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Elgato Wave Go – Das kabellose Mikrofon-Set für Creator im Test

Ein Mikrofon für zwei Einsatzmöglichkeiten

Alle Geräte fühlen sich sehr leicht und trotzdem gut verarbeitet an. Lediglich der Empfänger, der ausschließlich per USB-C genutzt werden kann, erweckt den Eindruck, einen möglichen Sturz nicht zu überstehen.

Das Ansteckmikrofon kann praktischerweise per Magnet oder Klemme an der Kleidung befestigt werden. Der Magnet hält dabei auch durch einen Pullover mühelos.

Bildquelle: Elgato

Das Handmikrofon hingegen ist zunächst einmal nur eine leere Hülle. Zur Benutzung muss die oben liegende Kapsel aufgeschraubt und das Ansteckmikrofon hineingesteckt werden. Somit liegt dem Set nur ein echtes Mikrofon bei.

Bildquelle: Elgato

Wer gerne Hand- und Ansteckmikrofon gleichzeitig nutzen oder bei zwei Personen je einen Anstecker befestigen möchte, kann für 29,99 Euro ein zusätzliches Mikrofon erwerben. Praktischerweise unterstützt der Empfänger bis zu zwei Mikrofone, womit sich der preisliche Mehraufwand sehr im Rahmen hält.

Schnell einsatzbereit, aber auf USB-C beschränkt

Die eigentliche Nutzung des Mikrofons geht dabei extrem schnell. Der Empfänger wird über das Handy beziehungsweise Tablet mit Strom versorgt und ist direkt einsatzbereit.

Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass das Wave Go ausschließlich an Handys, Tablets und Computern mit USB-C-Anschluss genutzt werden kann. Ein Anschluss an Systemkameras oder Audiomischpulte ist nicht möglich und von Elgato auch nicht vorgesehen. Ältere Geräte und jene mit Lightning-Anschluss werden gar nicht unterstützt.

Das ist einer der größten Unterschiede zu Konkurrenzprodukten wie dem DJI Mic, wobei diese auch deutlich teurer sind.

Das Mikrofon selbst besitzt nur einen einzigen Knopf und verbindet sich innerhalb von Sekunden mit seinem Gegenstück. Sind die Geräte eingeschaltet, lassen sie sich stummschalten, indem der Knopf zweimal gedrückt wird.

Auch der Wechsel in das Handmikrofon ist innerhalb kürzester Zeit möglich. Und ja, das Handmikrofon ist im Vergleich zu einem richtigen Reportermikrofon winzig klein, aber ehrlicherweise auch völlig ausreichend. Immerhin stört es so weniger im Bild.

Schade, dass auf beiden Geräten recht prominent das Elgato-Logo zu sehen ist, doch das gibt es ebenfalls bei anderen Herstellern.

Der Handgriff dient gleichzeitig als Powerbank

Noch bevor ich den praktischen Einsatz getestet habe, schaute ich mir das Ladekonzept genauer an. Die Transportbox dient dabei, anders als etwa beim DJI Mic 3 oder Apples AirPods, nicht als Ladeschale mit integriertem Akku.

Bild: PlayCenral.de/Dustin Hasberg

Wenn die Box per USB-C verbunden ist, wird das Mikrofon aufgeladen. Darüber hinaus wird auch ein integrierter Akku im Handgriff des Reportermikrofons geladen. Dieser Akku dient als Powerbank und lädt das kleine Mikrofon auf, wenn dieses angeschlossen ist.

Elgato gibt für das Mikrofon eine Laufzeit von circa acht Stunden an. Dauert der Drehtag mal wieder länger, kann das Mikrofon mithilfe der Powerbank bis zu fünfmal vollgeladen werden.

Der Empfänger wird direkt über das angeschlossene Gerät, beispielsweise ein Handy, mit Strom versorgt. Praktischerweise besitzt der Empfänger auch noch einen USB-C-Anschluss, über den das Handy zusätzlich an eine externe Stromquelle angeschlossen werden kann.

Kräftiger Klang, aber keine Möglichkeit zum Live-Abhören

Im Einsatz hält das Wave Go, was es verspricht. Das Setup ist sofort einsatzbereit. Zeitaufwändiges Verkabeln oder das Verbinden von Sender und Empfänger entfallen komplett.

Ein manuelles Pegeln entfällt, da der Ton automatisch ausgesteuert wird. Das hat den Vorteil, dass während der Aufzeichnung nicht weiter darauf geachtet werden muss. Allerdings können in Sprachpausen auch leise Hintergrundgeräusche dadurch automatisch hochgepegelt werden.

Einer meiner größten Kritikpunkte ist dabei, dass ich das aufgezeichnete Signal nicht live abhören kann. In einer Umgebung mit vielen Störgeräuschen weiß ich deshalb erst nach der Aufnahme sicher, ob der Ton überhaupt zu gebrauchen ist.

Das Tonsignal selbst ist dabei sehr satt und kraftvoll. Durch den automatischen Pegel bist du nicht zu leise, gleichzeitig übersteuerst du aber auch nicht.

Der klangliche Unterschied zwischen dem internen Kameramikrofon und dem Wave Go ist mehr als deutlich. Die Verbindungsqualität war trotz mehrerer Räume Abstand jederzeit sehr gut. Das ist besonders wichtig, da im Endgerät aufgezeichnet wird und nicht im Mikrofon selbst, wie es zum Teil bei ähnlichen Produkten möglich ist.

Natürlich werden audiophile Menschen einen deutlichen Unterschied zu professionellen Mikrofonen heraushören.

Weitere Einstellungen über die Wave Go Mobile-App

Mit der Wave Go Mobile-App erhältst du weitere Einstellungsmöglichkeiten und kannst den Akkustand abrufen sowie die Firmware aller Geräte aktualisieren.

Außerdem erlaubt dir die App zu bestimmen, wie stark Hintergrundgeräusche bei der Aufnahme reduziert werden sollen oder ob du das Noise Cancelling komplett abschalten möchtest. Mithilfe der App kannst du auch den Pegel manuell einstellen.

Bildquelle: Elgato

Die App ist dabei sehr kompakt und übersichtlich. Alle Einstellungen lassen sich auf einen Blick einsehen. Das Wave Go richtet sich damit vor allem an Nutzer, die sich nicht mit tiefergehenden Audio-Einstellungen herumschlagen möchten.

Öffnet in einem neuen Tab

Dustin Hasberg arbeitet seit 2016 als selbstständiger Kameramann und Producer in den Bereichen Eventfilm, Doku und Social Media. Zwar ist er überzeugter Sony-Nutzer (und lässt das auch jeden ungefragt wissen), doch als Kameraenthusiast schaut er regelmäßig über den Tellerrand hinaus. Denn es schadet nie, sich mit allen Systemen auszukennen.

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