PLAYCENTRAL TESTS Marvel’s Spider-Man

Spider-Man: Das beste Superheldenspiel mit kleinen Abstrichen

Von Lucas Grunwitz - Test vom 11.09.2018 11:27 Uhr
Spider-Man Test Review PS4
© SIE/Insomniac Games

Fantastische Kämpfe mit Mogelpackung

Am Kampfsystem hat sich gegenüber unserer einstündigen Testsession während der gamescom 2018 nichts geändert. Kämpfe fühlen sich selbst nach mehrstündigen Sessions nach wie vor flüssig und flexibel an. Jeder Spieler hat dabei kompletten Einfluss darauf, was für einen persönlichen Kampfstil er präferiert. Während wir mithilfe von Luftschlägen versucht haben möglichst viele Gegner in Bewegung zu halten, könnten andere Spieler verstärkt auf technische Spielereien an den Netzdrüsen oder Frontalkämpfe zurückgreifen. Ergänzt wird das Kampfsystem durch einen Talentbaum, der sich in drei Kategorien – Schwingen, Verteidigen und Innovation – unterteilt.

Durch das Erreichen von höheren Charakterstufen können wir dort neue Moves samt Vorteile freischalten – einen wirklich merkbaren Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen diese Perks aber nicht wirklich. Selbst auf der höchsten Schwierigkeitsstufe kommt Spidey in der Regel mit seinen klassischen Moves zurecht und wirklich ausgeklügelt präsentiert sich das Ganze auch nicht. Es fühlt sich viel mehr wie eine dieser „Hauptsache wir haben Fähigkeiten zum Freischalten“-Geschichten an.

Im starken Kontrast dazu stehen die verschiedenen Outfits, die im Laufe des Spiels hergestellt werden können und insbesondere Comic-Fans ein wahres Lächeln ins Gesicht zaubern dürften. Jedes Outfit stammt aus einer anderen Comic-Ära von Spider-Man und kommt mit einer individuellen Spezialfähigkeit einher, die euch wertvolle Vorteile im Kampf verschaffen. Hinsichtlich der Nutzbarkeit bewegen sich diese auf einem ähnlichen Niveau, weshalb wir als Spieler auch hier die Möglichkeit haben Schwerpunkte zu setzen und so das eigene Spielerlebnis zu formen. Zusammenfassend bleibt uns das Kampfsystem positiv in Erinnerung – lässt man den Talentbaum außen vor.

Marvel’s Spider-ManSpider-Man: Unsere Erwartungen schwingen durch die Decke

Wunderschönes New York mit immateriellen Hindernissen

Getestet haben wir Spider-Man auf einer klassischen PS4-Konsole, die aus dem ersten Jahr der Konsolengeneration stammt. Keine PS4-Pro. Kein Schnickschnack. Ein Direktvergleich zwischen Spider-Man und älteren Spielen der Konsole wie inFamous: Second Son machen auf beeindruckende Art und Weise deutlich, was für eine Entwicklung die Konsole samt Entwickler in den letzten Jahren durchgemacht hat. Selbst die Standardvariante der PlayStation 4 rendert die Welt samt Zwischensequenzen so detailliert, dass man es glatt mit einer PC-Version verwechseln könnte.

Die Entwickler von Insomniac Games haben mit Spider-Man zweifelsfrei das Bestmögliche aus der PS4-Hardware herausgeholt und präsentieren eine dermaßen farbenfrohe und belebte Welt, dass man als Tester in Hinblick auf das grafische Layout die volle Punktzahl geben möchte und will. Insbesondere der Wechsel zwischen Tag und Nacht visualisieren die Lebhaftigkeit von New York und heben das Spielerlebnis nochmals auf ein neues Level an. Daneben muss Spidey auch mit Wetterumschwüngen wie Regen kämpfen, wobei wir in Hinblick auf die Grafik hier doch den einzigen Negativpunkt aufzeigen müssen. Die Regensimulation ist zu trübe, zu schwach und fühlt sich somit nicht wirklich wie Regen an, aber wie gesagt: Meckern auf wirklich hohem Niveau.  

In Hinblick auf Technisches erlaubt sich Insomniac Games auch hier wenige Schnitzer. Der Titel läuft flüssig und kommt mit kurzen Ladezeiten aus, wobei im Regelfall nur dann Ladebildschirme anfallen, wenn Peter bestimmte Gebäude betritt. Trotz der offenen Welt sind in unserer Spielphase kaum bis gar keine schwerwiegende Bugs aufgetreten – im schlimmsten Fall war ein Charakter zwischen zwei Objekten oder Wänden gefangen, wobei die Figuren stets in der Lage waren sich selbstständig aus der Misere zu befreien.

Spider-Man Peter
© SIE/Insomniac Games

Um aber auch hier auf hohem Niveau zu meckern: Was uns an manchen Stellen komisch aufgefallen ist, sei die Tatsache, dass nicht alle Gegenstände vollständig als physische Gegenstände implementiert wurden. Mal läuft ein kleiner Spider-Bot direkt durch Bänke, an anderer Stelle schwingt sich Spidey durch einen Baumstamm. Gleichzeitig schwingt Peter manchmal derartig absurd, dass man selbst als Laie nachvollziehen kann, dass das physikalisch eigentlich nicht so funktionieren kann, wie es uns da präsentiert wird. Das tut dem Spielerlebnis zwar keinen Abbruch, gibt jedoch kleinere Abzüge in der B-Note.

Keine Story aus dem Comic-Kanon

Als Kenner der Comics komme ich nicht drumherum, auch die dargestellte Motivation und Nähe zum Original zu bewerten. Vorneweg bereits das Offensichtliche: Insomniac Games hat den Charakter der einzelnen Figuren wunderbar getroffen. Meines Wissens nach haut Spidey erstmalig einen witzigen Spruch nach dem anderen raus, ohne diese zum Erbrechen zu wiederholen. Aufgeführte Dialoge passen zu den Geschehnissen und spiegeln den originalen Spider-Man ziemlich gut wider. Das Gleiche gilt auch für allerlei Nebencharaktere wie Tante May, Miles Morales und Mary Jane.

Spider-Man Schwingen
© SIE/Insomniac Games

Bereits bei unserem kurzem Kennenlernen auf der gamescom 2018 wurde darüberhinaus betont, dass eine ganz eigene Geschichte entstehen soll, die sowohl alteingesessene Fans als auch Neulinge begeistern und fesseln soll – dass das auch wunderbar geklappt hat, haben wir ja bereits oben thematisiert. Dennoch wirft die hier konstruierte Konstellation bei Comic-Fans etwas Verwirrung auf, allen voran die Tatsache, dass bei Miles Morales einige gravierende Veränderungen vorgenommen wurden.

Sieht man vom Hintergrund ab, dass der Charakter ursprünglich aus dem Ultimate Universe stammt, hat Insomniac Games auch die charakterliche Entwicklung stellenweise „umgedreht“, ohne an dieser Stelle zu viel zu spoilern. Manchmal fragte ich mich, ob es die Entwickler nicht besser wussten oder ob es doch eine bewusste Entscheidung war. Liebhaber der Comics sollten daher nicht mit allzu akkuraten Erwartungen an den Titel herangehen – wir persönlich stempeln den Titel schlussendlich als eine alternative Dimension ab, wie sie auch in den Comics vorkommt. Weder Erde-1610, noch Erde-616. Eben etwas dazwischen.

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