Ein Gewitter zieht auf, der Regen setzt ein und kurz darauf ist alles wieder vorbei. Solche schnellen Wetterwechsel kennen Spieler aus Red Dead Redemption 2. Für GTA 6 hat Rockstar sein Wettersystem überarbeitet. In der Titelgeschichte von Game Informer beschreibt das Studio das Wetter in Leonida als stärker örtlich begrenzt und beständiger. Interessant ist dabei, was nach einem Sturm mit der betroffenen Gegend passiert und ob auch Regen und Gewitter selbst länger anhalten.
Ein Sturm findet auch ohne euch statt
Rockstars Beispiel beginnt an einem sonnigen Ort. Am Horizont seht ihr dunkle Wolken und Regen, obwohl es dort, wo ihr gerade steht, trocken bleibt. Fahrt ihr zu dem Unwetter, könnt ihr in den Regen geraten. Kommt ihr erst an, nachdem der Sturm weitergezogen ist, findet ihr dennoch Pfützen und nasse Oberflächen vor. Das Wetter in der Ferne soll also mehr sein als eine Kulisse für den Blick über die Karte.
Darüber hatten wir bereits in unserer News zu den lokalen Stürmen und Hurrikans berichtet. Bei der Persistenz lohnt sich aber ein genauerer Blick: Sie betrifft zunächst die sichtbaren Folgen des Regens. Eine Straße kann noch nass sein, obwohl dort wieder die Sonne scheint. Die Spielwelt trägt damit für eine Weile Spuren eines Ereignisses, das ihr vielleicht gar nicht selbst erlebt habt.
Das eröffnet auch einen anderen Umgang mit der offenen Welt. Wer eine längere Strecke fährt, könnte sehen, wie sich die Bedingungen von Ort zu Ort ändern: erst Sonnenschein, dann ein aufziehender Sturm und später eine Gegend, in der nur noch der nasse Asphalt davon erzählt. Rockstar hat solche örtlichen Unterschiede beschrieben; wie lange die einzelnen Zustände bestehen bleiben, wurde bislang nicht beziffert.
Dauert der Regen länger als in Red Dead Redemption 2?
Der Vergleich mit Red Dead Redemption 2 liegt nahe. Dessen Gewitter sind eindrucksvoll inszeniert, wirken auf manche Spieler aber kurz: Kaum hat sich der Himmel verdunkelt, ist das Unwetter schon wieder vorüber. Bei GTA 6 weckt Rockstars Beschreibung eines beständigeren Systems deshalb die Hoffnung auf längere Regenphasen. Das wäre besonders bei den angekündigten tropischen Stürmen und Hurrikans reizvoll.
Hier muss man zwei Dinge auseinanderhalten. Dass Pfützen und Nässe nach einem Schauer bestehen bleiben, ist ausdrücklich beschrieben. Wie lange ein Sturm selbst dauert, wissen wir dagegen noch nicht. „Beständiger“ kann sich auf Wetterlagen, ihre örtliche Entwicklung und ihre Folgen beziehen. Daraus lässt sich keine Mindestdauer für Regen oder Gewitter ableiten und auch kein Versprechen, dass jeder Sturm länger dauert als in Red Dead Redemption 2.
Ebenso offen ist, wie sehr das Wetter ins Spielgeschehen eingreift. Game Informer bestätigt tropische Stürme und Hurrikans für Leonida, kann aber noch nicht sagen, wie häufig sie auftreten oder welche Auswirkungen sie auf Missionen und Gameplay haben. Ob etwa Autofahrten, Bootsfahrten oder Flüge während eines Unwetters schwieriger werden, bleibt abzuwarten.
Die spannende Frage ist deshalb nicht allein, ob es in GTA 6 länger regnet. Entscheidend wird sein, ob sich ein Sturm wie ein Ereignis anfühlt, das durch Leonida zieht und die Gegend danach noch erkennbar verändert. Genau dafür liefern Rockstars Aussagen bereits ein konkretes Beispiel. Wie sich das Tempo des Wetters beim Spielen anfühlt, können wir erst mit dem fertigen Spiel beurteilen.
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