PLAYCENTRAL TESTS New Pokémon Snap im Test: Großartige Taschenmonster-Fotosafari

New Pokémon Snap im Test: Großartige Taschenmonster-Fotosafari

Von Daniel Busch - Test vom 04.05.2021 16:57 Uhr
New Pokémon Snap
© Nintendo/The Pokémon Company

Der N64-Titel Pokémon Snap erfreut sich bis heute großer Beliebtheit bei den Fans und satte 20 Jahre hat es gedauert, bis die Fanwünsche nach einem Nachfolger erfüllt wurden. Nintendo und The Pokémon Company bringen mit New Pokémon Snap einen brandneuen Ableger der beliebten Taschenmonster-Fotosafari auf die Nintendo Switch und überzeugen mit der Umsetzung auf ganzer Linie, wie wir in unserem Test herausgefunden haben.

New Pokémon Snap im Test: Mit der Kamera auf Pokémon-Erkundung

Seit jeher ist es das Motto der Pokémon-Spiele, alle Taschenmonster zu sammeln. „New Pokémon Snap“ geht diesen Leitspruch etwas anders an. Anstelle Pokébälle zu werfen, schießen wir Fotos von allen Wesen, die uns vor die Linse springen. Dafür helfen wir als frischgebackener Fotograf oder Fotografin dem Forschungsteam rund um Professor Mirror und seiner Assistentin Rita aus, um auf diese Weise das Verhalten von Pokémon zu erforschen und in einem Fotodex zu dokumentieren.

Willkommen in der Lentil-Region

„New Pokémon Snap“ spielt in der neuen Lentil-Region, einem Insel-Archipel, das viele bisher unerforschte Orte beherbergt. Also macht ihr euch sofort auf zur Entdeckungstour durch die unterschiedlichen Areale. Nacheinander werden dichte Dschungel, idyllische Strände oder sogar ein brodelnder Vulkan durchfahren. Es gibt also einiges zu sehen.

Pokémon aus allen Generationen sind in der Lentil-Region beheimatet. © Nintendo/The Pokémon Company

Die Fotosafari in „New Pokémon Snap“ ist in eine interessante Handlung eingerahmt. Denn abgesehen vom Füllen des Fotodex geht Prof. Mirror noch den großen Mysterien von Lentil auf den Grund: Das Lumina-Phänomen. Geschehnisse vor Jahrtausenden haben dazu geführt, dass nur in dieser Region einige Pokémon durch eine mysteriöse Kraft zu leuchten beginnen. Im Laufe des Abenteuers erforschen wir dieses Phänomen und entdecken sogar spezielle Level, in denen wir ein besonderes, leuchtendes Lumina-Pokémon ablichten müsst.

Werde der beste Pokémon-Fotograf

Genau wie beim N64-Klassiker fahrt ihr in einem Gefährt (dem Neo-One) in gemütlicher Schrittgeschwindigkeit feste Strecken in den Arealen ab. Auf eurem Railroad-Trip könnt ihr euch frei drehen und begegnet insgesamt über 200 verschiedenen Pokémon in ihren natürlichen Lebensräumen. Während einige von ihnen euch direkt interessiert anschauen, wenn ihr vorbeifahrt, ist es bei anderen Pokémon wiederum schwieriger, einen guten Blick auf sie zu erhaschen und müssen erst hervorgelockt werden. So rennt Hopplo gerne munter in der Ferne umher und lässt sich erst gut ablichten, wenn ihr seine Aufmerksamkeit erhascht habt.

Dabei reicht es nicht aus, einfach auf den Auslöser zu drücken. Für richtig gute Bilder müssen die jeweiligen Taschenmonster in „New Pokémon Snap“ eine interessante Pose machen, groß und mittig auf dem Bild zu sehen sein und in die Kamera schauen. Bestenfalls befinden sich noch weitere Pokémon auf dem Foto. Nach eurer Tour werden die Bilder von Prof. Mirror nämlich nach diesen Kriterien bewertet.

Wir erforschen in unserem Test das mysteriöse Lumina-Phänomen. © Nintendo

Nach und nach füllt ihr dadurch euren Fotodex und sammelt Punkte. Jedes Pokémon besitzt auf seiner Fotodex-Seite Platz für vier Fotos, die jeweils in Kategorien mit ein bis vier Sternen unterteilt sind. Während 1-Stern-Bilder das Pokémon einfach bei seinem alltäglichen Verhalten zeigen (zum Beispiel während es läuft), präsentieren Bilder aus höheren Stern-Kategorien sogar besondere Aktionen wie Angriffe oder Interaktionen mit anderen Pokémon. Für einen vollständigen Fotodex und besonders viele Punkte ist es notwendig, alle Stern-Posen abzulichten – und möglichst eine sehr gute Diamant-Bewertung dabei einzuheimsen.

Ihr könnt dank verschiedener Hilfsmittel mit den Pokémon interagieren, die im Verlauf der Handlung nacheinander freigeschaltet werden. Werft zum Beispiel leckere Samtäpfel, um das Wesen beim Fressen zu fotografieren. Schon habt ihr vielleicht eine Zwei- oder Drei-Sterne-Pose gesehen. Das Abspielen von Melodien kann Pokémon zum Tanzen bringen und sogar auf die Scan-Funktion reagieren einige Monster. Die besonderen Lumina-Kugeln bringen Pokémon indes sogar zum Leuchten und können noch weitere Aktionen auslösen.

Monargoras mit epischem Gebrüll: Das gibt eine super Bewertung! © Nintendo/The Pokémon Company

Unglaublich viel Liebe zum Detail

In „New Pokémon Snap“ steckt unglaublich viel Liebe zum Detail! Das Entwicklerstudio hat die gesamten Areale nicht nur wunderschön gestaltet, sondern auch die Pokémon derart lebendig wirken lassen, dass es selbst nach mehreren Durchfahrten durch dasselbe Areal immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Überall laufen und springen die Taschenmonster umher und manchmal interagieren sogar mehrere unterschiedliche Pokémon-Arten miteinander – es ist praktisch unmöglich, alles in einer Durchfahrt zu sehen. Insbesondere, da sich die Monster durch die Items zu immer anderen Aktionen ermuntern lassen. Es lohnt sich, die Strecken öfters zu befahren und wirklich alles zu entdecken. Nur so lässt sich der Fotodex füllen.

Unser Test zeigt: New Pokémon Snap ist das schönste Pokémon-Spiel bislang und strotzt vor Liebe zum Detail. © Nintendo/The Pokémon Company

Dennoch muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass sich einige matschige Texturen in die Umgebungen eingeschlichen haben, die sogar ziemlich deutlich auffallen. Zudem hätten die Entwickler mehr Optimierung ins Antialiasing stecken können, um Treppeneffekten noch besser vorzubeugen.

Deutlich mehr Umfang als im N64-Klassiker

Langweilig wird es glücklicherweise nicht, denn die Level haben in „New Pokémon Snap“ deutlich mehr Wiederspielwert als im Vorgänger:

  • Wenn ihr genügend Punkte mit den Fotos sammelt, steigt ihr im Forscherrang. Dadurch ändern sich manche Sachen im jeweiligen Areal und es können neue Pokémon auftauchen. Es macht großen Spaß, die Strecken erneut zu fahren und die Änderungen zu entdecken. Ihr habt anschließend immer die Wahl, mit welchem Rang ihr die Level durchfahren wollt. So gesehen, gibt es die Strecken in mehreren Versionen, die sich vom Verhalten und Vorkommen der Pokémon unterscheiden.
  • In den verschiedenen Strecken könnt ihr alternative Routen entdecken, die zu unerforschten Gegenden und neuen Pokémon führen.
  • Ihr könnt sogar die Strecken zu verschiedenen Tageszeiten erkunden: nicht nur tagsüber, sondern auch abends oder nachts. Je nachdem sind einige Pokémon nun wach, die tagsüber schlafen, oder es tauchen sogar völlig neue nachtaktive Wesen auf.
  • Es lohnt sich, vieles auszuprobieren, um alle nötigen Posen und Sterne-Kategorien der Fotos zu bekommen.
  • Es gibt eine Reihe von Herausforderungen, die Prof. Mirror und Rita euch stellen: Zum Beispiel will Rita ein Foto sehen, auf dem Karpador von einem Tauboss geschnappt wird. Es kann jedoch vorkommen, dass solche Herausforderungen trotz Beweisfoto nicht als erfüllt gewertet werden.
Cool, Hopplo kickt blaue Flammen, wenn ihr es mit einer Lumina-Kugel bewerft. © Nintendo/The Pokémon Company

Mit der Story waren wir im Rahmen des Tests in gut 16 Stunden durch. Aber: Währenddessen haben wir erst 175 der über 200 Pokémon gesehen. Außerdem fehlten noch eine ganze Reihe an unterschiedlichen Sternekategorien im Fotodex – ganz zu schweigen von Diamant-Bewertungen. Außerdem gibt es nach den Credits noch immer neue Geheimnisse zu entdecken.

Ihr seht, „New Pokémon Snap“ hat deutlich mehr Umfang zu bieten, als es anfangs den Anschein macht. Ihr könnt nach der Story nochmal genauso viel Zeit brauchen, um wirklich alles zu sehen oder euren Fotodex ganz zu füllen.

Dank der unglaublichen Liebe zum Detail macht das zwar bis zu einem gewissen Grad durchaus Spaß, aber man darf nicht vergessen, dass ihr immer wieder dafür dieselben Strecken abfahrt. Irgendwann kennt man die Kurse schon fast auswendig und das Spiel kann sich recht zügig von einer entdeckungsreichen Safari-Attraktion zu einer repetitiven Angelegenheit wandeln.

Zudem sieht der Umfang in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um einen Vollpreistitel handelt, recht mager aus. Wohingegen ihr zum Beispiel in den Haupteditionen hunderte Stunden verbringen könnt, bietet Snap noch lange nicht denselben Langzeitfaktor an Spielspaß.

Bilder aufmotzen und Online-Modus: Das gibt es außerhalb der Level zu tun

Befindet ihr euch nicht auf einer der Fotosafari-Strecken gibt es trotzdem verschiedene Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben.

„New Pokémon Snap“ im Test: Eure Fotos könnt ihr nach Lust und Laune mit Stickern und mehr versehen und anschließend online teilen. © Nintendo/The Pokémon Company

Je weiter ihr im Spiel vorankommt und zum Beispiel genügend Pokémon eines bestimmten Typs ablichtet oder ein neues Areal entdeckt, werdet ihr mit verschiedenen Collectibles belohnt. Dazu gehören Forschertitel und Profilbilder für den Online-Modus sowie Rahmen, Filter und Stempel für eure Fotos. Ihr habt die Möglichkeit eure Fotos im Nachhinein mit diesen Utensilien den letzten Schliff zu verpassen und online hochzuladen.

Andere Spieler*innen können eure Meisterwerke dann mit Apfelmedaillen auszeichnen. Andersherum könnt ihr auch Schnappschüsse anderer Spieler bewundern, wenn sie euch hervorragend gefallen, und diese ebenfalls belohnen. Mit den Ranglisten lässt sich außerdem vergleichen, wer zum Beispiel auf einer bestimmten Strecke die meisten Punkte gesammelt hat.

Immer im Beast-Mode und manchmal ganz schön verpeilt. Sport-Enthusiast, der die USA liebt und von seiner eigenen Harley träumt. Super Saiyajin im Training, Trophäenjäger an der PlayStation. Bevorzugt Sony-Exclusives, God of War, GTA V und RDR2.
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