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Nintendo Switch OLED vs. Steam Deck: Welche Konsole lohnt sich für euch?

Von Sebastian Zeitz - Special vom 23.07.2021 10:13 Uhr
Switch Steam Deck Vergleich
©Valve/Nintendo/PlayCentral-Bildmontage

Nach über vier Jahren bringt Nintendo mit der Nintendo Switch OLED die zweite Hardware-Revision heraus, die vor allem mit einem neuen Bildschirm überzeugen soll. Jedoch hatten sich viele Fans endlich eine technische Überarbeitung erhofft, die ausgeblieben ist.

Doch genau für alle, die mehr erwartet haben, hat Valve jetzt die perfekte Alternative. Steam Deck ist ein Handheld-PC, mit dem ihr alle Spiele spielen könnt, die derzeit auf Steam erhältlich sind. Zudem habt ihr die Möglichkeit die Konsole unterwegs oder per Dock an einen Bildschirm anzuschließen.

Da sich die Nintendo Switch OLED und Steam Deck in vielen Teilen ähneln, wollen wir euch im Vergleich eine Antwort auf die Frage geben, welche Konsole sich für euch lohnt.

Nintendo Switch OLED und Steam Deck: Technische Details im Überblick

Steam DeckNintendo Switch OLED
Preiszwischen 419 bis 679 Euro350 Euro
CPUAMD Zen 2Nvidia Tegra X1
CPU-Frequenz2,4 GHz bis 3,5GHz1,02 GHz
GPURDNA 2Nvidia Tegra X1
GPU-Frequenz/Teraflops1 GHz bis 1,6 GHz/1 TF bis 1,6 TF307,2MHz bis 768MHz/157 GF bis 393 GF
RAM16 GB LPDDR54 GB LPDDR4
Speicherplatz64 GB eMMC NAND, 256 GB NVMe SSD, 512 GB NVMe SSD64 GB eMMC NAND
BildschirmLCD Touchscreen
7 Zoll
1280*800 Auflösung
teuerstes Modell hat eine spezielle Entspiegelung
OLED Touchscreen
17,78 cm/7 Zoll
1280*720 Auflösung
Gewicht669 Gramm421 Gramm mit Joy-Con
322 Gramm ohne Joy-Con
Größe11,7 cm x 29,8 cm x 4,9 cm10,16 cm x 24,13 cm x 1,40 cm
Controller abnehmbar?neinja
unterstützte Controlleralle gängigen Controller (DualShock 4, DualSense, Nintendo Switch Pro Controller, Xbox Wireless Controller)Joy-Con, Nintendo Switch Pro Controller
ModusTV, HandheldTV, Handheld, Tisch

So sieht die Nintendo Switch OLED aus:

Nintendo Switch OLED
Am grundsätzlichen Design der Konsole hat sich eigentlich nichts geändert. © Nintendo

So sieht das Steam Deck aus:

Steam Deck
Etwas breiter und klobiger kommt das Steam Deck daher. © Valve

Das spricht für Steam Deck

Hersteller Valve bezeichnet Steam Deck zwar selbst als PC, konkurriert aber trotzdem eher mit Konsolen. Das liegt vor allem an dem sehr ähnlichen Konzept zur Nintendo Switch. Das sind einige Gründe für das Steam Deck.

Größte Spielebibliothek aus mehreren Jahrzehnten

Das wohl interessanteste an Steam Deck ist, dass das Gerät auf eine Bibliothek an Spielen zurückgreifen kann, die seines Gleichen sucht. Denn egal welches Spiel ihr auf Steam findet, es soll laut Valve auf dem Steam Deck spielbar sein. Damit habt ihr über 50.000 Spiele zur Auswahl, die eine Vielzahl an Konsolengenerationen abdecken.

Mit Steam als Plattform erwartet euch eine riesige Bibliothek an Videospielen. © Valve

Betriebssystem austauschbar

Steam Deck wird mit einer modifizierten Version von Steam OS ausgeliefert. Das Betriebssystem verwendet Linux und lässt euch optimal den Store nutzen, Spiele installieren oder über den Desktop den Handheld als normalen PC nutzen. Dadurch lassen sich andere Händlerseiten aufrufen, die nicht von Steam sind.

Ihr könnt aber Steam OS deinstallieren und aus dem Steam Deck einen Windows 10-PC machen. Jedoch würdet ihr das auf eigene Gefahr hin machen, da Valve den Support anderer Betriebssysteme nicht unterstützt.

Das spricht gegen Steam Deck

Entscheidet ihr euch für ein Steam Deck, dann solltet ihr diese möglichen Stolpersteine beachten.

Technische Performance in ein paar Jahren

Auch wenn das Steam Deck aus heutiger Sicht ein guter Einsteiger-PC ist, so ist derzeit nicht absehbar, wie schnell es Spiele geben wird, die der Handheld nicht mehr schafft. Zudem wird es sehr wahrscheinlich im Gegensatz zu Spielen für Konsolen keine dedizierten Steam Deck-Fassungen geben, die auf das Gerät optimiert sind. Dadurch werden die Spiele zwar durch pure Power angetrieben aber nutzen nicht das Potenzial der Plattform aus.

Steam Deck
Wie lange noch wirklich alle Spiele mit dem Steam Deck spielbar sein werden, ist derzeit nicht bekannt. ©Valve

Fehlende Austauschbarkeit der Controller im Handheld-Modus

Wie bei anderen Konsolen und Controller gibt es beim Steam Deck die Gefahr, dass irgendwann einmal etwas kaputt geht. Da aber die Controller-Seiten nicht abnehmbar sind oder irgendwie anderes ausgetauscht werden können, ist es möglich, dass mit der Zeit eine Reparatur seitens Valve nötig wird.

Der Stick und andere Knöpfe könnten bei einem Defekt gleich das ganze System lahmlegen. © Valve

Da kommt vor allem das Stick-Drift-Problem in den Sinn. Davon ist zum Beispiel die Nintendo Switch geplagt, wodurch sich der Charakter bewegt zum Beispiel ohne Eingabe. Valve ist sich diesem potenziellen Fehler bewusst, sagt aber selbst, dass Drift kein Problem beim Deck werden soll:

SteamSteam Deck: Valve versucht gefürchtetes Stickdrift-Problem zu verhindern

Das spricht für eine Nintendo Switch OLED

Nintendos Hybridkonsole bekommt endlich eine Hardware-Revision, die ihr vor allem dann braucht, wenn ihr viel im Handheld spielt.

Der OLED-Bildschirm

Ganz klar ist bei dem neuen Switch-Modell das große Verkaufsargument der neue Bildschirm. Dieser setzt auf ein OLED-Panel und hat zur Folge, dass Farben und Kontraste besser dargestellt werden. Dadurch wird beim Spielen im Handheld- oder Tisch-Modus das Erlebnis deutlich verbessert.

Nintendo Switch OLED
Von dem neuen Bildschirm können vor allem bunte Spiele wie Splatoon 3 richtig profitieren. © Nintendo

Exklusive Spiele von Nintendo

Nintendo ist vor allem durch die eigenproduzierten Spiele bekannt. Wer eine Switch hat, der kauft sich diese für Zelda, Mario, Metroid und vieles mehr. Diese Marken sind für viele ein absoluter Kaufgrund und lassen sich eben nur auf Nintendos Konsolen finden. Kleinere Indie-Spiele oder größere Third-Party-Titel sind da für die meisten eher eine nette Dreingabe.

Das spricht gegen eine Nintendo Switch OLED

Die Nintendo Switch OLED bietet durchaus ein paar Vorteile, so gibt es Kritikpunkte, die einen Kauf der OLED-Variante gefährden könnten.

Veraltete Technik

Bereits 2017 war die Nintendo Switch gemessen am damaligen Konsolenmarkt deutlich zu schwach – das ändert sich auch 2021 mit der OLED-Version nicht. Nach der Veröffentlichung der PlayStation 5 und Xbox Series X/S machen sich die Makel der Hybridkonsole bereits im Handheld-Modus so langsam bemerkbar.

Die Schere zwischen den Konsolen wird in den kommenden Jahren immer größer. Da hätte die OLED-Switch mit ein wenig mehr Power zumindest etwas die Zeit bis zum eventuellen Nachfolgermodell überbrücken können.

Nintendo Switch OLED
Ob die Switch wirklich solange bis zu einer ganz neuen Switch noch genug Power für viele Spiele leisten kann, steht in den Sternen. © Nintendo

Weiterhin Joy-Con-Drift

Schon seit Jahren kämpft Nintendo mit dem Drift-Problem der Joy-Con. Zwar wird mittlerweile eine kostenlose Reparatur angeboten, aber eine wirkliche Lösung ist es nicht. Mit der neuen Nintendo Switch OLED hätte der Hersteller etwas an dem Bauteil ändern müssen – doch das wird leider nicht der Fall sein.

Noch mehr zur Nintendo Switch OLED fasst PlayCentral für euch hier zusammen:

Nintendo SwitchNintendo Switch OLED: Die Vorteile des OLED-Modells und für wen sich ein Kauf lohnt

Fazit – Für wen lohnt sich letztlich welche Konsole?

Steam Deck und Nintendo Switch sind sich im Konzept zwar extrem ähnlich, so gehen die Zielgruppen jedoch weit auseinander. Steam Deck richtet sich größtenteils an Core-Spieler*innen, die noch mehr aus ihrer Steam-Bibliothek herausholen wollen. Die Nintendo Switch ist mit dem OLED-Modell eher an eine breitere Masse gerichtet und wird in Zukunft das alte, größere Modell ersetzen.

Entscheidet euch für Steam Deck, wenn… ihr keinen Gaming PC habt oder dringend unterwegs weiterhin eure PC-Spiele zocken wollt. Für ein portables Gerät ist extrem gute Technik verbaut, die auf dem Papier AAA-Gaming verspricht. Jedoch gibt es noch einige Fragezeichen, ob die Spiele speziell angepasst werden an das Deck und ob die Steuerung im Handheld-Modus präzise genug ist.

Entscheidet euch für Nintendo Switch OLED, wenn… ihr sowieso schon vorhattet, eine große Switch zu kaufen oder nicht auf die Exklusives von Nintendo verzichten wollt. Hier bekommt ihr die gleiche Erfahrung wie auf allen anderen Geräten aber eben mit einem deutlich besseren Bildschirm. Habt ihr bereits eine Nintendo Switch, dann ist der Zweitkauf für ein Upgrade deutlich zu kostspielig.

Hüpft durchs Pilzkönigreich, schnetztelt Gegner mit Chaosklingen und rast durch Großbrittanien. Verschlingt jedes Spiel auf dem Platinum Games steht. Feiert koreanische Thriller ab und erkennt Achterbahnen an den Schienen.
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