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Brick Force: Bauen und Ballern: Unser Ersteindruck vom Sandbox Fun-Shooter

Von Thomas Wallus - News vom 01.03.2012 14:08 Uhr

Mit Brick-Force arbeiten die Frauen und Männer beim frisch gegründeten Spiele-Entwickler und Publisher Infernum Productions an einem wahren Phänomen, denn schon in den Kinderschuhen sorgt dieser Titel in den Gaming-Communities für wahrlich verschiedene, gar schon widersprüchliche Meinungen. Einerseits übt sich die beobachtende Zocker-Zunft im Kritisieren und stempelt Brick-Force von vornherein als simplen und ideenlosen Minecraft-Abklatsch ab, andererseits ist der Sturm auf die Beta-Keys wahnsinnig groß. Dem Widerspruch auf der Spur haben wir uns direkt nach dem Beginn der Testphase aufs virtuelle Klötzchen-Schlachtfeld begeben, um uns im Bau- und Spielmodus einen ersten Gesamteindruck des Shooters zu erspielen. Was denn nun dran ist am Zwiespalt zum Thema Brick-Force, erfahrt ihr demnach auf den folgenden Seiten.

70.000 Interessenten links liegengelassen?

Keine Frage: Dem Fun-Shooter von Infernum ist in Anbetracht seines gegenwärtigen Status als junge Testversion nur wenig anzukreiden, zumindest was die technische Seite angeht. Sucht man nach Fehlern, ist man als Kritisierender daher mit Sicherheit im Vergleich zu den Entwicklern in der schwächeren Position und dennoch gab es in den Mittagsstunden des 28. Februar, dem Tag des Beta-Beginns, sicherlich die ein oder andere zu bewältigende Fragwürdigkeit in den Köpfen der Fans. Natürlich liegt es im Ermessen der Verantwortlichen, wann sich letztlich die Server-Pforten öffnen und nur die Wenigsten pochen auf einen Verzicht auf Qualität, im Sinne der Community-Pflege hat man sich am besagten Tag allerdings keine Goldmedaille verdient. Denn das ein oder andere Wort des Publishers gegenüber den Wartenden hätte sicherlich keinem geschadet und so geduldeten sich 70.000 Facebook-Fans vergebens um ein Statusupdate, während sich 2.000 Twitter-Nutzer vor jenem kaum retten konnten. Erst gegen 19:30 Uhr verlor man dann auch auf Facebook ein erstes offizielles Wort – in unseren Augen zu spät –, eine gelungene Kommunikationsstrategie geht sicherlich anders.

Als es dann gegen Mitternacht losging, schlummerten die meisten Köpfe vermutlich schon wieder. Was sie am nächsten Tag erwartete, war hingegen umso schöner, denn mit dem Start der offiziellen und mit Infos vollbepackten Brick-Force –Webseite fand ein unserer Meinung nach für ein MMOG sehr hübsches Werk seinen Weg ins World Wide Web.

Wenige Schritte zum Glück

Ins Spielgeschehen selbst wiederum startet es sich um einiges schneller. Der Download ist keine allzu große Hürde und so findet man sich als Spieler recht schnell in der Lobby von Brick-Force wieder, wo einem einige Optionen frei stehen. Wer möchte, kann sich hier direkt in einen anderen Kanal begeben, wobei dies zum Teil auch zwingend notwendig ist, möchte man zum Beispiel eigene Karten entwerfen oder Clan-Matches austragen. Dieses System ist äußerst dankbar, da es zu mehr Übersicht verhilft, indem manche Aktionen in bestimmten Kanälen gesperrt sind. Ansonsten erlaubt es einem die Lobby natürlich, einen Blick in den Ingame-Shop zu werfen oder seine eigenen Gegenstände wie beispielsweise Waffen oder Kleidungsstücke zu verwalten.

Im Vordergrund steht für Neueinsteiger aber sicherlich die Übersicht der offenen Räume. Hier genügt ein Klick, um sich direkt ins Spielgeschehen zu katapultieren. Bevor man dies allerdings in Angriff nimmt, ist es ratsam sich Gedanken darüber zu machen, welchen der bisher vier verfügbaren Spielmodi man denn überhaupt anzuspielen wünscht.    

Die vier Spielmodi von Brick-Force

Wer in der Vergangenheit je einen Fuß in einen Shooter gesetzt hat, dürfte sich auch in Brick-Force mehr als schnell orientieren können, da der MMOFPS wenig bis gar nicht an der im Genre üblichen Auswahl rüttelt. Das reinste Schützenfest stellt selbstverständlich auch im Fun-Shooter Brick-Force das Deathmatch dar, das sich als Team oder im Jeder-gegen-Jeden-Modus bestreiten lässt. Wie üblich eröffnet man als Gruppe oder eben im Alleingang das Feuer auf den Widersacher und entscheidet das Match durch das Erreichen der Höchstpunktzahl für sich.

Hinter dem „Capture the Flag“-Modus (kurz: CTF) verbirgt sich auch ein unter Gamern äußerst beliebtes Shooter-Szenario. Oberstes Ziel ist hier das Abgreifen einer in der Mitte des Schlachtfelds positionierten Flagge, die es an den Feinden vorbei zur Basis des gegnerischen Teams zu befördern gilt. Ebenfalls zu den eher strategischen Modi zählt neben dem CTF, auch der Blast-Mode. Hier ist das eigene Ingame-Leben überdurchschnittlich viel wert, da ein Ableben erst den Wiedereinstieg in der folgenden Runde erlaubt. Prinzipiell geht es aber nicht um das Motto „Last Man Standing“, sondern darum, als rotes Team einen Sprengsatz an vorgegebenen Zielen zu platzieren und so dem Feind, in der Rolle des blauen Teams, zur Niederlage zu verhelfen. Selbstverständlich – und das leuchtet ein – setzt das blaue Team alles daran, den Einzug der Anhänger der Roten ins Zielgebiet zu verhindern.

Angriff der Ballon-Köpfe

Brick-Force ist vom Aufbau her also durchaus überschaubar und verständlich gehalten. Dieser Eindruck zieht sich zudem wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel und so wird der Titel der Bezeichnung „Fun-Shooter“ äußerst gerecht. Für erstes Schmunzeln sorgt bereits der Spieleinstieg im Tutorial. Den lustigen Kommentar, dass die überproportional großen Riesenköpfe der Charaktere ein leichtes Ziel darstellen, haben sich die Entwickler hier nicht verkneifen können. In einem Raum mit sechszehn gleichzeitig startenden Spielern wirkt das Ganze noch amüsanter, sobald sich die Wege der einzelnen Spieler am Spawnpoint trennen.

Auf dem Schlachtfeld selbst geht es dann teilweise doch schon relativ anspruchslos zur Sache. Sich vor den Gegner zu stellen, sich panisch nach links und rechts zu bewegen und dabei ungebremst zu schießen genügt oftmals, um die Oberhand zu gewinnen. In anderen Situationen wiederum entscheidet das Duell derjenige Spieler für sich, dessen Reaktionszeit ein wenig kürzer ausfällt als die des Kontrahenten. Wer aus dem Match dann als Sieger hervor geht, schleppt meist nur noch wenige Lebenspunkte mit sich und so hindert einen kaum mehr etwas daran, sich als Kanonenfutter vor eine Flinte zu stellen.

Generell hat somit die Oberhand, wer einen aus dem Hinterhalt eiskalt im Rücken erwischt oder es sich in der Ferne als Scharfschütze bequem macht. Gerade für Shooter-Neulinge oder eingefleischte Casual-Fans ist das hingegen das Optimum der Optima.

Lässt man sich auf dieses Spielprinzip ein, so kann einen am großen Vergnügen auch kaum mehr etwas hindern. Hin und wieder eine Granate ins Gefecht einzubringen oder eben wirklich wie wild zwischen Containern umherzuziehen bietet sich in der Tat ideal an, wenn man nicht darauf aus ist, noch während des Kampfes ausgefeilte Strategiepläne zu entwickeln. Die verschiedenen Spielmodi erfüllen so auch ihren Zweck und sorgen für Abwechslung. Zu dieser steuern ebenfalls die verschiedenen vorgefertigten Karten der Entwickler bei, die in der Beta verfügbar sind. Diese reichen von einem nachgestellten Busdepot bis hin zu einem riesigen Himmelgarten, bei dem man auch noch darauf achten muss, nicht durch die Löcher im Boden ins Nichts zu stürzen. Zerstörbare Objekte wie etwa Kisten oder Glasscheiben lassen einen zudem immer wieder grübeln, ob man sich denn hinter seiner Deckung wirklich zu 100 Prozent sicher fühlen kann.

Keine Beta ohne Probleme

Mit dem einen oder anderen Problem haben die Spieler beziehungsweise Infernum dann aber doch noch zu kämpfen. Bugs wie am Spawnpoint stecken bleibende Schützen, die zwar vorbeilaufende Feinde ordentlich zu Boden schießen, aber selbst nicht getroffen werden können, vermiesen einem gut und gerne die Laune. Auch mancher Lag sorgt für ungewollte Niederlagen. Zudem muss man sich die Frage stellen, ob zwischen den verschiedenen Waffen die richtige Balance herrscht, zumal es Sniper dank der riesigen Köpfe leichter haben, ein Ziel auszumachen, selbst aber in weiter Ferne bleiben.

Für manchen durch das leichte Spielprinzip verwirrten Spieler kann Infernum dann aber wiederum nichts, beispielsweise nicht für solche, die im CTF-Modus die Flagge konsequent zur eigenen Basis statt zu der des Gegners schleppen.

Ich bau mir meine Welt, wie sie mir gefällt …

Letztlich bleibt Brick-Force aber nicht nur Fun-Shooter, sondern verknüpft dies mit dem Begriff Sandbox. Selbst bauen ist also die Devise – und der Titel bietet für kreative Köpfe schon in der Testphase eine solide Grundausstattung. Da haben wir uns einen Selbstversuch natürlich nicht nehmen lassen, was dann letztlich in einem achtstündigen Baumarathon endete.

Im Sandbox-Mode entscheidet man zunächst über das gewünschte Terrain – seien es solide Steinplatten oder eben verschiedene Grasfarben – und kombiniert dieses mit einem Himmel seiner Wahl. Insgesamt lassen sich so zahlreiche verschiedene Stimmungen kreieren, die von sonnigem Frühlingstag bis hin zu abendlicher Weltuntergangsstimmung sorgen. Man beginnt somit mit nichts weiterem als einer großen, ebenen Fläche, die 50×50 Klötzchen (Bricks) oder 100×100 Bricks misst. Nun positioniert man Stein für Stein, Scheibe für Scheibe, sogar Blatt für Blatt, denn ein Baum lässt sich nicht einfach setzen.

Der eigenen Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, denn es gibt eine solide Auswahl unterschiedlicher Grundmaterialien wie verschiedene Steine, Platten oder Gräser sowie eine Rubrik mit farbigen Bricks und Dekoration. Beide Letztere gibt es im Ingame-Store zu ergattern. Dabei ist vieles möglich, was bis hin zu Feuereffekten geht. Am besten werft ihr einen Blick in die Galerie unserer eigens erstellten Karte, die zeigt, wie aus dem Nichts ein idyllisches Schlachtfeld wächst.

Schön ist ebenfalls, dass Brick-Force Spieler miteinander bauen lässt und man sich an der wirklich anspruchsvollen Aufgabe nicht zwingend alleine versuchen muss. Wer jedoch eine klare Idee im Kopf hat und diese verwirklichen möchte, wird es sich zwei Mal überlegen, einem Fremden die Berechtigung zum Mitwirken zu geben. Am Ende muss die Karte dann noch teuer registriert werden, was in unserem Fall mit ca. 25.000 Punkten ein Viertel des gegebenen Beta-Budgets aufsaugte. Dumm nur, dass sich Tücken in der Konstruktion erst beim Anspielen aufzeigen und man beim Nachbessern gleich die zweiten 25.000 für das Registrieren in den Sand setzt. Hier muss eine andere Lösung her.

Technisch hübsch und anstrengend!

Das technische Konstrukt „Brick-Force“ läuft hingegen durchaus gut, da die Texturen für ein Klötzchen-Spiel hübsch anzusehen sind. Mit anderen Worten: Brick-Force würde sich ebenfalls für ein Minecraft-Texturenpaket eignen. Etwas nervig schlägt der Sound zu Buche, denn die Hintergrundmusik mit ihrem Dauerschleifen-Charakter sorgt noch ebenso für Aufreger wie das kindlich-chinesisch angehauchte Lachen der Spielcharaktere, die dieses zu allem Unmut auch noch alles andere als selten Preis geben.

Ersteindruck: Gut

In der Gesamtbetrachtung, und das zeigt schon die Closed Beta, ist Brick-Force ein wohl geformter Casual-Titel, der die von Publisher und Entwickler Infernum angepeilte Genre-Lücke voll und ganz ausfüllt. Seine Stärke entfaltet der MMOFPS ohnehin erst mit dem häufigeren Auftauchen neuer Custom-Maps, die sich erst positionieren müssen. In dem Sinne wird Brick-Force in der Zukunft sicherlich noch die eine oder andere Antwort auf verschiedene spannende Fragen geben. Beispielsweise wie der Item-Shop in der Release-Version ausgestaltet ist oder welchen tatsächlichen Effekt die spärlich wirkende Charakter-Entwicklung besitzt.

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PUBLISHER Infernum
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