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Games: Im All, in der Natur und auf der Farm – Das Lineup von Focus Home Interactive

Von Wladislav Sidorov - News vom 11.03.2016 18:55 Uhr

Dienstag, etwa 4 Uhr – wir bereiten uns auf einen kleinen Trip nach Paris vor, denn dort stellt uns Publisher Focus Home Interactive sein Lineup für 2016 vor. Ein gutes Dutzend an Spielen präsentierte das französische Unternehmen und setzte dabei auf eine abwechslungsreiche Mischung: Wir begeben uns in die Tiefen des Weltalls, kümmern uns um unseren Job als Landwirt und spielen einen ausgeklügelten Kobold, dessen Fähigkeiten vor allem im Bereich des Diebstahls liegen. Vor Ort waren auch die Entwickler von Life is Strange, DONTNOD, die uns erstmals und weltweit exklusiv einen Einblick in Vampyr gaben, dem neuen und vielversprechenden Titel des Studios. Auch einige Indieentwickler waren vor Ort und präsentierten uns ihre Kreationen, mit Seasons After Fall haben wir sogleich unseren Indiehit des Jahres gefunden. Ein Überblick über alles, was bei Focus in den nächsten beiden Jahren so ansteht.

The Technomancer

Mitten auf dem Mars schaufeln sich die Menschen einmal mehr ihr eigenes Grab. Auch in den Weiten des Weltalls schafft es die Menschheit nicht ihren Frieden zu finden, stürzt sich in das nächste Dilemma und zettelt Kriege an, die nie mit Glorie, sondern stets mit blutigem Niedermetzeln gespickt sind. Vor mehreren Jahrzehnten, inzwischen sogar mehr als einem Jahrhundert, brach urplötzlich der Kontakt zur Erde ab. Niemand weiß, was genau auf dem blauen Planeten vor sich geht, die Mars-Bewohner selbst werden langsam ungeduldig. Die Zukunft ist unklar: Die Wasservorräte neigen sich dem Ende zu, die Gesellschaft tritt sich gegenseitig  zurück in die Steinzeit und wirft kein gutes Licht auf mehrere Jahrtausende menschlicher Zivilisation, die nie einen Plan B hat, sondern stets zu Plan A greift: Krieg.

Inmitten des Chaos werdet ihr von einem Sklaven zum Technomancer auserwählt, was einem Sprung von der untersten Schicht der regulären Gesellschaft hin zu einer Eliteeinheit der Oberschicht darstellt. Von der einen zur anderen Seite der zivilen Schere werdet ihr von eurem Mentor mit magischen Fähigkeiten ausgebildet, der die Elektrizität innerhalb seines Körpers zum Angriff nutzen kann. Das Ende des Mars rückt näher und näher und ihr seid der letzte eurer Art, der letzte noch lebende Technomancer, der jetzt Kontakt zur Erde aufnehmen soll. Übrigens: Ihr könnt nur ein Mann sein, eine Geschlechterauswahl besteht nicht.

Die Spielwelt, inspiriert von der ehemaligen und zerfallenen UDSSR, erinnert aufgrund ihres relativ generischen Stils unweigerlich an eine Mischung aus Mass Effect und Dead Space. Stein, Stein, Stein, Stein und Stein scheinen die einzigen Objekte zu sein, die man auf der Oberwelt auffinden kann. Grafisch macht The Technomancer allerdings nicht unbedingt einen schlechten Eindruck, auch wenn die Framerate der PS4-Version stark instabil wirkte und die Animationen nicht sonderlich flüssig, sondern etwas stockig verliefen. Was die Belichtung und die Texturenschärfe angeht scheint aber alles einwandfrei und auf Augenhöhe aktueller Vollpreisspiele zu sein.

Ganz klassisch, es scheint mittlerweile zum Standard zu werden, ist The Technomancer eine Mischung aus Rollenspiel und Shooter: Ihr könnt während eurer Reise durch die Welt zwischen vier unterschiedlichen Klassen wählen – Technomancer, Schurke, Krieger, Beschützer – die mit eigenen Fähigkeiten ausgestattet sind. Dazu kommen fünf Begleiter, über die ihr im Laufe der Geschichte frei verfügen könnt und die sich ebenfalls voneinander unterscheiden. Steigt ihr in eurem Level auf, könnt ihr am Skilltree eure Fähigkeiten weiter verbessern. Hier gibt es eine ordentliche Auswahl an neuen Features zu entdecken, wer sich also gerne hocharbeiten möchte, der wird hier definitiv glücklich. Obendrein gibt es für Loot-Freunde ein umfangreiches Craftingsystem, von dem ihr im Laufe der Geschichte auch lieber Gebrauch machen solltet.

Apropos Geschichte: Entwickler Spiders möchte The Technomancer vor allem "storydriven" gestalten. Ihr progressiert also vor allem in der Erzählung und nicht unbedingt in der eigenen Charakterbildung. Obligatorisch sind inzwischen die nachwirkenden Entscheidungen geworden, die ihr auch in The Technomancer treffen müsst. Diese sollen sich jedoch nicht sofort, sondern verspätet auswirken und geben somit kein direktes Feedback wider.

The Technomancer soll im Mai 2016 für PlayStation, Xbox One und PlayStation 4 veröffentlicht werden.

Battlefleet Gothic: Armada

Mitten im Universum von Warhammer 40K – wir geben zu: mittlerweile wirkt es so, als würde Eigentümer Games Workshop die Lizenz nur noch so hinterherschmeißen – dürfen wir zum Befehlsherrn unserer Raumschiffflotte werden. Entwickler Tindalos Interactive setzt in Battlestar: Gothic Armada auf ein möglichst dynamisches und forderndes Gameplay, das vor allem durch kluges Vorausdenken und einer Menge Taktik geprägt ist.

Battlefleet erzählt seine eher nur nebenbei verlaufende Geschichte in einer coolen Comicoptik und nicht mit aufwändigen CGI-Sequenzen, wobei letztere höchstens beim Zerbersten eines Schiffes zum Zuge kommen. Eure Schiffe, die in verschiedene Kategorien wie Kriegsschiffe und Transporterschiffe unterteilt sind, könnt ihr für den großen Kampf individuell anpassen und vorbereiten. Neben fünf anpassbaren Sektionen wie dem Generator oder den Waffen könnt ihr auch über die Ausbildung und Wahl eures Managements entscheiden, um die Flotte auch kompetent ausstatten zu können. 

Vor jeder Runde, die über eine Karte im Stile des Solarsystems auswählbar ist, könnt ihr die Startposition eurer Schiffe und weitere Konfigurationen vornehmen. Im Kampf selbst wird dies dann ein wenig rundenbasiert, so Romain Clavier, Game Director von Battlefleet. Neben Raketen und Laserstrahlen lassen sich auch Fallen und weitere Objekte platzieren, um die Gegner niederzukriegen. Die Gegner unterscheiden sich ebenfalls stark voneinander und können aus normalen Raumschiffen bestehen, sich teilweise hin und zurück warpen um euren Angriffen auszuweichen oder ein gottverdammtes Ork-Raumschiff sein. Das Ork-Raumschiff wird übrigens kontrolliert von Orks und schießt mit Orks. Ob die Orks mit Orks auch andere Orks angreifen wissen wir nicht.

Battlefleet: Gothic Armada basiert auf der Unreal Engine 4 und soll noch diesen März exklusiv für PC erscheinen. Im Multiplayer werden maximal 2 versus 2 Kämpfe angeboten.

Space Hulk: Deathwing

Yay, noch mehr Warhammer 40K: Auch Space Hulk Deathwing bedient sich an Games Workshops Lizenz und versucht sich möglichst problemlos in das schon umfangreiche Universum einzufügen. Es handelt sich mittlerweile um den zweiten Teil der Reihe, wobei der erste noch von einem gänzlich anderen Entwicklerstudio kreiert wurde. Das neue Studio, Streum On, möchte gleich alles besser machen – und tatsächlich, im Vergleich zum Vorgänger sieht Deathwing deutlich solider aus.

Schnelles Vorankommen ist in Space Hulk: Deathwing ein großes Fremdwort, davon ist hier nämlich keine Rede. In der Haut eines Space Marines bewegt ihr euch nur sehr langsam vorwärts und müsst deshalb bei flinken Gegnern besonders aufpassen. Zum Glück helfen euch inmitten der großen Hallen eure zwei KI-Kumpanen, mit denen ihr die Tiefen der Space Hulks erforschen sollt und die euch so gut wie möglich versuchen Rücken- sowie Flankendeckung zu verschaffen. Auf Wunsch könnt ihr euch mit einigen Freunden im Koop-Modus gemeinsam in das Abenteuer stürzen und so auf die Macht des Computers verzichten. Die Space Hulks, in denen ihr euch tummelt, basieren dabei auf tatsächlichen Raumschiffen.

Ein zurück gibt es übrigens nicht: Es geht nur voran, immer geradeaus, auf der Suche nach dem, was hier passiert ist. Dabei entdeckt ihr neue Waffen und Fähigkeiten, die ihr euch zunutze machen könnt und die euch bei eurer weiteren Reise überaus hilfreich werden. Die Auswahl ist hierbei allerdings recht klassisch gehalten: Es gibt Fernkampfwaffen und Nahkampfwaffen und das war es eigentlich auch schon.

Technisch wirkt Space Hulk: Deathwing absolut einwandfrei. Stimmige Lichtbilder, geprägt durch wuchtige Massen und exotischen Architekturen sorgen für ein echtes Weltraumfeeling. Zusammen mit der Träge eures Raumanzugs bildet sich so eine perfekte Symbiose mit dem All und eine echt interessante Progression.

Space Hulk: Deathwing soll im Laufe des Jahres 2016 für PC, PlayStation 4 und Xbox One erscheinen und basiert auf der Unreal Engine 4.

The Surge

Mitten in Frankreich begeben wir uns zurück nach Deutschland – zumindest teilweise! Der Hamburger Entwickler Deck13, der zuletzt mit Lords of the Fallen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte, begibt sich mit The Surge in das Sci-Fi-Universum und einer Zukunftsutopie, in der der Mensch die Kontrolle über seine eigene Kreationen verloren hat.

Was passiert, wenn der Mensch mehr und mehr auf Exo-Rüstungen und technischen Kreaturen setzt, um sein eigenes Talent unglaubhaft stark in die Luft zu katapultieren? Der aktuelle technologische Fortschritt, der weite Teile unseres Lebens und der natürlichen Umgebung einnimmt, nimmt auch in The Surge keinen Halt. So kommt es dazu, dass die Erforschung zum Nutzen mechanischer Wesen weiter vorangetrieben wird, bis irgendwann die Blase platzt. Ihr, als Arbeiter in einer der Fabriken, werdet eines Tages mit ihnen konfrontiert, als sie sich plötzlich eigenartig benehmen. Waren sie zuvor noch neutral eingestellt, sind sie nun nicht ganz so freundlich auf euch zu sprechen und wechseln zum Angriff auf euch und eure Kollegen, von denen nur wenige verschont geblieben sind.

Auf dem Weg in die Sicherheit müsst ihr euch nun den feindseligen Robotern stellen, wobei auch einige Menschen merkwürdigerweise nicht wollen, dass ihr dies schafft. Langsam und methodisch wie beim großen Vorbild Dark Souls müsst ihr euch nun vorarbeiten, wer nur auf die Tasten hämmert, der wird nicht lange überleben. Es gilt: Angreifen, wenn es klug ist, ausweichen, wenn es erforderlich ist, eure Ausrüstung nutzen, wenn ihr geschwächt seid. Beim Angriff dürft ihr euch dann auf einzelne Körperpartien eurer Gegner fokussieren, um Ausrüstung sprichwörtlich von ihnen abzuschneiden. Diese könnt ihr euch dann selbst aufsetzen und so die Rüstung eurer Gegner zu eurem Nutzen umwandeln. 

Den Loot, den ihr dabei bekommt, könnt ihr natürlich mit einem Craftingsystem weiter umwandeln. Ein großer Fokus wird hier deshalb vor allem auf eure Ausrüstung gesetzt, denn an den Stellen, in denen ihr nicht geschützt seid, seid ihr so stark verwundbar, dass schon ein Schlag euer Ende bedeuten kann. Dies gilt auch für eure Feinde, die ebenfalls Schwachstellen aufweisen welche von euch genutzt werden sollten, um sie zu überwältigen. Was den Kampf angeht, werdet ihr jedoch ausschließlich mit Nahkampfwaffen auskommen müssen, richtige Fernkampfwaffen existieren nicht. Zur Freude aller verliert ihr bei eurem Tod keine Ausrüstung, das wäre wohl euer komplettes Ende im ganzen Spiel, sondern nur Erfahrungspunkte.

Auch The Surge sieht grafisch völlig einwandfrei aus und besticht durch sein klar futuristisches und von mechanischen Aspekten geprägtes Ambiente. Kritik fällt dabei aber definitiv auf den von euch gesteuerten Charakter, der absolut leblos wirkt und zu dem sich absolut keine Bindung aufbauen lässt. Die Gegner hingegen fallen durch abwechslungsreiches und gelungenes Design auf, einen können wir bis heute nicht vergessen – aber das wäre an dieser Stelle ein Spoiler.

The Surge soll im Frühjahr 2017 für PlayStation 4, Xbox One und PC erscheinen.

 

Landwirtschafts-Simulator 17

Zurück aus den Weiten des Alls geht es in etwas realistischere Gefilde. Einmal mehr ist es Zeit für den Landwirtschaft-Simulator, der in seiner jüngsten Variante einmal mehr den großen Naturfreund in euch weckt. Was sich die Entwickler von GIANTS Software diesmal ausgedacht haben?

Mit dem Landwirtschafts-Simulator 17 erwarten euch aus technischer Sicht zahlreiche Verbesserungen. Die neueste Version des Titels kommt mit einem völlig neu programmierten Shader daher, der dem Titel deutlich mehr Stimmung verpasst. Schärfere Texturen und Optimierungen in der künstlichen Intelligenz eurer programmierten Mitstreiter sollen die Upgrades aufrunden.

Die zahlreichen Aufgaben, die ihr im Landwirtschafts-Simulator erledigen dürft, werden auch in diesem Jahr auf euch warten. So könnt ihr euch einmal mehr als Förster im Wald betätigen, auf der Farm der täglichen Ernte nachgehen und im Stall eure Tiere heranzüchten, um weitere landwirtschaftliche Erzeugnisse vermarkten zu können. Kümmert ihr euch um alle drei Sachen, könnt ihr untereinander sogar weitere Verbesserungen freischalten: Wer einmal eine Kuh hat, der bekommt Dünger, den er dann in der Forst- und Landwirtschaft für bessere Produktionsergebnisse verwenden kann.

Erstmals könnt ihr euch beim Pflanzen zudem über Sonnenblumen freuen, die bislang nur über Mods ins Spiel implementiert werden konnten. Mehr als 200 Fahrzeuge von über 60 Lizenzpartnern erwarten euch, vier neue Lizenzen kommen dieses Jahr dazu: Fendt, Massey Ferguson, Challenger und Valtra. Diese lassen sich obendrein auch noch weiter ausstatten und individuell anpassen, um die Produktivität zu steigern. Und wer das nötige Kleingeld für die Maschinen nicht aufwenden kann, der least sich die Produkte ab sofort einfach.

Wer seine Farm nicht alleine verwalten möchte, der kann seine Freunde zu einer kleinen Arbeitstour auf dem Land einladen. Die Aufgaben müsst ihr dann nicht mehr alleine mit euren KI-Kumpanen erledigen, sondern könnt euch dann entspannt mit euren Freunden absprechen.

Der Landwirtschafts-Simulator 17 erscheint Ende 2016 zeitgleich für PS4, Xbox One und PC.

Call of Cthulhu

Ein paar Psychospielchen stehen im Programm von Focus ebenfalls an: Mit Call of Cthulhu bedient sich die Cyanide Studios an H. P. Lovecrafts Romanen und will die Stimmung und Gefühle aus dem Universum in ein interaktives Abenteuer verwandeln. 

Wirklich viel konnten wir im Rahmen der Präsentation nicht über den Titel erfahren – der befindet sich nämlich noch ganz am Anfang der Produktionsphase. Fest steht nur, dass Spieler hier eine Stimmung erwarten soll, die Titeln wie Amnesia ähneln wird. 



Ihr spielt dabei einen Privatdetektiv, der zahlreiche schreckliche Geschehnisse aufdecken soll und dabei seine Erlebnisse als Kriegsveteran verarbeitet. In den USA des Jahres Jahr 1924 kommt es dabei zu zahlreichen unerklärlichen Ereignissen, die nach und nach erforscht werden wollen. Was ihr dabei entdeckt, lässt euch allerdings allmählich an eurem eigenen Verstand zweifeln – und je schlimmer es wird, desto schlimmer zeigt sich dies auch in der Umgebung.

Bei euren Untersuchungen seid ihr gänzlich unbewaffnet, eure Kreativität ist erforderlich, um langfristig in der Welt bestehen zu können. Ihr könnt aber bis zu drei weitere Ermittler anstellen, die euch dann bei den Recherchen aushelfen werden – aber auch selbst sterben können. Um eure Erforschungen erfolgreich bestreiten zu können, helfen euch die Fähigkeiten Untersuchen, Überreden, Infiltration, Kriminologie und Trauma.

Mehr Informationen zu Call of Cthulhu sollen erst 2017 folgen, dann ist auch der Release geplant. Die Veröffentlichung wird derzeit nur für den PC in Erwägung gezogen, die Konsolen könnten aber ebenfalls zum Zuge kommen.

Styx: Shards of Darkness

Durchaus weiter in der Entwicklung ist Cyanide derzeit mit Styx: Shards of Darkness, das euch jedoch in der Konfrontation komplett außen vorlassen will. Der Kobold, und gleichzeitig Namensgeber der Reihe, Styx ist nämlich vor allem auf den großen und unbemerkten Diebstahl aus und hat im Vorgänger schon einmal eine solide Figur gemacht.

Dabei kann es sich um kleines, aber auch überaus wertvolles Diebesgut handeln, das ihr so leise und unsichtbar wie möglich aus den zu infiltrierenden Gebieten herausschafen sollt. Wer trotzdem zur rabianten Mordvariante greift, der sollte dabei zumindest versuchen ein wenig Geschick aufzuweisen, um die Gegner wenigstens unbemerkt an einen anderen Ort zu schaffen.

In Styx: Shards of Darkness solltet ihr deshalb stets für ein möglichst leises und unbemerktes Vorgehen gewappnet sein. Dabei hilft euch die ausgesprochen hervorzuhebende Agilität und Körperkunst des Kobolds. Der kann das Überwinden von Abhängen, das Emporklettern von Wänden und waghalsige Sprünge nämlich mit links meistern. Das Beherrschen der körperlichen Fähigkeiten von Styx erweist sich für euch im Laufe des Spiels als äußerst essenziell: So manch einen Abschnitt werdet ihr nicht unversehrt überstehen können, sofern ihr die zahlreichen Objekte nicht kreativ zu eurem Nutzen verwendet.

Dabei unterscheiden sich die einzelnen Umgebungen voneinander in verschiedenen Arten und Weisen: Mal stehen euch bei einem Dock Seile zur Verfügung, die ihr zum eleganten Überschwingen nutzen könnt, an einem anderen Ort müsst ihr euch hingegen länger an einem Abhang entlangen angeln, um letztendlich zum Ziel zu gelangen. Im Gegensatz zum Vorgänger werdet ihr dabei nicht mehr nur dunkle und unheimliche Umgebungen erkunden müssen, sondern werdet auch auf freundlicheres und helleres Ambiente stoßen können.

Styx: Shards of Darkness soll noch in diesem Jahr für PC, PlayStation 4 und Xbox One erscheinen.

 

Shiness

Ursprünglich per Kickstarter im Jahr 2014 erstfinanziert, erwartet euch mit Shiness: The Lightning Kingdom eine ganz besondere Mischung aus JRPG und westlichem Charme. Die Idee zum Spiel entstand zuerst vor etwa zwanzig Jahren, doch das merkt man dem Titel nich an – denn Shiness sieht in seiner ersten Präsentation so lebendig aus wie man es sich kaum erdenken könnte.

Der comichafte Artstyle mit leichtem Cell-Shading-Look ist dabei nur die Kirsche auf dem Kuchen, denn das leckerste Schmankerl befindet sich inmitten des Gesamtkunstwerks: Das Gameplay. Wer von einem Spiel, das sich offensichtlich von JRPGs inspirieren ließ, klassische rundenbasierte Kämpfe erwartet hat, der hat weit gefehlt. Stattdessen verwandelt sich die Umgebung um den Spieler bei einer Konfrontation mit einem Gegner in eine Arena inklusive dynamischem und actionreichem Schlagabtausch.

Dabei helfen euch die Standardfähigkeiten der einzelnen Helden und natürlich auch Kombinationen – klassischer Fightingspaß eben! Um euch auf die einzelnen Feinde auch ausgesprochen gut vorbereiten zu können, seid ihr allerdings darauf angewiesen, die Fähigkeiten eurer Helden alle zu kennen. Habt ihr dies drauf, könnt ihr jederzeit zwischen ihnen wechseln und sie so abwechselnd in den Kampf schicken lassen, um die Schwachstellen der Gegner effektiv auszunutzen. Natürlich lassen sich dabei auch einige magische Spells nutzen.

Shiness soll noch in diesem Jahr für Windows, Mac und Linux erscheinen – ein Release für PS4, Xbox One und Wii U ist ebenfalls in Planung.

Seasons After Fall

Es könnte sich dabei um das schönste und putzigste Spiel des Jahres handeln: Mit Seasons After Fall veröffentlicht das französische Entwicklerstudio von Swing Swing Submarine ihren mittlerweile dritten Titel und das mit einem überaus kleinen und überschaubaren Entwicklerteam. Seasons After Fall hätte sogar ursprünglich der Debüttitel des Studios werden sollen, doch Kapazitätsprobleme sorgten dafür, dass man sich zuerst an Blocks That Matter und Tetrobot & Co. versuchte, bis man endlich bei ihrem Ursprungswerk angelangt war.

Wie schon bei den früheren Spielen des Studios erwartet euch mit Seasons After Fall ein auf den ersten Blick beschaulicher, auf den zweiten Blick aber überaus kniffliger Puzzler mit Platformer-Elementen. Im Spiel übernehmt ihr durchgehend die Rolle eines Fuchses mit einer besonderen Eigenschaft: Ihr könnt die Jahreszeiten jederzeit verändern.

Das ist gleichzeitig auch die Grundmechanik des Titels. Verschiedene Pfade lassen sich nur in bestimmten Jahreszeiten freischalten, manche Objekte könnt ihr erst in Bewegung setzen, wenn ihr in einer anderen Jahreszeit die entsprechende Voraussetzung dafür geschaffen habt. In den einzelnen Leveln müsst ihr deshalb munter durch den Frühling, Sommer, Herbst und Winter wechseln, um vorankommen zu können. Während einige Pflanzen lediglich im Sommer wachsen und ihr nur dadurch in eine höher gelegene Ebene gelangt, wuchern im Herbst die Pilze, um euch wie in einem Aufzug hochzuschieben und im Winter verlieren manche Büsche ihre Deckkraft und lassen euch ungehindert durch.

Hervorzuheben ist definitiv der unglaublich schöne und bezaubernde Artstyle von Seasons After Fall. Die komplett per Hand gezeichneten Figuren und Objekte haben uns in der ersten Minute bereits geflasht, nach zehn Minuten wollten wir einen Screenshot erstellen und uns das Bild an die Wand tapezieren. Der mit einem Streichorchester eingespielte Soundtrack sorgt abrundend für das perfekte audiovisuelle künstlerische Ergebnis.

Seasons After Fall soll 2016 erscheinen – vorerst jedoch nur für PC.

Space Run Galaxy

Wer gerne mit Traditionen bricht, der sollte sich Space Run Galaxy gründlich anschauen. Der kleine Space-Indie mischt die Welt der Tower Defense Spiele ordentlich auf und ernennt euch dafür zum Kommandeur über eure beschauliche Raumschiffflotte, die zahlreiche Lieferaufträge für renommierte Kunden des Sonnensystems erledigen soll.

Dabei schaut ihr stets von oben auf euer Raumschiff und stattet es mit einigen Modulen aus, um den heranschwebenden Feinden trotzden zu können. Diese gilt es nicht nur mit einer ordentlichen Salve abzuschießen, nein, ihr müsst natürlich auch so schnell wie möglich eure Lieferung an den Kunden bringen. Hier ist die perfekte Mischung aus den richtigen Modulen gefragt, um die richtige Balance zwischen Geschwindigkeit und Abwehr wahren zu können.

Euer ausbaubares Raumschiff ist obendrein mit weiteren Slotplätzen in Form von Hexagonen ausrüstbar, außerdem könnt ihr ihm neue Fähigkeiten verleihen, um noch stärkere und mächtigere Gegnerflotten überstehen zu können. Die Gegner unterscheiden sich dabei von Mission zu Mission – mehrere hundert sollen davon standardmäßig im Spiel integriert sein.

Neue Zellen und Ressourcen lassen sich zudem über den auf den ersten Blick merkwürdigen Multiplayer-Modus erwirtschaften: Ihr arbeitet zusammen, ohne zusammen zu spielen. Im Menü lassen sich nämlich Aufträge anderer Spieler annehmen, um für sie eine Mission zu erledigen – dafür bekommt ihr dann einen Bonus, der andere Spieler bekommt einen Bonus und alle sind glücklich. Die einzelnen Missionen lassen sich obendrein auch selbst kreieren, Freunde vom Tower Defense erwarten somit also theoretisch unendlich viele Aufträge.

Space Run Galaxy im Sommer 2016 für PC erscheinen.

Vampyr

Mit Life is Strange hat Entwickler DONTNOD Entertainment den wohl gefragtesten Titel in YouTube Deutschland auf den Markt gebracht. Gerade bei unserem Superhomie Gronkh fieberten hunderttausende Zuschauer mit Chloe und Max und ihrem kuriosen, spannenden sowie überaus liebenswürdigen Abenteuer mit. 

Mit Vampyr steuert DONTNOD eine gänzlich andere Richtung ein: Das Action-RPG versetzt euch in die Rolle von Jonathan Reed, einen ehemaligen Arzt, der sich im ersten Weltkrieg einen Namen gemacht hat. Zurück in seiner Heimatstadt London bricht dort die spanische Grippe aus und lässt nach und nach jeden Bewohner elendig verenden. Ihr selbst wurdet jedoch zum Vampir, der nun mit einem Zwiespalt leben muss: Töten oder sterben?

Denn wie es sich für einen Vampir gehört, benötigt ihr zum Überleben das Blut Lebender. Saugt ihr das Blut aus demjenigen aus, steigern sich so auch eure Kräfte, während ihr in der Storyline diverse Untersuchungen zum Ursprung der Grippe anstellen wollt. Dabei trefft ihr auf überwiegend unschuldige Personen, die allesamt über eine eigene Geschichte verfügen und jederzeit zu eurem Opfer werden können. Jeder Tod eines Unschuldigen wirkt sich dabei auch auf die Nachwelt aus, im späteren Verlauf werdet ihr mit den direkten Konsequenzen mehr oder weniger angenehm konfrontiert.

Die von euch gefällten Entscheidungen über Leben oder Tod der Bewohner werden euch manchmal jedoch ganz schön nahe gehen, je näher ihr sie kennenlernt. Du hast gerade die Lebensgeschichte einer Witwe gehört, die ihren Mann im Krieg verloren hat und in Armut und Schmerz lebt? Naja, Du brauchst frisches Blut – töten oder nicht?

Natürlich werden euch bei eurer Erkundung durch London auch zahlreiche Widersacher begegnen, die euch mehr oder weniger freundlich aufnehmen werden. Neben den üblichen Nah- und Fernkampfwaffen könnt ihr euch auch mit der Faust oder mit speziellen Fähigkeiten bekämpfen. Besondere Eigenschaften wie Teleportieren oder Gedankenkontrolle erleichtern das Geschehen.

Vampyr soll 2017 für PS4, Xbox One und PC erscheinen.

 

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