Ciotat“ hört, könnte so erst gestern mit einem Smartphone oder einer GoPro aufgenommen worden sein.

Der Stummfilm von 1896

Der Film, den Denis Shiryaev zur Bearbeitung ausgewählt hat, stammt aus dem Jahr 1896 und wurde von den berühmten französischen Brüdern Lumière gedreht. Obwohl die Ereignisse nie offiziell bestätigt werden konnten, ragten sich um die Premiere des Films einige Gerüchte. So sollen Zuschauer das Café in Paris, wo „L’Arrivée d’un train en gare de La Ciotat“ einem ausgewählten Publikum vorgeführt wurde, in Panik verlassen haben, da sie dachten, ein echter Zug würde gleich in das Geschäft fahren.

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Mittlerweile wird vermutet, dass es sich dabei um eine moderne Sage handelt, die zu Werbezwecken ausgeschmückt wurde. Medienwissenschaftler Johannes Binotto vermutet, dass der Überraschungseffekt des Films weniger in der Furcht vor einem realen Zug lag, sondern in dem Schrecken angesichts eines offensichtlich irrealen, doch zugleich erstaunlich realistischen Abbilds.

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