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YouTube: Leon Machère droht Geldstrafe in Höhe von 32.500 Euro

Von Patrik Hasberg - News vom 07.05.2018 13:01 Uhr

Nach ApoRed musste sich nun auch der YouTuber Leon Machère vor Gericht einfinden. Aufgrund eines Brechdurchfalls ließ sich dieser allerdings entschuldigen. Machère droht wegen Polizistenbeleidigung in mehreren Fällen eine Geldstrafe in Höhe von 32.500 Euro.

Der YouTuber Leon Machère ist mit 2,1 Millionen Abonnenten einer der größten YouTuber in Deutschland. Aufgrund von Polizistenbeleidigung droht Machère nun eine Geldstrafe in Höhe von 32.500 Euro. 

Auslöser dafür ist ein Fan-Event am Königsplatz, das im März 2017 in Augsburg stattgefunden hat. Aufgrund einer großen Menschenansammlung ist der YouTuber samt seiner Begleiter auf die Polizeiwache gebracht worden. Die Beamten sahen in der unangemeldeten Versammlung ein Sicherheitsrisiko. Auf der Wache soll Leon Machère, der mit bürgerlichem Namen Rustem R. heißt, die Beamten mehrfach geduzt sowie mit Vornamen angesprochen haben.

"Mit Beamtenbeleidigung bezeichnet man die Beleidigung eines Amtsträgers, die während der Ausübung seines Dienstes oder in Beziehung auf seinen Dienst begangen wurde. Einen eigenen Straftatbestand stellt dies etwa im französischen Strafrecht dar, nicht jedoch in Deutschland und Österreich." (Quelle: Wikipedia)

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Geldstrafe wegen Polizistenbeleidigung

In einem Video vom 10. April 2017, das derzeit noch immer online ist, spricht Machère über die Verhaftung sowie die anschließenden Ereignisse auf der Polizeiwache. Hier sollen er und seine Kollegen mehrere Stunden gewartet und aufgrund ihres respektlosen Verhaltens gegenüber der Beamten gleich mehrere Anzeigen erhalten haben. Unter anderem soll Machère vor einem Polizisten "gefurzt" haben.

Dies gibt der YouTuber in dem besagten Video zu. Allerdings habe er dies lediglich deshalb getan, da er mehrere Stunden warten musste und er "auch nur ein Mensch sei". Außerdem sei der Beamte dabei 10 Meter entfernt gewesen. Ob dieser Tatbestand ebenfalls von dem Gericht für den Strafbefehl berücksichtigt worden ist, ist bislang unklar. In dem Video sagt der YouTuber über einen Polizisten: "Rüdiger, du kleiner P…". Der Rest des Satzes kann wegen eines Schnittes im Video bestenfalls erahnt werden. In zwei weiteren Fällen hat sich Machère mehr als nur respektlos gegenüber der Polizei geäußert. Unter anderem habe er die Beamten darin mitunter als "Scheißpolizisten" betitelt. 

Nun droht ihm eine Geldstrafe in Höhe von insgesamt 32.500 Euro. Dahinter stehen 130 Tagessätze zu je 250 Euro. Laut des Amtsgerichts richtet sich diese Summe nach dem monatlichen Nettogehalt des YouTubers, das auf etwa 7.500 Euro geschätzt wird. "Er soll es auch zu spüren bekommen," teilte eine Sprecherin mit.

Brechdurchfall als Begründung für Fernbleiben

Am heutigen Montag, den 7. Mai 2018 hätte Leon Machère eigentlich zu seiner Verhandlung erscheinen müssen. Aufgrund eines Brechdurchfalls ließ er sich allerdings entschuldigen. Der Richter sah diese Begründung jedoch als nicht ausreichenden Grund an, weshalb der von Machère zuvor eingelegte Einspruch verworfen wurde. 

Bei einem weiteren Strafverfahren in der Vergangenheit hatte Machère hingegen Glück und kam mit einem blauen Auge davon. Vorgeworfen wurde ihm Amtsanmaßung, da er im vergangenen Sommer für ein Video mit Blaulicht durch Hamburg gefahren und Passanten angehalten haben soll. Das Verfahren ist mittlerweile eingestellt worden, da es keinen hinreichenden Tatverdacht mehr gibt.

Der YouTuber ApoRed, mit dem Leon Machère bereits des Öfteren gemeinsam in Videos zu sehen war, ist mittlerweile auch kein unbeschriebenes Blatt mehr. Dieser musste sich aufgrund eines Bomben-Pranks ebenfalls bereits vor Gericht verantworten und wurde schließlich zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

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