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Highguard bricht ein – Entwickler planen Rettung mit neuen Inhalten und Patches

Highguard ist erst seit dem 26. Januar 2026 erhältlich, doch der Multiplayer-Shooter von Wildlight Entertainment hat schon jetzt mit einem massiven Einbruch bei den Spielerzahlen zu kämpfen. Laut Daten von SteamDB sank die Zahl der gleichzeitig aktiven Nutzer von einem beeindruckenden Startwert von 97.249 Spielern auf nur noch etwa 19.000 innerhalb von 24 Stunden – ein Rückgang von rund 80 Prozent.

Dieser dramatische Einbruch veranlasst viele dazu, die Zukunft des Spiels infrage zu stellen. Dennoch ist es zu früh, Highguard abzuschreiben. Zwar hat das Spiel mit den typischen Problemen eines Live-Service-Titels zu kämpfen – darunter technische Schwierigkeiten, Matchmaking-Probleme und Kritik an der Monetarisierung –, doch das Grundgerüst scheint solide genug, um sich langfristig zu etablieren.

Ein starker, aber holpriger Start

Wie kam es zum schnellen Spielerzuwachs und dem anschließenden Einbruch? Highguard wurde als Überraschungstitel bei den Game Awards 2025 enthüllt und nur knapp einen Monat später veröffentlicht. Die Ankündigung als „One More Thing“ am Ende der Show erzeugte große Aufmerksamkeit, aber auch hohe Erwartungen, die das Spiel nicht in allen Bereichen erfüllen konnte. Der plötzliche Launch ohne große Vorlaufzeit führte zu einem gewaltigen Ansturm, der die Server an ihre Grenzen brachte.

Die Folge waren technische Probleme, die das Spielerlebnis trübten und in einer Welle negativer Bewertungen mündeten. Auch das Genre selbst – ein PvP-Heldenshooter mit Basisangriffen und Lootsystem – ist hart umkämpft und verlangt nach ständiger Balance und frischem Content, um die Spielenden bei Laune zu halten.

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Was Highguard spielerisch auszeichnet

Was macht das Gameplay von Highguard besonders? In Highguard schlüpfst du in die Rolle eines sogenannten „Warden“ – magisch angehauchte Revolverhelden, die um die Kontrolle über eine mythische Welt kämpfen. Der Mix aus klassischer Shooter-Action, Reitkämpfen, zerstörbaren Umgebungen und Fantasy-Fähigkeiten hebt Highguard von anderen Genrevertretern ab.

Das Matchdesign ist dreiphasig: Zunächst sammelst du Ressourcen, dann zerstörst du gegnerische Verteidigungen mit dem sogenannten „Shieldbreaker“, bevor du schließlich die Basis des Feindes angreifst. Diese Struktur sorgt für strategische Tiefe und Abwechslung, die viele Spielerinnen und Spieler als erfrischend empfinden.

Vergleich zu anderen Live-Service-Shootern

Wie steht Highguard im Vergleich zu ähnlichen Titeln da? Trotz der sinkenden Zahlen steht Highguard im Vergleich zur Konkurrenz deutlich besser da. Das prominenteste Beispiel: Concord – ein anderer Live-Service-Shooter – kam nie über 700 gleichzeitige Spieler hinaus. Auch wenn Highguard aktuell bei rund 11.500 aktiven Spielerinnen und Spielern liegt, sind diese Zahlen für ein neues Spiel im Live-Service-Bereich nicht katastrophal.

Ein entscheidender Vorteil: Highguard ist kostenlos. Während Concord 40 Euro kostete, kannst du Highguard gratis auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S spielen. Das senkt die Einstiegshürde deutlich und könnte langfristig für Wachstum sorgen, sofern die Entwickler die richtigen Schlüsse ziehen.

Die Rolle des Entwicklerstudios

Wer steckt hinter Highguard und welche Pläne gibt es? Wildlight Entertainment wurde von Veteranen gegründet, die zuvor an Spielen wie Apex Legends, Titanfall und Call of Duty gearbeitet haben. Schon vor dem Release kündigte das Studio eine ehrgeizige Roadmap an: Alle zwei Monate soll ein neuer spielbarer Charakter erscheinen, begleitet von weiteren Inhalten wie Maps, Waffen und Events.

Diese langfristige Planung zeigt, dass Wildlight es ernst meint mit dem Live-Service-Modell. Sollte es gelingen, die technischen Probleme in den Griff zu bekommen und auf das Feedback der Community zu reagieren, könnte sich Highguard zu einem echten Dauerbrenner entwickeln.

Ein entscheidendes Wochenende steht bevor

Warum ist das kommende Wochenende so wichtig? Da Highguard an einem Montag veröffentlicht wurde – einem eher ruhigen Wochentag für Releases –, steht der erste große Härtetest am kommenden Wochenende an. Die Entwickler hoffen, dass stabile Server, ein überarbeitetes Matchmaking und erste Patches für ein besseres Erlebnis sorgen werden.

Gelingt dies, könnten viele Spielerinnen und Spieler zurückkehren oder neu einsteigen. Die Mundpropaganda spielt dabei eine zentrale Rolle: Erste Stimmen loben bereits das kreative Gameplay und die taktische Tiefe, trotz der Startprobleme.

Wie es mit Highguard weitergehen könnte

Hat Highguard eine Zukunft? Die Antwort hängt stark davon ab, wie konsequent Wildlight auf die aktuelle Situation reagiert. Der Inhalt für die nächsten Monate ist bereits geplant – wenn die Umsetzung stimmt, könnte sich Highguard stabilisieren und eine loyale Community aufbauen. Das Fundament ist vorhanden: ein interessantes Spielkonzept, ein engagiertes Entwicklerteam und ein faires Preismodell.

Ob Highguard jedoch irgendwann mit Größen wie Overwatch konkurrieren kann, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Trotz des massiven Einbruchs ist das Spiel noch lange nicht am Ende. Mutige Designentscheidungen, regelmäßiger Content und eine offene Kommunikation mit der Community könnten Highguard mittelfristig retten.

Was denkst du über den bisherigen Verlauf von Highguard? Hast du dem Spiel schon eine Chance gegeben oder wartest du erst mal ab? Teile deine Meinung gerne in den Kommentaren!

Miriam V.

Miriam schreibt bei PlayCentral über alles, was blinkt, lootet oder EXP gibt. Wenn sie nicht gerade über neue Releases berichtet, verliert sie sich wahrscheinlich in einem Open-World-RPG – auf der ewigen Suche nach dem einen Sidequest, den sie noch nicht abgeschlossen hat. Kaffee ist ihr Buff, Gaming ihr Endgame.
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