Rockstar Games gerät erneut in die Schlagzeilen: Mehrere Entwickler wurden wegen angeblicher Leaks rund um Grand Theft Auto 6 entlassen. Gleichzeitig wird die öffentliche Debatte um Arbeitnehmerrechte, Geheimhaltungspflichten und mögliche gewerkschaftsfeindliche Maßnahmen immer lauter.
Laut IGN hat zuletzt ein arbeitsrechtlicher Vorfall Aufmerksamkeit erregt, der im Glasgow Tribunals Centre im Vereinigten Königreich verhandelt wurde. Im Mittelpunkt steht eine Anfrage der Independent Workers’ Union of Great Britain (IWGB), die fordert, dass Rockstar entlassene Entwickler weiterhin bezahlt, bis ein vollständiger Gerichtsprozess anberaumt wurde. Die Entscheidung dieses vorläufigen Tribunals steht noch aus.
Konflikt zwischen Leaks und Arbeitsrecht
Was ist der Hintergrund der Entlassungen? Rockstar wirft mehreren früheren Angestellten vor, in vertraulichen Kanälen auf Discord Informationen zu nicht angekündigten Spielen weitergegeben zu haben. Besonders brisant: Der Discord-Kanal diente laut IWGB auch als Organisationsmedium für gewerkschaftliche Angelegenheiten.
In einem offiziellen Statement erklärte Rockstar, es handle sich nicht um eine Bestrafung von Gewerkschaftsmitgliedschaft. Die Entlassungen seien ausschließlich auf den Bruch interner Geheimhaltungsvereinbarungen zurückzuführen. Das Unternehmen nannte die Vorgänge eine gravierende Verletzung klar definierter und etablierter Verhaltensrichtlinien.
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Kritik der Gewerkschaft IWGB
Wie argumentiert die IWGB? Die Gewerkschaft sieht die Entlassungen in klarem Zusammenhang mit der gewerkschaftlichen Arbeit ihrer Mitglieder. In einer Stellungnahme sagte ein IWGB-Sprecher:
Wir bleiben überzeugt von der Stärke unseres Falls gegen Rockstar Games. Wir glauben weiterhin, dass die Kündigungen von 31 unserer Mitglieder gesetzwidrig waren, und wir freuen uns auf eine umfassende gerichtliche Anhörung.
Die IWGB fordert außerdem eine reguläre Bezahlung der Betroffenen bis zum endgültigen Urteil. Sollte das Tribunal dem zustimmen, müsste Rockstar den Lohn der Entwickler über einen längeren Zeitraum weiterzahlen.
Details zum Discord-Leak
Was genau wurde über den Server geleakt? Laut Rockstar Games sei der Discord-Kanal nicht nur von internen Personen genutzt worden, sondern enthielt über 25 Externe – darunter auch Entwickler konkurrierender Studios, ein Branchenjournalist sowie viele anonyme Nutzer. Teilen von vertraulichen Details in einem solchen Umfeld sei „ein eklatanter Verstoß gegen die Firmenpolitik“ gewesen.
Rockstar betonte gegenüber IGN, dass selbst kleinste Leaks erhebliche kreative und wirtschaftliche Konsequenzen hätten. Die hohe internationale Aufmerksamkeit für Marken wie GTA mache maximale Vertraulichkeit zur obersten Priorität.
Weitere bekannte Fälle von Leaks
Wie häufig treten solche Leaks bei Rockstar auf? Rockstar ist bekannt für seine restriktive und kontrollierte Informationspolitik. Dennoch gab es in der Vergangenheit vereinzelte Fälle von Verstößen durch Mitarbeiter. In seiner Stellungnahme an IGN listete Rockstar folgende Vorkommnisse auf:
- Ein Mitarbeiter von Rockstar Lincoln wurde im April 2025 entlassen, nachdem er Details zu GTA 6 weitergegeben hatte. Die Informationen landeten später in sozialen Medien.
- Im November 2025 trennte sich Rockstar von einem Entwickler seines indischen Standorts wegen eines weiteren Leaks.
- Bereits zwei Jahre zuvor wurde ein US-Mitarbeiter aufgrund nicht näher spezifizierter Informationen zum Spiel entlassen.
Alle drei Vorfälle stehen laut Rockstar nicht im Zusammenhang mit den jüngsten Entwicklungen rund um die Gewerkschaftsklage und die Discord-Kanäle.
Vertraulichkeit vs. Transparenz
Wie legitim sind Rockstars Maßnahmen? Die Debatte zwischen Schutz geistigen Eigentums und dem Recht auf freie gewerkschaftliche Organisation ist nicht neu. In diesem Fall prallen jedoch besonders drastische Positionen aufeinander. Rockstar behauptet, rein aufgrund der Sicherheitsverstöße gehandelt zu haben. Die IWGB hält dagegen, es sei ein Versuch, gewerkschaftliche Strukturen zu untergraben.
Aus Sicht vieler in der Gaming-Branche bleibt der Sachverhalt bis zur vollständigen Klärung durch die Tribunale schwer einzuschätzen. Fest steht aber: Der Umgang mit durchgestochenen Informationen wird bei Rockstar weiterhin mit äußerster Härte verfolgt.
Was bedeutet das für GTA 6?
Hat die Situation Auswirkungen auf die Entwicklung? Bislang gibt es keine öffentlich bekannten Verzögerungen oder Änderungen im Entwicklungsplan von Grand Theft Auto 6. Dennoch zeigen die Personaländerungen und internen Spannungen, dass sich Rockstar in einer besonders sensiblen Phase befindet. Nach dem riesigen Leak im Herbst 2022, der frühes Gameplay-Material von GTA 6 ins Netz brachte, gilt für das Unternehmen offenbar: Nulltoleranz bei weiteren Vorfällen.
Die offizielle Veröffentlichung von GTA 6 ist weiterhin für das Jahr 2025 angesetzt. Ein konkretes Releasedatum wurde bislang jedoch nicht bekanntgegeben.
Wie stehst du zu den aktuellen Vorgängen bei Rockstar Games? Sind die Maßnahmen gerechtfertigt oder ein Angriff auf Arbeitnehmerrechte? Teile deine Meinung gern in den Kommentaren!


