Nach über einem Jahrzehnt Wartezeit auf einen Nachfolger zu Skyrim sorgt The Elder Scrolls 6 erneut für Schlagzeilen – diesmal nicht durch Gameplay-Enthüllungen, sondern durch den Abgang eines langjährigen Kreativkopfs von Bethesda. Der ehemalige Lead Writer und Loremaster Kurt Kuhlmann hat offen über die Gründe gesprochen, warum er das Studio im Jahr 2023 verlassen hat, anstatt am nächsten Kapitel der Elder-Scrolls-Saga mitzuwirken.
Während Bethesda kürzlich bestätigte, dass sich The Elder Scrolls 6 nach dem Release von Starfield im Jahr 2023 nun in aktiver Entwicklung befindet und ein Release frühestens 2026 erwartet wird, fehlt einer der Veteranen im Team: Kuhlmann, der bereits an Oblivion, Skyrim und Fallout 3 beteiligt war. Seine Aussagen werfen ein neues Licht auf die internen Entwicklungen bei Bethesda.
Interne Veränderungen bei Bethesda
Wie haben sich Struktur und Arbeitsweise bei Bethesda verändert? Kuhlmann beschreibt einen Wandel von einem kreativen, kleinen Entwicklerstudio hin zu einem groß strukturierten Unternehmen mit vielen Managementebenen. Er sagt, dass Projektleiter zunehmend Managerrollen übernehmen mussten, was den direkten kreativen Einfluss stark einschränkte.
Diese Entwicklung führte laut Kuhlmann zu Kommunikationsproblemen und schlechteren Entscheidungen innerhalb der Teams. Besonders kritisch sieht er, dass kreative Köpfe wie Todd Howard immer weiter von der eigentlichen Spieleentwicklung abgezogen wurden. Das habe sich negativ auf die Qualität der Projekte ausgewirkt.
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Gebrochene Versprechen rund um The Elder Scrolls 6
Warum wurde Kuhlmann nicht leitender Designer von TES 6? Laut Kuhlmann hatte Todd Howard ihm ursprünglich versprochen, die Leitrolle für The Elder Scrolls 6 zu übernehmen. Die Arbeit daran sollte direkt nach Fallout 4 beginnen. Stattdessen konzentrierte sich Bethesda auf Fallout 76 und Starfield – ein Bruch mit den ursprünglichen Plänen.
Als die Entwicklung von TES 6 schließlich anlief, wurde Kuhlmann mitgeteilt, dass er nicht die Lead-Rolle übernehmen würde. Diese Enttäuschung, kombiniert mit seiner Frustration über die neue Firmenstruktur, war offenbar der Auslöser für seinen endgültigen Abschied.
Die kreative Vision für The Elder Scrolls
Was hätte Kuhlmann anders gemacht? In seinen Aussagen wird deutlich, dass Kuhlmann eine deutlich ambitioniertere Richtung für TES 6 eingeschlagen hätte. Er beschreibt seine Vision als das Elder-Scrolls-Äquivalent von „Das Imperium schlägt zurück“ – also düsterer, komplexer und mit einem Cliffhanger-Ende. Gleichzeitig gibt er aber zu, dass dieses Konzept vermutlich nicht zu Bethesdas langsamer Veröffentlichungsstrategie gepasst hätte.
Schon bei Oblivion hätte er gerne mehr „weirde“ und ausgefallene Elemente eingebracht – ein Wunsch, der damals nicht umsetzbar war. Es bleibt unklar, ob seine kreative Handschrift in TES 6 fehlen wird, oder ob andere Veteranen bei Bethesda diese Lücke füllen können.
Wie geht es mit TES 6 weiter?
Was ist über den aktuellen Stand der Entwicklung bekannt? Laut offiziellen Informationen befindet sich The Elder Scrolls 6 nach dem Launch von Starfield in aktiver Produktion. Es basiert auf der neuen Creation Engine 2 und wird für Windows-PCs und Xbox-Konsolen entwickelt. Ein konkreter Releasetermin steht noch aus, jedoch ist mit einem Launch frühestens 2026 zu rechnen.
Spannend ist auch, dass Bethesda für TES 6 moderne Technologien wie Photogrammetrie einsetzen will, um realistische Landschaften zu erzeugen. Außerdem wurde bereits bestätigt, dass die bekannte Skyrim-YouTuberin Shirley Curry als NPC im Spiel auftreten wird – ein Wunsch der Community, der via Petition durchgesetzt wurde.
Ein Abschied ohne Groll
Wie blickt Kuhlmann auf seine Zeit bei Bethesda zurück? Trotz aller Enttäuschungen spricht Kuhlmann ohne Bitterkeit über seinen Abschied. Er betont, dass die neue Arbeitsweise bei Bethesda nicht grundsätzlich falsch sei – nur eben nicht das, was er sich für seine Karriere wünscht. Für ihn war der Zeitpunkt gekommen, neue Wege zu gehen.
Ob The Elder Scrolls 6 ohne seinen Einfluss dieselbe Tiefe erreichen wird wie frühere Titel, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Die Erwartungen an den Nachfolger von Skyrim sind enorm – und der Druck auf Bethesda wächst.
Was denkst du über Kuhlmanns Aussagen zum aktuellen Zustand von Bethesda und die Entwicklung von TES 6? Lass es uns in den Kommentaren wissen!




