Nach über fünf Jahren hat Nintendo eine berüchtigte Trauminsel in Animal Crossing: New Horizons entfernt, die für ihren eindeutig erwachsenen Humor bekannt war. Die Insel, erstellt von der japanischen Nutzerin @churip_ccc, war international unter Fans von 18+-Inhalten beliebt und wurde häufig von Streamern besucht. Trotz der familienfreundlichen Ausrichtung des Spiels konnte die Insel lange unbehelligt bestehen – bis jetzt.
Die Entfernung erfolgte im Rahmen des neuen 3.0-Updates, das parallel zur Veröffentlichung des Spiels auf der Nintendo Switch 2 am 15. Januar 2026 erschien. Während viele sich über neue Features wie gemeinsames Dekorieren und verbesserte Bewegungsmöglichkeiten freuen, sorgt diese Maßnahme für Diskussionen in der Community.
Was machte die Erwachseneninsel so berühmt?
Welche Inhalte enthielt die gelöschte Insel? Die Insel war mit zahlreichen eindeutig zweideutigen Inhalten gestaltet, die in der japanischen Popkultur humorvoll, aber eindeutig als anstößig verstanden werden können. Dazu gehörten unter anderem:
- Ein „Informationszentrum“, das stark an japanische Wegweiser zu Erotik-Etablissements erinnerte
- Ein Rotlichtviertel mit Pachinko-Hallen, Saunen und Verkaufsständen für „Naturkräuter“
- Ein „Love Hotel“ mit mehreren David-Statuen, bei denen Bäume strategisch platziert wurden, um alles außer den Genitalien zu verdecken
- Ein Museum mit Blathers Schlafzimmer, das mit gebrauchten Taschentüchern und Fotos von Melinda dekoriert war
- Ein ebenso fragwürdig eingerichteter Raum für Tom Nook
Diese Gestaltung sorgte für großes Aufsehen, nicht nur wegen des Humors, sondern auch wegen der Detailverliebtheit. Die Insel wurde über Jahre hinweg als Kuriosität gefeiert und in zahlreichen Videos dokumentiert.
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Wie reagierte die Community und die Erstellerin?
Was sagt die Erstellerin zur Löschung? Entgegen aller Erwartungen zeigte sich @churip_ccc versöhnlich. In einem auf Japanisch verfassten Tweet bedankt sie sich sogar bei Nintendo für das jahrelange „Wegsehen“ und bei allen, die die Insel besucht oder in ihren Streams gezeigt haben.
„Tatsächlich wurde die Traumadresse der Erwachseneninsel einen Tag vor dem Update von Nintendo gelöscht. An Nintendo: Ich entschuldige mich von ganzem Herzen. Oder besser gesagt: Danke, dass ihr mehr als fünf Jahre lang ein Auge zugedrückt habt. Danke an alle, die die Insel besucht haben und an alle Streamer, die sie gezeigt haben.“
Ob Nintendo die Insel absichtlich so lange online ließ oder ob sie im riesigen Pool an Benutzerinhalten einfach unterging, bleibt unklar. Klar ist nur: Mit der Löschung verschwindet ein einzigartiges Beispiel für kreativen, wenn auch fragwürdigen Humor aus dem Spiel – zumindest offiziell.
Neue Regeln für Trauminseln?
Was bedeutet das für zukünftige Trauminseln? Die Entfernung zeigt deutlich, dass Nintendo mit dem neuen Update eine strengere Kontrolle über Traumadressen durchführt. Wer künftig Inhalte hochlädt, die gegen die familienfreundliche Ausrichtung des Spiels verstoßen, muss mit Konsequenzen rechnen.
Da Animal Crossing: New Horizons laut offizieller Beschreibung ein Spiel für alle Altersklassen ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis eine derart explizite Insel aus dem Verkehr gezogen wird. Dennoch bleibt das Spiel weiterhin eine der erfolgreichsten Lebenssimulationen überhaupt, mit über 47 Millionen verkauften Einheiten weltweit.
Ein Stück Fan-Kultur geht verloren
Warum trauern viele Fans? Die gelöschte Insel war mehr als nur ein Witz – sie war ein kreatives Stück Subkultur, das zeigte, wie vielseitig und offen die Community von Animal Crossing sein kann. Für viele war sie ein Ausdruck von Kreativität und Satire innerhalb eines eigentlich braven Spiels.
Auch wenn Nintendo nun ein Zeichen setzt, bleibt die Erinnerung an die Insel in unzähligen Videos und Screenshots erhalten. Und wer weiß – vielleicht inspiriert sie zukünftige Projekte, die sich ebenfalls mit den Grenzen des Mediums auseinandersetzen.
Wie siehst du das? War die Löschung gerechtfertigt oder sollte Nintendo mehr Raum für kreative Freiheit lassen? Diskutiere mit uns in den Kommentaren!





