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Epos H6 Pro im Test: Ein echter Geheimtipp unter den Gaming-Headsets

Von Patrik Hasberg - Test vom 27.10.2021 12:27 Uhr
Epos H6 Pro - Test
© PlayCentral.de

Nachdem wir erst vor wenigen Wochen mit dem H3 Hybrid ein aktuelles Gaming-Headset von Epos unter die Lupe genommen haben, das über einen coolen wie nützlichen Bluetooth-Modus verfügt, legt das Unternehmen nun mit dem Gaming-Headset H6 Pro nach, das einen ganz eigenen Ansatz verfolgt und eine Weiterentwicklung auf der Grundlage der erfolgreichen GSP 500 bzw. GSP 600-Serie darstellt.

Allgemeine Daten:

  • Modell: Epos H6 Pro (mit geschlossener Akustik)
  • Preis: UVP von 179 Euro
  • Frequenzbereich: 20 Hz – 20kHz
  • Treibergröße: 42 mm
  • Impedanz: 28 Ohm
  • Mikrofon: Bidirektional (20 Hz – 20 kHz)
  • Gewicht: 309 Gramm

Wer ist Epos? Das Unternehmen Epos bietet High-end-Audiolösungen für Unternehmen und Gaming an und gehört zur Demand Group, einem weltweit führenden Konzern für Audio- und Hörtechnologie, der Lösungen und Dienstleistungen anbietet, mit denen Menschen sich besser verbinden und mit der Welt um sie herum kommunizieren können.

Epos H6 Pro: Verschiedene Designs & Farben

Entscheidet ihr euch für das H6 Pro, habt ihr die Qual der Wahl zwischen drei unterschiedlichen Farbvarianten sowie einem geschlossenem oder offenem Design der Ohrmuscheln. Möchtet ihr von eurer Umwelt beim Zocken oder beim Musikhören möglichst nichts mehr mitbekommen, entscheidet ihr euch wie wir für eine geschlossene Akustik und schon seid ihr von der Außenwelt mehr oder wenig abgeschnitten.

Verpackung beim Epos H6 Pro

Geliefert wird das Gaming-Headset von Epos in einer schwarzen Verpackung, die gleich ein hochwertiges Audiogerät im Inneren vermuten lässt. Der Eindruck verstärkt sich beim Öffnen des Kartons. Das H6 Pro ist auf schwarzem Schaumstoff gebettet und bereit von euch getestet zu werden. Zubehör wie eine Schnellstarteranleitung, ein Sicherheitsleifaden, eine Abdeckung für das abnehmbare Mikrofon sowie zwei Kabel mit Klingenanschluss für PC und Konsolen befinden sich gut verstaut in einem einzelnen Karton außerhalb des Blickfelds. So fällt der Blick gleich auf das Epos H6 Pro und sein schlichtes, aber hochwertig wirkendes Design.

H6 Pro
Die Ohrmuscheln sehen nicht nur sehr gemütlich aus, sie sind es auch. © PlayCentral.de

Ergonomie und Tragekomfort

Egal für welche Farbvariante ihr euch auch entscheidet, das obere Kopfband besteht genau wie die Ohrmuscheln aus gepolstertem Kunstleder (und einer Metallschiene im Inneren), wodurch lästige Druckschmerzen bei längeren Sessions der Vergangenheit angehören. An der rechten und linken Seite könnt ihr die Größe des Headsets individuell an eure Kopfform anpassen, entsprechende Zahlen auf der Metallschiene lassen euch die eingestellte Größe merken. Beide Ohrmuscheln lassen sich um einige Grad in eine Richtung drehen, um die perfekte Position annehmen zu können.

Beide Ohrmuscheln, genau wie das Mikrofon sowie die Außenseite des unteren Rahmens bestehen aus Kunststoff. Hier klappert allerdings nichts, außerdem erreicht Epos dadurch ein geringes Gewicht von nur 322 Gramm, was dem Tragekomfort definitiv zugutekommt und laut Epos rund 20 Prozent leichter als bei der GSP 500/600-Serie ist. Die hohe Verarbeitungsqualität wird durch Verstellbügel aus Aluminium und dem wertigen Kopfband erreicht.

Zieht ihr euch das H6 Pro über die Ohren, und seid eine geschlossene Akustik bisher noch nicht gewöhnt, ist das Gefühl zu Beginn ein wenig befremdlich. Schließlich werdet ihr akustisch (dank Noise-Canceling) komplett von der Außenwelt abgetrennt. Im Straßenverkehr würden wir euch dazu zwar nicht unbedingt raten, dennoch gibt es natürlich durchaus Situationen, in denen ihr ungestört Musik, Filmen oder Serien lauschen wollt. Und auch zum Zocken ist es gerade bei einer lauteren Umgebung von Vorteil, wenn man sich auf die aktuelle Session konzentrieren kann, ohne abgelenkt zu werden – vor allem bei kompetitiven Titeln.

Das gepolsterte Kopfband sowie die Ohrmuscheln gefüllt mit Memory-Schaum sorgen in Kombination mit dem niedrigen Gewicht dafür, das ihr auch nach mehreren Stunden keine seitlichen Druckschmerzen verspürt oder das Headset zu stark von oben auf euren Kopf einwirkt.

H6 Pro - Verarbeitung
Ihr könnt das Kopfband individuell an eure Kopfform anpassen. © PlayCentral.de

Das Epos H6 Pro bietet ein gelungenes Klangerlebniss

Klanglich geht Epos mit dem H6 Pro einen gänzlich anderen Weg als mit dem von uns getesteten H3 Hybrid, das kabellos via Bluetooth und USB genutzt werden kann. Beim H6 Pro handelt es sich um ein Headset, das ausschließlich über ein 3,5 mm-Klinkenkabel an euren PC oder eure Konsolen angeschlossen werden kann. Laut Epos soll dadurch ein besonders hochwertiger Klang für alle Nutzer*innen herausspringen.

Im Detail ist im Lieferumfang ein einfaches Klinkenkabel für Konsolen oder Smartphones enthalten, während ein zweites Kabel über zwei separate Klingenanschlüsse verfügt. Dieses ist dafür gedacht, euren Kopfhörer und das Mikrofon separat an euren PC anschließen zu können. Beide Kabel verfügen über eine hochwertige Stoffummantelung und lassen sich komplett abnehmen, sind also nicht fest mit dem Gaming-Headset verbunden. Im Falle eines Defekts könnt ihr dieses also ganz einfach durch ein neues Klinkenkabel ersetzen.

H6 Pro - Kopfband
Im Inneren des Kopfbands befindet sich eine Metallschiene. © PlayCentral.de

Die Klangkulisse, die das H6 Pro von sich gibt, passt zu dem äußeren Erscheinungsbild des Gaming-Headsets – neutral und hochwertig. Vor allem der Bass ist nicht wie bei vielen anderen Gaming-Headsets zu dominant, sondern fügt sich gut in die angenehm differenzierte Klangkulisse. Die Höhen und Mitten tanzen ebenfalls nicht negativ aus der Reihe und sind weder zu spitz noch zu hoch gepegelt. Selbst bei sehr hohen Tönen gelingt dem H6 Pro noch eine präzise und nicht verzerrte Wiedergabe. In Spielen können dank gutem Stereo-Sound die Schritte der Gegner jederzeit gut geordnet werden.

Als Sahnehäubchen obendrauf unterstützt das Epos H6 Pro außerdem 3D-Audio und somit sowohl die 3D Tempest Engine von Sony sowie des Xbox Windows Sonic Systems. Das ist unserer Meinung nach zwar noch lange kein Ersatz für echten Surround-Sound, dennoch steigt die räumliche Akustik und damit die Immersion im Spiel.

Bedacht werden muss an dieser Stelle aber, dass Epos Gaming Suite bei dem H6 Pro aufgrund der Verbindung via Klinkenanschluss nicht verwendet werden kann. Ihr habt also keine Möglichkeit, um Einstellungen an der Klangkulisse und Co. vorzunehmen. Ebenfalls wie beim H3 Hybrid lässt sich die Lautstärke auch beim H6 Pro durch einen Drehregler auf der Außenseite der rechten Ohrmuschel anpassen.

H6 Pro - Mikrofon
Das Mikrofon kann abgenommen werden. Dank Magnet lässt es sich ganz einfach wieder anbringen. © PlayCentral.de

Das Mikrofon ist der Knackpunkt

Abstriche müsste ihr wie auch bei vielen anderen Gaming-Headsets leider bei dem Mikrofon machen. Richtig schlecht ist es zwar nicht, wirklich gut aber halt auch nicht. Die Stimme wird zwar recht klar und deutlich wiedergegeben, allerdings recht leise, mit viel Hall und es fehlt ein wenig die Wärme in der Stimme.

Das Mikrofon vom H6 Pro reicht definitiv für gelegentliche Partys auf der PlayStation oder um euch mit euren Freunden auf Discord oder Co. zu unterhalten, möchtet ihr damit aber auch mal einen Podcast aufnehmen oder regelmäßig Videos erstellen respektive ein wenig ambitionierter Streamen, gibt es durchaus empfehlenswertere Lösungen. Als Gesamtpaket zieht das Mikrofon den Eindruck vom H6 Pro leider ein wenig nach unten. Hier wäre in jedem Fall noch etwas Luft nach oben gewesen.

Genau wie auch bei dem H3 Hybrid könnt ihr das Mikrofon dank eines Magneten in der linken Ohrmuschel komplett abnehmen, wenn ihr es nicht benötigt. Um den Anschluss zu verbergen, könnt ihr die beilegende Verschlusskappe anbringen. Nutzt ihr das Mikrofon nur temporär nicht, könnt ihr es einfach nach oben klappen, wodurch es automatisch gemutet wird.

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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