Artikel

Entwickler unterstützen Highguard – Ein Zeichen gegen toxische Kritik in Gaming

Highguard ist kaum eine Woche alt – und sorgt bereits für hitzige Diskussionen in der Gaming-Community. Der neue Hero-Shooter von Wildlight Entertainment wurde am 26. Januar 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X/S und PC veröffentlicht. Trotz eines soliden Starts mit 97.000 gleichzeitigen Spielern auf Steam fiel die Bewertung innerhalb weniger Stunden auf „Größtenteils negativ“. Doch nun erhalten die Entwickler überraschende Rückendeckung – ausgerechnet von Kolleginnen und Kollegen anderer Studios.

Entwickler verteidigen Highguard gegen Kritik

Warum äußern sich Entwickler anderer Studios zu Highguard? Die aktuelle Stimmung rund um Highguard ist angespannt. Während die Spielerzahlen rapide sanken, wurde das Spiel in sozialen Netzwerken und auf Review-Plattformen scharf kritisiert. Die Situation zog auch die Aufmerksamkeit prominenter Entwickler auf sich: Thomas Puha, Kommunikationschef von Remedy Entertainment, kritisierte die mediale Berichterstattung und fragte, ob hier bewusst Negativschlagzeilen produziert würden.

Michael Douse, Publishing Director von Baldur’s Gate 3, ging noch weiter:

Game Development runs on optimism

Magischen Merch entdecken! ✨

Zauberstäbe, Deko & Sammlerstücke – jetzt auf Zauberkram.de. 🧙‍♂️

Zum Shop

– mit diesem Statement machte er deutlich, wie demotivierend die Welle an Spott für Entwickler sein kann. Laut Douse erschwert übermäßiger Zynismus nicht nur die kreative Arbeit, sondern verzerrt auch das Verständnis dafür, was Spielende wirklich wollen.

Ein Debüt mit großen Erwartungen

Was ist Highguard überhaupt für ein Spiel? Highguard ist ein kostenloser PvP-Raid-Shooter, in dem du als sogenannter „Wächter“ (Warden) auf einem mystischen Kontinent um strategische Ziele kämpfst. Dabei kommen nicht nur klassische Shooter-Mechaniken zum Einsatz, sondern auch Fantasy-Fähigkeiten, zerstörbare Umgebungen und sogar berittene Gefechte. Die Matches laufen in mehreren Phasen ab und setzen stark auf Teamwork.

Hinter dem Spiel steht das Studio Wildlight Entertainment – ein Team aus über 60 Branchenveteranen, darunter Entwickler von Apex Legends, Titanfall und Call of Duty. Das Ziel: ein frisches Shooter-Erlebnis mit taktischer Tiefe. Die Enthüllung erfolgte als großes Finale bei den Game Awards 2025, was die Erwartungen zusätzlich schürte.

Ein Spiel zwischen Potenzial und Problemen

Worin liegen die Schwächen – und Stärken – von Highguard? Erste Testberichte lobten das dynamische Spielgefühl, die Struktur aus Angriff und Verteidigung sowie die strategische Komponente. Allerdings wurden auch Probleme bei Balance, Loot-System und Progression deutlich. Die Matches laufen im 3-gegen-3-Format ab, was zwar Übersicht schafft, aber auch schnell unausgeglichen werden kann.

Trotz dieser Schwächen sehen viele in Highguard einen innovativen Genrevertreter – nur wird dieser Eindruck derzeit von der negativen Berichterstattung überschattet. Laut Douse und anderen Stimmen sei die Kritik teilweise überzogen und lenke vom eigentlichen Potenzial ab.

Ein Weckruf für die Branche?

Was sagt die Debatte über den Umgang mit neuen Spielen aus? Die Diskussion um Highguard wirft ein Schlaglicht auf ein tieferes Problem in der Spielebranche: die Schnelllebigkeit von Hypes und Shitstorms. Swen Vincke, CEO von Larian Studios, brachte sogar die Idee ins Spiel, dass Kritiker selbst mit Bewertungssystemen versehen werden sollten – ein Vorschlag, den er später zurückzog, der aber die Debatte weiter anheizte.

Viele Entwickler sehen in der aktuellen Kritik an Highguard ein Symptom für eine toxisch gewordene Feedbackkultur. Dabei sei konstruktive Kritik wichtig, aber Häme helfe weder den Studios noch der Community. Stattdessen brauche es mehr Geduld und Offenheit gegenüber neuen Ideen – selbst wenn sie noch nicht perfekt umgesetzt sind.

Wie geht es jetzt mit Highguard weiter?

Wie reagiert Wildlight Entertainment auf das Feedback? Das Studio hat bereits mit dem ersten Update reagiert und eine Roadmap für zukünftige Inhalte veröffentlicht. Mit Cross-Play und Cross-Progression über alle Plattformen hinweg will man die Community zusammenhalten und weiterentwickeln. Ob das reicht, um das Vertrauen zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten.

Doch wenn eines sicher ist: Die Branche beobachtet Highguard genau. Und vielleicht ist es genau diese Aufmerksamkeit – gepaart mit ehrlicher Weiterentwicklung – die dem Spiel doch noch zum Erfolg verhelfen kann.

Was hältst du von der Debatte rund um Highguard? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare!

Prinz Vegeta

Zwischen den Kämpfen sorge ich dafür, dass mein Super-Saiyajin-Haar perfekt sitzt und versuche meiner Tochter Bra beizubringen, dass ich der coolste Saiyajin-Papa bin. Es ist nicht immer einfach, aber ich gebe mir Mühe. Nebenher schreibe ich für PlayCentral.de.
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Neueste
Älteste Am meisten gewählt
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anschauen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"