
Highguard, der neue Multiplayer-Shooter von Wildlight Entertainment, sorgte bei seiner Enthüllung während der Game Awards 2025 für Aufsehen. Als letzte große Überraschung der Show erhielt das Spiel einen prominenten Platz, der sonst Größen wie Capcom oder Naughty Dog vorbehalten ist. Trotz dieser hochkarätigen Präsentation hat sich das Spiel nach seinem Release am 26. Januar 2026 mit einer schwindenden Spielerbasis konfrontiert gesehen.
Direkt zum Start verzeichnete Highguard auf Steam einen beachtlichen 24-Stunden-Peak von 97.249 Spielern. Doch nur einen Tag später fiel dieser Wert drastisch auf 39.832. Die Tendenz setzte sich mit erschreckender Geschwindigkeit fort. Am 30. Januar waren es nur noch 11.517 gleichzeitige Spieler. Am 2. Februar erreichte Highguard mit rund 10.000 Spielern seinen bisherigen Tiefpunkt.
Spielerzahl als unwichtiger Faktor
Warum sagt der Game Director, dass die Spielerzahl keine Rolle spielt? Chad Grenier, Director von Highguard und Mitbegründer von Wildlight Entertainment, äußerte sich in einem Interview mit Polygon überraschend gelassen zur sinkenden Spielerzahl. Für ihn sei nicht die Anzahl der aktiven Nutzer entscheidend, sondern deren emotionale Bindung zum Spiel.
„Ob es tausend oder hundert Millionen Spieler sind, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass das Spiel von denen geliebt wird, die es spielen.“
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Diese Philosophie steht in starkem Kontrast zum allgemeinen Branchentrend, bei dem der Erfolg eines Multiplayer-Titels meist an aktiven Nutzerzahlen gemessen wird. Wildlight setzt stattdessen auf Spielerzufriedenheit als Erfolgsmaßstab – ein Ansatz, der Mut beweist, aber auch Risiken birgt.
Rückgang trotz Verbesserungen
Welche Maßnahmen wurden zur Stabilisierung der Spielerbasis getroffen? Nach dem durchwachsenen Start blieb Wildlight zunächst still, meldete sich aber rund eine Woche nach Release mit einem größeren Update zurück. Dieses enthielt nicht nur mehrere Performance-Verbesserungen, sondern führte auch einen experimentellen 5v5-Modus ein. Ziel war es, die Kritik an zu großen Karten im Vergleich zur ursprünglichen 3v3-Lobbygröße zu adressieren.
Die Community reagierte positiv, und für kurze Zeit stiegen die Spielerzahlen leicht an – auf 15.147 am 31. Januar. Dennoch war dieser Aufwärtstrend nur von kurzer Dauer. Bereits am nächsten Tag sank die Anzahl wieder auf rund 10.000. Am 3. Februar, gegen 18 Uhr deutscher Zeit, waren laut SteamDB nur noch 4.945 Spieler gleichzeitig online.
Bewertungen mit leichter Verbesserung
Wie hat sich die öffentliche Wahrnehmung von Highguard entwickelt? Während die Spielerzahlen rückläufig sind, ist bei den Bewertungen auf Steam eine leichte Besserung zu erkennen. Direkt nach dem Launch erhielt Highguard überwiegend negative Rezensionen und wurde mit dem Label „Größtenteils negativ“ versehen. Mittlerweile konnte sich das Spiel auf eine „Ausgeglichen“-Bewertung verbessern.
Von mehr als 35.000 abgegebenen Bewertungen waren rund 15.468 positiv. Diese Kehrtwende könnte dem Umstand geschuldet sein, dass Wildlight auf das Feedback der Community reagiert hat und weiterhin an Verbesserungen arbeitet.
Langfristige Perspektive von Highguard
Wie könnte sich Highguard in den kommenden Wochen entwickeln? Es bleibt abzuwarten, ob Wildlight Entertainment mit weiteren Updates und Community-Maßnahmen das Ruder herumreißen kann. Die Einführung von permanenten 5v5-Matches zeigt, dass das Team lernfähig ist. Doch angesichts des massiven Einbruchs – fast 95 % weniger Spieler seit dem Release – steht Highguard unter erheblichem Druck.
Ob der Fokus auf Qualität statt Quantität langfristig aufgeht, hängt maßgeblich davon ab, wie konsequent Wildlight auf das Feedback der Community eingeht und ob es gelingt, das Spielgefühl weiter zu verfeinern. Der Multiplayer-Markt ist hart umkämpft, und nur wenige Titel schaffen es, sich bei dauerhaft sinkenden Spielerzahlen wieder zu erholen.
Ein Spiel mit Potenzial und Herausforderungen
Was bedeutet all das für dich als Shooter-Fan? Wenn du auf der Suche nach einem frischen Multiplayer-Erlebnis bist und dich große Karten, taktisches Teamplay und ein ambitionierter Entwickler ansprechen, könnte Highguard trotz seiner Schwächen einen Blick wert sein. Gerade weil Wildlight auf Nutzerfeedback reagiert, hast du die Möglichkeit, aktiv zur Weiterentwicklung beizutragen.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein: Wird Highguard zu einem Geheimtipp für Shooter-Enthusiasten oder reiht es sich in die Liste der ambitionierten, aber gescheiterten Titel ein?
Was hältst du von Chad Greniers Aussage und dem aktuellen Zustand von Highguard? Schreib es uns in die Kommentare!




