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League of Legends: Nach zahlreichen Veränderungen: Test Nr. 2!

Von Redaktion PlayCentral - News vom 28.01.2011 14:19 Uhr

Bereits am 27. Oktober 2009 erschien weltweit das Taktik-MMOG League of Legends, oder kurz LoL. Nachdem das Spiel bereits während seiner Beta-Phase sehr umjubelt wurde, setzte sich US-Entwickler Riot Games gegen die Welle an DotA-Klonen durch und erschuf das derzeit erfolgreichste Spiel dieses Genres. Obwohl Ex-Publisher GOA mittlerweile nicht mehr mit im Boot sitzt, erfreut sich das Online-Gemetzel immer noch großer Beliebtheit und konnte einiges an Auszeichnungen einsacken. Nachdem League of Legends bereits im März 2010 unser Testlabor besuchte, bekam der Titel mit 79% eine nicht ganz unbeachtliche Wertung. Allerdings hat sich seither viel in der Welt von Runeterra getan. Unser Redakteur Christian 'Hijuga' Liebert hat sich daher für euch erneut in die Liga der Legenden begeben, um zu testen, wie gut LoL mittlerweile noch ist.

Neue Champions!

Wenn es eine Sache in League of Legends gibt, bei der die Zeit niemals still steht, dann bei den Champions. Ständig kommen neue hinzu und alle sind auf ihre eigene Art einzigartig. Jeder neue Avatar bedeutet auch wieder eine Veränderung im Spiel selbst. Natürlich gibt es die festgelegten Schemen: Tank, Damage-Dealer, Healer und Supporter. Doch die Game-Designer von Riot haben es geschafft, dass jeder Held seine Eigenheit hat. Während z.B. AP-Nuker Vladimir mit hoher Hitpunktzahl und einem ziemlich fiesen Lebensentzug glänzt, punktet Galio mit seiner Magieresistenz. Beide sind auf ihre eigene Art auch als Tank des Teams nützlich und genau das macht League of Legends aus. So muss man seinen Spielstil ständig auf die neuen Recken anpassen und es wird nie langweilig.
caitlyn
Caitlyn – eine der vielen Neuen in der Liga der Legenden

Das heißt aber nicht, dass die älteren Heroes in Rente geschickt wurden. Auch Champions der ersten Stunde werden immer noch aktiv gespielt und sind nicht selten auf dem Schlachtfeld anzutreffen. Hier hat Riot wirklich eine Glanzleistung vollbracht.

Man kann darüber streiten, ob die digitalen Alter-Egos in jedem Fall ausbalanciert sind. Meistens ist es aber so, dass ein Champion erst dann seine wahre Kraft zeigt, wenn er auch richtig gespielt wird. Das ist nicht immer so einfach, denn es kommt auf eine gewisse Kenntnis der Spielmechanik an. Achtet also darauf, wie ihr eure Runen und Meisterschaften auslegt. Auch die richtige Itemwahl ist wichtig. Wenn man z.B. gegen Ryze oder Ezreal kämpft, ist ein bisschen Magieresistenz niemals falsch. 

Bald eine neue Karte in Sicht?

Während Riot neue Champions quasi am Fließband fertigt, sieht es bei den Maps ziemlich mau aus. Zwar erschien kurz nach Release mit dem Gewundenen Wald eine 3-gegen-3-Karte, aber das war‘s dann leider auch schon. Allerdings kommt auch hier bald ein wenig frischer Wind. Mit der Magmakammer kündigte der Entwickler eine neue 5-gegen-5-Karte an. Diese soll vor allem in Sachen Taktik deutlich den Spielanspruch steigern. Auch neue, verbesserte Creeps und Buffs wird es wohl geben. Bis diese aber endgültig implementiert werden, kann noch ein bisschen Zeit vergehen und es heißt erst mal weiterhin die angestaubten alten Maps zocken.

Riot Games sollte sich hier wirklich mal etwas Zeit nehmen und zwischen den neuen Champions auch neue Spielfelder einbauen. Auf der Weltkarte ist ja immerhin noch viel Platz!

Viel verändert hat sich am eigentlichen Gameplay nicht. Immer noch treten zwei Teams gegeneinander an. Es gilt auch weiterhin, die jeweils gegnerische Basis zu stürmen und deren Herz, den so genannten Nexus, zu vernichten. Sicherlich wäre ein neuer Spielmodus nicht übel, würde aber wohl nicht in dieses Genre passen.

PvE-Freunde werden weiterhin wenig Spaß an League of Legends haben. Zwar gibt es die Möglichkeit, gegen ein Bot-Team zu spielen, das ist aber nur dann wirklich sinnvoll, wenn man einen neuen Champion ausprobieren möchte. Diese Art Spielens bringt auf die Dauer wenig bis gar keine Langzeitmotivation.  LoL ist ein Spiel für PvP-Fans und daran wird sich wohl nichts großartig ändern.

Stand da nicht mal GOA?

Spieler der ersten Stunde werden sich wohl noch an ihn erinnern, den ursprünglichen Publisher GOA. Diesen hat Riot mittlerweile abgesägt und den Support sowie den Vertrieb selbst in die Hand genommen. Das war auch nötig! Der ehemalige französische Betreiber, der unter anderem auch für Dark Age of Camelot und Warhammer: Online zuständig war, genoss einen sehr umstrittenen Ruf in der europäischen Community, nicht zuletzt wegen seines schwachen Supports und seinem fragwürdigen Umgang mit Problemen. Gerade die schlechte Serverperformance wurde von vielen Usern beklagt und bemängelt. Auch funktionierten in der europäischen Version einige Features des Clients nicht, die Riot selbst schon lange implementiert hatte. So war es z.B. selten möglich, sich nach dem Kampf die Statistik anzusehen, da diese nicht funktionierte.

League of Legends ist aber nicht der einzige Reinfall des französischen Unternehmens. Zwischen 2009 und 2010 musste GOA fast alle seine Lizenzen abgeben und beendete somit seine Existenz. Trotz der Tatsache, dass es den Publisher nicht mehr gibt, steht sein Name heute noch auf den Collectors-Pack-Spielhüllen. Das wird wohl auch noch so lange so bleiben, bis es eine neue Pressung gibt.

Auf in die Arena!

Auch wenn es an neuen Maps noch mangelt, wurde ein Feature hinzugefügt, welches sich viele Spieler gewünscht haben: Die gewerteten Kämpfe! Sobald ihr Beschwörerstufe 30 erlangt habt, könnt ihr euch Random oder Premade für gewertete Spiele anmelden. Hier ist es auch möglich, wie beim Vorbild DotA, Champions abzuwählen, damit diese nicht benutzt werden können. Wie man bei dem Namen des Features bereits vermuten kann, bekommt ihr für eure Kämpfe dann eine Wertung. Diese ist natürlich besser, wenn ihr deutlich mehr gewinnt als verliert. Die besten Spieler werden dann auf der offiziellen Seite des Spiels erwähnt. Außerdem besteht die Möglichkeit, beim Seasonfinale 100.000 US-Dollar zu gewinnen.

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Die Magmakammer – mit der neuen Karte erwartet den Spieler neuer Nervenkitzel!

Mehr Leistung?

Dem ein oder anderen wird es schon aufgefallen sein. League of Legends benötigt nun etwas mehr an Systemressourcen als noch zur Veröffentlichung. Grund hierfür sind einige Grafikupdates, welche das Spiel etwas detailreicher machen. So kann man nun z.B. die Maps in verschiedenen Designs spielen, welche die Jahreszeiten darstellen. Neue Systemanforderungen sind aber nicht bekannt.

Ansonsten wurde grafisch wenig am Spiel verändert. Auch der monotone Soundtrack ist immer noch der gleiche. Lediglich die Champions selbst haben einiges an vertonten Sätzen bekommen. Sehr nett anzuhören und auch nicht immer ganz jugendfrei.

Leider haben die Server, bedingt durch die hohe Spielerzahl, manchmal ein paar Hänger. Gerade am Wochenende kommt es deshalb hin und wieder zu Latenzproblemen und Ausfällen.

Von Skins, Boostern und Balance

Riot legt auch weiterhin sehr viel Wert darauf, dass LoL kostenlos spielbar ist. Daher ist auch der Itemshop ziemlich ausbalanciert und birgt keine versteckten „Pflichtkäufe" wie es in anderen Onlinespielen der Fall ist. Während ihr euch Runen und Champions auch über die reguläre Ingame-Währung „Einflusspunkte" kaufen könnt, gibt es lediglich ein paar Booster und die verschiedenen Skins für echtes Geld. Wem es nichts ausmacht, dass er seinen Champion im Standardlook spielt, bzw. wer auf mehr EXP und Einflusspunkte keinen Wert legt, der kann League of Legends auch komplett kostenlos spielen, ohne einen spielerischen Nachteil dadurch zu haben.

Allerdings sind die Skins schon teilweise echte Hingucker und für durchschnittlich drei Euro pro Stück auch gar nicht so teuer. Wer also mal ein paar Münzen übrig hat, kann die Jungs von Riot auch schon mal für ihre Arbeit entlohnen. Pflicht ist es allerdings nicht und das ist auch gut so. Hier zeigt der Entwickler fortschrittliches Denken und beweist, dass man auch ohne Exquisit-Items sein Geld verdienen kann.

Wer LoL erleben will, ohne einen Cent dafür zu bezahlen, wird dies ohne Probleme schaffen. Auch wenn man nicht so viel Zeit zum Spielen hat. Echtes Free-2-Play also.

Riot und die Community

Anders als GOA legt Riot sehr viel Wert auf die Meinung der Community. Auch versucht der Entwickler, seine Spieler mehr in die Entwicklung von League of Legends mit einzubeziehen. So werden nicht selten z.B. Skin-Entwürfe der User mit ins Spiel implementiert oder Balanceänderungen durchgeführt. Auch mit dem angekündigten Tribunal-System will Riot sein Publikum mehr an der Konzeption des Spielgeschehens teilhaben lassen. So wird es den Spielern ab demnächst möglich sein, mitzubestimmen, ob gemeldete Spieler schuldig sind oder nicht. Das soll vor allem helfen, den Spielverderbern Einhalt zu gebieten und die Situation in den Random-Games zu verbessern. Als Belohnung warten dann Einflusspunkte auf euch.

Auch im Umgang, den Riot im offiziellen Forum an den Tag legt, merkt man, dass der Spieleschmiede der Kontakt zu seinen Spielern sehr wichtig ist. Hier fühlt der Hersteller den Zahn der Zeit und setzt eben nicht auf altbewährtes, distanziertes Verhalten. Gerade in der neuen Generation der Onlinespiele ist es wichtig, den User als Zielgruppe zu sehen, die man sich halten muss.

Allerdings muss man erwähnen, das League of Legends auch ein Opfer von Störenfrieden ist. So gibt es einige User, deren Verhalten manchmal stark zu wünschen übrig lässt. Dies liegt unter anderem an der hohen Popularität des Spiels und der Tatsache, dass man es gratis zocken kann. Leider zieht so was nicht immer nur die freundlichen Spieler an Land. Doch zum Glück gibt es eine Ignorieren-Funktion.

81
League of Legends im Test

Fazit und Wertung von Redaktion PlayCentral

Fazit

Auch wenn es neben den Unmengen an neuen Champions und den gewerteten Spielen keine größeren Veränderungen gibt, ist League of Legends immer noch die erste Wahl, wenn es um Taktik-Rollenspiele im DotA-Stil geht. Das Spiel hat sich zu Recht gegen seine Konkurrenten durchgesetzt und punktet mit seiner ausgefeilten Spielmechanik, seinem Witz und seiner Langzeitmotivation. Leider ist die Comicgrafik nicht jedermanns Geschmack und der Soundtrack könnte auch eine Aufpolierung vertragen.

Eine neue Map wäre sicherlich auch schön, um wieder ein bisschen mehr Schwung in den Spielalltag zu bringen. Dennoch weiß Riot die Fans des Genres zu fesseln und dies begeistert nicht nur Echtzeitstrategie-Freunde. Wer immer noch am Vorbild DotA hängt, sollte wenigstens mal einen Blick in die Welt von Runeterran werfen, denn es lohnt sich auf alle Fälle. Freunde des PvE und Solospieler werden weiterhin keine große Freude an diesem Titel haben, da LoL ausschließlich für den Multiplayer bzw. für PvP konzipiert ist.

Leider gibt es immer noch ab und an mal Probleme mit der Serverlatenz, was gerade zur Hauptspielzeit sehr nervig werden kann. Wir hoffen dennoch, dass Riot Games an seinem Kurs festhält, weiterhin viel Wert auf seine Community legt, den Itemshop so lässt, wie er ist, und League of Legends kontinuierlich erweitert.

Aus all diesen Gründen heben wir die Wertung im Vergleich zum Vorjahr um stolze 2%

PvE

Leider kaum/nicht vorhanden, da das Spiel auf PvP ausgelegt ist. Es ist zwar möglich gegen Bots zu spielen, das wird aber schnell langweilig.

PvP

5-gegen-5, 3-gegen-3, mit eigenem Team oder Random sowie gewertete Spiele mit Rangliste. LoL ist was für Freunde des puren PvPs, ohne die restlichen Rollenspielaspekte.

Solospieler

Ihr könnt euch alleine für eine zufällige Gruppe anmelden, seid aber immer auf andere Mitspieler angewiesen. Übungsspiele gegen Bots sind möglich, bieten aber keine Langzeitmotivation.

Gelegenheitsspieler

Der Random-Finder sucht immer andere Mitspieler auf eurem Level. So könnt ihr praktisch von Beginn an losmetzeln. Wenn ihr mit hochstufigen Freunden zusammen spielt, kann es passieren, dass Gegner durch bessere Runen einen kleinen Vorteil haben. Dies ist aber ertragbar.

Technik

LoL ist auf fast jedem Mittelklasse-PC locker spielbar. Server laufen die meiste Zeit auch ohne Probleme. Die staubige Comicgrafik kann abschrecken, sieht aber gut aus. Fähigkeiten und Bewegungen sind flüssig animiert. Der Soundtrack ist leider sehr monoton.

Besonderheiten

Durch die große Auswahl an Runen, Meisterschaften und Match-Items kann jeder Spieler seinen eigenen Stil prägen.

Pro

+regelmäßig neue individuelle Champions
+pures PvP-Spiel
+Wertungsspiele, Ranglisten und Ligen
+guter Support
+Itemshop ohne Pflichtkäufe
+sehr gutes Tutorial
+viele Spieler
+ideal für DotA-Fans
+sehr gute Individualisierungs-Möglichkeiten

Contra

-wenige Maps
-monotoner Soundtrack
-Serverperformance manchmal schlecht
-Verhalten in der Community nicht immer korrekt

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