Während Blizzard noch zögert, konkrete Pläne für ein offizielles Classic+ zu präsentieren, übernimmt die Community von World of Warcraft Classic selbst die Initiative. Mit dem Classic Plus Project formiert sich aktuell eine der aktivsten Fanbewegungen für eine neue Vision des beliebten MMORPGs – und sie wird immer lauter gehört.
Die ursprüngliche Version von WoW Classic, die 2019 veröffentlicht wurde, versetzte dich zurück in die Zeit vor der ersten Erweiterung The Burning Crusade. Damit kehrte Blizzard dem modernen WoW bewusst den Rücken, um das nostalgische Spielerlebnis von 2004 wiederzubeleben. Doch nun wünschen sich viele von euch mehr als reine Wiederholung: ein echtes Classic+.
Was steckt hinter dem Classic Plus Project?
Was will die Community mit Classic+ erreichen? Der Begriff Classic+ steht für eine Weiterentwicklung des ursprünglichen WoW-Erlebnisses, jedoch ohne die drastischen Änderungen späterer Erweiterungen. Stattdessen soll es neue Inhalte geben, die sich nahtlos in das klassische Azeroth einfügen – darunter neue Dungeons, Gebiete, Spezialisierungen oder Klassenanpassungen.
Genau das will das Classic Plus Project konkretisieren. Initiiert wurde es von bekannten Community-Mitgliedern wie dem Streamer Joardee und OnlyBlacksmoke, dem Organisator des Hardcore WoW All-Stars Turniers. Innerhalb von nur drei Tagen haben über 22.000 Spieler an Umfragen teilgenommen, um ihre Vorstellungen für ein Classic+ zu formulieren.
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Was beinhaltet das Projekt konkret?
Welche Themen stehen im Fokus der Umfragen? Das Classic Plus Project nutzt detaillierte Umfragen, die Themen wie PvP, PvE, Item-Balance, Klassendesign und Lebensqualität abdecken. Ziel ist es, ein gemeinschaftliches Bild davon zu zeichnen, wie ein Classic+ aussehen könnte. Hier einige Fragen, die gestellt werden:
- Welche Klassenspezialisierungen sollten überarbeitet oder ergänzt werden?
- Sollen neue Zonen geschaffen oder bestehende erweitert werden?
- Welche neuen Dungeons oder Raids wären interessant?
- Sollten Quality-of-Life-Features aus dem modernen WoW übernommen werden?
- Wie sollen PvP-Mechaniken künftig aussehen?
Um teilnehmen zu können, musst du deinen Discord-Account verknüpfen. Das sorgt für valide Ergebnisse und schützt vor Manipulation. Die Daten werden zudem durch ein externes Sicherheitsteam überprüft und verarbeitet.
Ein kreatives Zentrum für Classic-Fans
Welche weiteren Funktionen bietet das Projekt? Über die Umfragen hinaus fungiert das Classic Plus Project als interaktive Plattform. Du kannst eigene Story-Ideen für Azeroth einreichen, über Vorschläge anderer abstimmen und die beliebtesten Einreichungen werden sogar animiert. Joardee und sein Team veröffentlichten bereits ein animiertes Kurzvideo über Kazzak – weitere Episoden sollen folgen.
Auch eine YouTube-Serie begleitet das Projekt fortlaufend. Die zweite Folge soll im Februar 2026 erscheinen und weitere Einblicke in die Community-Wünsche liefern.
Was erhoffen sich die Initiatoren?
Wie möchte die Community Blizzard erreichen? Obwohl das Projekt nicht offiziell von Blizzard unterstützt wird, hoffen die Macher auf Aufmerksamkeit. Joardee betont, dass es ihnen nicht darum gehe, konkrete Designentscheidungen zu diktieren – sondern darum, der Spielerschaft eine Stimme zu geben. Er sagt dazu:
Ich glaube, das Wichtigste ist, dass sie erkennen, dass es Möglichkeiten gibt, mit der Community zu interagieren – und zwar auf eine Weise, die nicht negativ ist.
Dass Blizzard häufig erst auf Kritik reagiert, wenn sie massiv und negativ ausfällt, sei laut Joardee problematisch. Ein Projekt wie dieses könne helfen, einen konstruktiveren Dialog zwischen Spielern und Entwicklern zu ermöglichen.
Der Status von WoW Classic heute
Wie steht es aktuell um World of Warcraft Classic? Seit dem Release 2019 hat Blizzard verschiedene Classic-Versionen veröffentlicht, etwa Hardcore-Server mit Permadeath oder saisonale Server mit eigenen Regeln. Die ursprüngliche Version basiert technisch auf Patch 1.12.1 aus dem Jahr 2006. Die Welt ist auf dem Stand vor der ersten Erweiterung, das Level-Cap liegt bei 60, und es gibt keine Inhalte aus späteren Add-ons.
Viele Fans schätzen genau dieses unveränderte Spielerlebnis. Doch mit Classic+ könnte der nächste logische Schritt anstehen: neue Inhalte, die im Geiste des Originals entwickelt werden, ohne dessen Seele zu verlieren.
Wie geht es weiter?
Was bedeutet das alles für die Zukunft von Classic? Blizzard selbst hat auf der aktuellen State of Azeroth-Präsentation keine direkten Ankündigungen zu Classic+ gemacht, aber immerhin angekündigt, künftig selbst Umfragen innerhalb der Community durchzuführen. Bis dahin bleibt das Classic Plus Project die lauteste Stimme der klassischen WoW-Community.
Ob Blizzard diese Stimme erhört, bleibt offen – aber das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie lebendig und kreativ die Community rund um WoW Classic auch im Jahr 2026 noch ist. Und vielleicht ist genau das der Anstoß, den Blizzard braucht, um Classic+ Wirklichkeit werden zu lassen.
Wie stellst du dir ein Classic+ vor? Würdest du neue Gebiete erkunden oder lieber alte Klassiker neu aufleben lassen? Schreib es gern in die Kommentare!





