Mit dem Wave Go hat Elgato ein praktisches Mikrofon-Set veröffentlicht, das neben einem Hand- auch ein Ansteckmikrofon mit sich bringt. Wie durchdacht das Setup ist und für wen es vor allem geeignet ist, erfahrt ihr in unserem Testbericht.
Elgato ist schon lange nicht mehr nur für praktische Hardware wie das Stream Deck und den beliebten Cam Link bekannt, sondern erweitert regelmäßig seine Produktpalette. Zwar zielt das Unternehmen dabei vor allem auf Creator ab, doch auch im professionellen Video- und Audiobereich lässt sich die Hardware immer wieder finden.
Nachdem Elgato inzwischen schon einige kabelgebundene Mikrofone und Interfaces wie etwa das Wave:3 oder den Wave XLR Pro veröffentlicht hat, folgt nun eine praktische Erweiterung ohne Kabel für Creator, Streamer und all jene, die vor allem Handys und Tablets für ihre Aufnahmen nutzen und dabei Wert auf ein einfaches und zuverlässiges Tonsignal legen.
Mit dem Wave Go bietet Elgato eine kleine Box an, die ein vollständiges Hand- sowie Ansteckmikrofon-Setup enthält.
Elgato Wave Go: Technische Daten im Überblick
- Typ: Kabelloses Mikrofonsystem mit Sender, USB-C-Empfänger und Handmikrofon-Griff
- Mikrofonkapsel: 6-mm-Elektret-Kondensatorkapsel
- Richtcharakteristik: Kugel (omnidirektional)
- Frequenzbereich: 60 Hz bis 20 kHz
- Audioauflösung: 24 Bit bei 48 kHz
- Maximaler Schalldruckpegel: 115 dB SPL bei 1 % Klirrfaktor
- Signal-Rausch-Abstand: 70 dB(A) als Handmikrofon, 68 dB(A) als Ansteckmikrofon
- Audioverarbeitung: EQ Shift, automatische Pegelsteuerung, Limiter, Geräuschunterdrückung und Low-Cut-Filter
- Funkverbindung: 2,4 GHz, LC3-Codec
- Reichweite: Circa 30 Meter laut Hersteller
- Latenz: Maximal 24 ms
- Anschluss: USB-C; zusätzlicher USB-C-Anschluss am Empfänger zum Durchladen mit bis zu 5 Watt
- Kompatibilität: Smartphones, Tablets und Computer mit USB-C; keine Unterstützung für Lightning oder dedizierte Kameras
- Akkulaufzeit des Mikrofons: Bis zu acht Stunden pro Ladung
- Smart Handle: 900-mAh-Akku für circa fünf vollständige Mikrofonladungen; bis zu 48 Stunden Gesamtlaufzeit inklusive Senderakku
- Ladezeiten: Circa 1,5 Stunden für den Sender und 2,5 Stunden für den Smart Handle
- Schnellladen: Circa zehn Minuten Ladezeit für eine Stunde Mikrofonbetrieb
- Mobile App: Wave Go; ab iOS 17, iPadOS 17 oder Android 8.0
- Desktop-Software: Wave Link und Stream Deck; Wave Link ab Windows 11 oder macOS 15
- Sender: 20 × 29 × 12 mm (B × H × T), 7 g; mit Magnetplatte 10 g, mit Magnetclip 11 g
- Empfänger: 40 × 28 × 9 mm (B × H × T), 7 g
- Smart Handle: 26 mm Durchmesser, 180 mm Höhe, 62 g
- Transportbox: 205 × 40 × 60 mm (B × H × T), 195 g
- Lieferumfang: Mikrofon-Sender, Smart Handle, USB-C-Empfänger, Transportbox, Magnetplatte, Magnetclip, zwei Fellwindschutze, USB-C-Ladekabel, Zubehörtasche und Kurzanleitung
Reichweite, Akku- und Ladezeiten laut Hersteller.

Kompakte Transportbox mit umfangreichem Zubehör
Bereits beim Öffnen des Versandkartons fragte ich mich, was Elgato zu einem Preis von 99 Euro anzubieten hat. Da ich als hauptberuflicher Kameramann auch immer wieder mit verschiedenen Mikrofonen und Audio-Setups zu tun habe, weiß ich, dass manche Geräte eine gewisse Expertise voraussetzen, bis man diese wirklich im Griff hat.
Bisher arbeite ich vor allem mit dem professionellen Sennheiser AVX-Set sowie neuerdings mit dem deutlich kleineren DJI Mic 3. Als ich nun endlich die kleine Box von Elgato in der Hand hielt, war ich zunächst sehr erstaunt, denn ich hatte mir diese deutlich größer und länger vorgestellt. Immerhin sollte ein vollständiges Handmikrofon darin sein.
Darüber hinaus fiel mir die Transportbox rein optisch positiv auf. Zum Launch des Wave Go hat Elgato neben der schwarzen Box auch eine limitierte Version in der Farbe Sky Blue veröffentlicht, die wirklich sehr schick aussieht und sich in der Hand angenehm leicht und trotzdem hochwertig anfühlt.

Durch einen kleinen Klick lässt sich die Schale öffnen. Zum Vorschein kommen das Handmikrofon, das Ansteckmikrofon, die Empfängereinheit sowie zwei Magnete, einer davon inklusive praktischer Klemme.
Für beide Mikrofone gibt es jeweils einen grauen Windschutz. Diese sind in einer kleinen zusätzlichen Tasche zu finden und haben leider keinen Platz mehr in der Transportbox gefunden. Schade, so müssen immer zwei Dinge eingepackt werden. Abgerundet wird das Setup mit einem USB-C-Kabel.

Dabei ist es praktisch, dass der Windschutz direkt im Lieferumfang enthalten ist. Das Überstülpen hat sich in der Praxis als etwas fummelig herausgestellt und erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Ist das jedoch geschafft, sitzt der Windschutz fest auf dem jeweiligen Gerät.
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