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Moon Knight: Der düstere Antiheld mischt das MCU auf – Ersteindruck

Von Sven Raabe - Special vom 29.03.2022 15:00 Uhr
Moon Knight MCU-Serie Marvel Ersteindruck
© Marvel Studios/ Disney

In Form von Moon Knight steht eine frische Disney Plus-Serie in den Startlöchern, die einen komplett neuen düsteren Antihelden ins Marvel Cinematic Universe einführen wird. Vorab durften wir uns bereits die ersten vier der insgesamt sechs Episoden ansehen und verraten euch nachfolgend, natürlich Spoiler-frei, warum ihr das Projekt unbedingt im Auge behalten solltet.

Ein übernatürliches Abenteuer

Eigentlich ist Steven Grant ein unscheinbarer Mann mittleren Alters, der ein einfaches Leben führt. Jeden Morgen fährt er in ein Museum in London, in dessen Geschenkshop er arbeitet. Darüber hinaus wird klar, wie sehr er seinen Job mag, da er selbst ein großes Interesse an Geschichte besitzt. Dies hilft ihm dabei, die Launen seiner Chefin zu erdulden, die nie wirklich mit ihm zufrieden zu sein scheint. Allerdings wirkt es so, als sei etwas mit Steven ganz und gar nicht in Ordnung.

Er hat Schlafprobleme und es scheint, als würde er nachts umherwandeln und sich am nächsten Morgen an nichts mehr erinnern zu können. Aus Angst fesselt er sich mit seinem rechten Fuß ans Bett und bringt einen Klebestreifen an der Wohnungstür an, um kontrollieren zu können, ob er schlafgewandelt ist. Wie sich eines schicksalhaften Tages herausstellt, sind seine Sorgen durchaus begründet, denn nach einem Blackout erwacht er plötzlich in den Alpen, wo er auf eine mysteriöse Sekte trifft.

Zudem häufen sich nun seine Blackouts und er weiß nicht, was er währenddessen getan hat. Nachdem er zunächst an einen schlechten Traum glaubt, überschlagen sich schon bald die Ereignisse. So viel sei zur Story von „Moon Knight“ verraten, die gerade in den ersten zwei Episoden schön mit diesem Mysterium spielt. Das ist überaus spaßig und motiviert insbesondere dank Hauptdarsteller Oscar Isaac zum Weiterschauen, da ihm schauspielerisch allerlei abverlangt wird.

Hat der Idiot wieder die Kontrolle?

Steven Grant ist nämlich nicht alleine in seinem Körper, sondern teilt sich diesen, zunächst unwissentlich, mit weiteren Persönlichkeiten, allen voran dem Söldner Marc Spector. Dieser ist das genaue Gegenteil des eher ängstlichen Steve – ein knallharter Kämpfer, der seinem Weg folgt. Marc ist es auch, der sich in Moon Knight verwandeln kann und diese Macht für ein bestimmtes Ziel nutzen will. Das verläuft jedoch nicht reibungslos, denn immer wieder flüstert der altägyptische Gott Khonshu unserer Hauptfigur ins Ohr. Hier wird eine komplett neue interessante mythologische Ecke innerhalb des MCU aufgebaut, die bis jetzt primär auf eigenen Beinen steht und ohne viele Verweise auf andere Geschichten auskommt.

Steven glaubt, langsam den Verstand zu verlieren. © Marvel Studios/Disney

Die Gottheit sagt Marc immer wieder, er müsse seine Vorstellung von Gerechtigkeit durchsetzen, was nur selten ohne Blutvergießen vonstatten geht. Doch nicht nur der abgebrühte Söldner kann Khonshu in seinem Kopf hören, sondern auch Steven, der von all diesen Entwicklungen komplett überfordert ist. So kommt es immer wieder vor, dass die Persönlichkeiten um die Kontrolle über den Körper ringen, was zu mal dramatischen, mal witzigen Diskussionen führt. Gerade Spiegel sowie spiegelnde Oberflächen werden von den Machern hier geschickt genutzt, was „Moon Knight“ einen ganz eigenen visuellen Stil verleiht.

Bei der Erreichung seiner Ziele steht Marc der Anführer der zuvor erwähnten Sekte im Weg: Arthur Harrow. Bereits in der Comic-Vorlage hat diese Figur eine Verbindung zum düsteren Antihelden, allerdings erlaubten sich die Macher für die Umsetzung des Charakters ein paar Freiheiten. Wirklich störend ist dies nicht, denn mit Ethan Hawke wurde ein charismatischer Schauspieler gecastet, der den Bösewicht schön nuanciert spielt und seiner Figur so mehr Facetten als anderen MCU-Schurken verleiht.

Arthur Harrow ist der Bösewicht in „Moon Knight“. © Marvel Studios/Disney

Harrow hat dabei übrigens selbst eine spezielle Verbindung zu Khonshu, was den Konfrontationen zwischen ihm und Marc/Steven zusätzliche Spannung verleiht. Der Gegenspieler ist hierbei weniger eine physische, sondern vielmehr eine psychologische Bedrohung für unsere Protagonisten, deren Knöpfe er geschickt zu drücken weiß, um seine Ziele zu erreichen. Für ordentlich Action ist natürlich dennoch gesorgt und die präsentiert sich für MCU-Verhältnisse teils überraschend brutal und düster, was eine willkommene Abwechslung zum ansonsten eher harmlosen Grundton des Franchise ist.

Eine neue düstere Note im MCU

Tatsächlich fällt es uns bisher schwer, wirklich negativ über „Moon Knight“ zu sprechen, denn insgesamt macht die Serie in ihren ersten vier Episoden bereits einen runden Eindruck.

Zu den schwächeren Aspekten zählen der ab und an etwas deplatzierte Humor. Es gibt vor allem ein paar Witze, die zu sehr in die Länge gezogen werden. Dadurch gerät das ansonsten gute Erzähltempo zwischenzeitlich ins Stocken. Zudem sind die Kämpfe zwar ordentlich choreographiert und ziemlich hart, doch selbst wenn der Hauptcharakter mal aufgespießt werden sollte, fließt kein Blut. Es fehlt diesen Szenen etwas an Biss.

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Aktuell überwiegen jedoch die Stärken klar die Schwächen, denn die düstere Serie bringt endlich frischen Wind ins Marvel Cinematic Universe. Nicht nur durch ihren eigenen visuellen Stil und ihren vielschichtigen Protagonisten, sondern vor allem durch ihre teils überraschend verrückten Einfälle, die wir euch nicht vorwegnehmen möchten. Mit ihrem neuesten Projekt erweitern Marvel Studios die Mythologie ihres Universums um einen vielversprechenden neuen Eintrag, dem ihr unbedingt eine Chance geben solltet.

„Moon Knight“ startet am 30. März 2022 exklusiv bei Disney Plus.

Anime-Liebhaber, Dragon Ball-Fan auf Super-Saiyajin Blue-Level, Videospiel-Enthusiast mit einem Hang zu Action-Adventures und abgedrehten Hack'n'Slays. Außerdem Sith-Lord (oder vielleicht doch Jedi?) mit einer Schwäche für DC- und Marvel-Adaptionen.
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