
Mehr als zehn Jahre nach Release klingt es immer noch ein bisschen verrückt: Für The Witcher 3: Wild Hunt soll 2026 noch einmal ein neues DLC erscheinen, der inhaltlich vermutlich die Lücke zwischen dem Rollenspiel-Klassiker von 2015 und The Witcher 4 schließen soll. Genau diese Brückenfunktion heizt die Diskussion an, denn die wichtigste Frage ist ausgerechnet die, die man bei einem The Witcher 3-Zusatz eigentlich für geklärt hält: Wen steuern wir überhaupt?
Während The Witcher 4 bereits klar auf Ciri als Hauptfigur setzt, erwarten viele Fans beim DLC automatisch Geralt. Gleichzeitig wünschen sich andere endlich einen größeren, spielbaren Ciri-Abschnitt mit mehr Tiefe als in den kurzen Sequenzen aus dem Hauptspiel. Und damit ist der Ton gesetzt: Der potenzielle DLC wird schon vor einer offiziellen Ankündigung zum Streitthema, weil die Wahl der Spielfigur für manche eine Komfortzone ist und für andere die überfällige Weiterentwicklung.
Der Geralt-Fokus als naheliegendste Option
Warum wirkt Geralt im neuen DLC am wahrscheinlichsten? The Witcher 3 ist in seinen Systemen komplett um Geralt herum gebaut. Von Ausrüstung und Tränken über Zeichen bis hin zu Skilltrees und Animationen hängt praktisch alles an seinem Toolkit. Wer seit Jahren einen Spielstand pflegt, hat oft sehr konkrete Builds, Lieblingssets und eine klare Vorstellung davon, wie sich Kämpfe und Fortschritt anfühlen sollen.
Genau deshalb erscheint es vielen als logischer Schritt, dass ein DLC für The Witcher 3 auch weiterhin auf Geralt setzt, statt mitten im Lebenszyklus des Spiels die komplette spielmechanische Basis zu verschieben. Selbst wenn es sich um eine größere Erweiterung handeln sollte: Ein vollständiger Protagonistenwechsel würde nicht nur neue Animationen und Systeme erfordern, sondern müsste auch das Fortschrittsgefühl neu denken, das bei einem Add-on normalerweise auf dem bestehenden Fundament aufbaut.
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Hinzu kommt ein praktischer Punkt, der in Community-Diskussionen immer wieder auftaucht: Wenn ein Großteil der Ressourcen parallel auf The Witcher 4 und Cyberpunk 2 liegt, wirkt ein DLC, das sich eng an die vorhandenen Mechaniken anlehnt, schlicht realistischer als ein Mini-Neustart mit komplett anderem Spielstil.
Die Ciri-Sehnsucht und die Idee eines Vorgeschmacks
Weshalb wollen so viele unbedingt Ciri spielen? Obwohl Ciri in The Witcher 3 nicht permanent an der Seite von Geralt steht, war ihre Rolle schon im Hauptspiel zentral, emotional und für viele mindestens genauso wichtig wie Geralts Monsterjagden. Genau deswegen reicht manchen die damalige spielbare Ciri nur als Appetithappen, denn ihr Moveset war im Vergleich zu Geralt deutlich reduzierter und weniger ausbaufähig.
Ein DLC im Jahr 2026 wäre für viele die perfekte Bühne, um Ciri spielerisch stärker auszubauen und gleichzeitig die Übergangsphase zu The Witcher 4 greifbar zu machen. Die Vorstellung: ein kurzer, aber hochwertiger Blick auf das, was im nächsten Hauptteil möglich sein wird, nur eben noch im technischen und atmosphärischen Rahmen von The Witcher 3.
Außerdem steht eine weitere Erwartung im Raum, die die Debatte befeuert: Dass CD Projekt Red zunehmend das Ende von The Witcher 3 in den Vordergrund rückt, in dem Ciri den Weg einer Hexerin einschlägt, statt politische Macht zu übernehmen. Wenn ein DLC tatsächlich als Brücke zur Fortsetzung dienen soll, wären die ersten Schritte dieser neuen Rolle ein extrem naheliegender Aufhänger.
Was das DLC erzählerisch leisten könnte
Welche Story-Ansätze passen als Brücke zu The Witcher 4? Wenn das Add-on wirklich zwischen 2015 und dem kommenden Nachfolger angesiedelt ist, drängen sich ein paar typische Szenarien auf, die sowohl Geralt als auch Ciri sinnvoll einbinden könnten, ohne das Grundgerüst des Spiels zu sprengen.
- Ein klassischer Hexer-Auftrag, der sich zum größeren Konflikt ausweitet und Ciri stärker in den Mittelpunkt rückt.
- Ein Begleiter-Ansatz: Geralt bleibt spielbar, Ciri ist zentraler Story-Partner bei ausgewählten Jagden.
- Ein Perspektivwechsel in Schlüsselmomenten: überwiegend Geralt, aber mit gezielten, deutlich erweiterten Ciri-Passagen.
- Eine frühe Hexerin-Phase: Ciri trainiert, sucht Aufträge oder gerät in Konflikte, die direkt auf The Witcher 4 hinführen.
Gerade der Perspektivwechsel wäre ein Kompromiss, den viele akzeptieren könnten: Fans behalten ihren Geralt-Progress und ihre Ausrüstung, bekommen aber trotzdem mehr Ciri als spielbare Figur, idealerweise mit spürbar mehr Tiefe als bisher.
Warum die Community so gespalten reagiert
Woran entzündet sich die Diskussion so stark? Es geht hier nicht nur um eine Figur, sondern um Identität: Für die einen ist The Witcher 3 untrennbar mit Geralt verbunden, inklusive seines Kampfstils, seiner Alchemie und dem vertrauten Flow der Charakterentwicklung. Für die anderen fühlt sich ein weiteres Kapitel mit Geralt eher wie ein Nachklapp an, nachdem Blood and Wine für viele schon als runder Abschied funktioniert hat.
Ein DLC, der Richtung The Witcher 4 deutet, kann deshalb leicht Erwartungen wecken, die sich gegenseitig ausschließen: Entweder es bleibt ein traditionelles Witcher-3-Erlebnis mit Geralt im Zentrum, oder es wird ein klarer Übergang zu Ciri und damit auch ein Statement zur Zukunft der Reihe. Selbst wenn die Erweiterung am Ende beides versucht, wird die Gewichtung entscheidend sein, weil sie bestimmt, welche Fantasy der DLC verkauft: Nostalgie oder Aufbruch.
Wie seht ihr das: Sollte ein möglicher The Witcher 3-DLC 2026 unbedingt Geralt spielbar lassen, oder wollt ihr Ciri als Hauptfigur, auch wenn das spielerisch größere Änderungen bedeuten könnte? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.




