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Dragon Age Origins – Fanprojekt soll 2027 64-Bit-Version und Fixes bringen

Dragon Age: Origins soll im Jahr 2027 eine neue technische Grundlage auf dem PC erhalten. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein offizielles Remaster von BioWare oder Electronic Arts, sondern um ein ambitioniertes Fanprojekt, das den Programmcode des Rollenspiels rekonstruiert und für moderne Systeme vorbereitet.

Das verantwortliche Entwicklerteam hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Aktuell sind 60 Prozent des Spiels dekompiliert und 55 Prozent des rekonstruierten Codes miteinander verknüpft. Bei gleichbleibendem Fortschritt soll das Projekt im Laufe des Jahres 2027 öffentlich zugänglich werden.

Aufwendige Rekonstruktion der Eclipse-Engine

Wie weit ist das Fanprojekt bereits fortgeschritten? Die Arbeiten laufen seit fast drei Jahren und umfassen insgesamt 34.415 einzelne Funktionen. Jede dieser Funktionen muss aus dem ursprünglichen Maschinencode in lesbaren C-Code übertragen und anschließend korrekt mit den übrigen Bestandteilen verbunden werden.

Der Aufwand fällt je nach Funktion unterschiedlich groß aus. Während sich einige Bereiche vergleichsweise schnell rekonstruieren lassen, benötigen komplexe Systeme deutlich mehr Zeit. Das Team verfügt nach eigenen Angaben inzwischen über ein umfangreiches Verständnis der Eclipse-Engine und der allgemeinen Spiellogik von Dragon Age: Origins.

Als nächstes großes Ziel gelten 90 Prozent dekompilierter und verknüpfter Code. Dieser Stand könnte innerhalb eines weiteren Jahres erreicht werden. Anschließend soll das bislang geschlossene Repository veröffentlicht werden, damit sich weitere Entwickler an der Verbesserung beteiligen können. Die Arbeit an den verbleibenden zehn Prozent soll danach fortgesetzt werden.

Mehr Stabilität und moderne PC-Funktionen

Welche Verbesserungen könnte die neue Version ermöglichen? Im Mittelpunkt steht zunächst eine bessere Kompatibilität mit moderner Hardware. Dragon Age: Origins erschien am 3. November 2009 und bereitet auf aktuellen PCs teilweise Probleme. Abstürze, Speicherfehler und Einschränkungen der alten 32-Bit-Technik können den Einstieg erschweren.

Der rekonstruierte Code soll moderne Compiler und eine native 64-Bit-Version unterstützen. Darüber hinaus plant das Team Korrekturen an der Engine sowie eine offizielle Controller-Unterstützung für die PC-Fassung. Auch Netzwerkfunktionen, kooperative Kampagnen und sogar ein Splitscreen-Modus gehören zu den Möglichkeiten, die langfristig untersucht werden.

Eine klassische Neuauflage mit überarbeiteten Grafiken ist das Projekt jedoch nicht. Das Team will keine geschützten Spielinhalte wie Modelle, Texturen oder Audiodateien verbreiten. Ebenso ist keine fertige ausführbare Spieldatei vorgesehen. Stattdessen entsteht eine technische Grundlage, die mit den Dateien einer vorhandenen Version von Dragon Age: Origins genutzt und von der Community weiterentwickelt werden kann.

Neue Möglichkeiten für die Modding-Community

Warum ist die Dekompilierung für Fans so bedeutend? Ein zugänglicher Programmcode würde Moddern wesentlich tiefere Eingriffe erlauben als bisherige Werkzeuge. Statt lediglich vorhandene Inhalte anzupassen, könnten sie grundlegende Systeme der Engine verändern, Fehler direkt an ihrer Ursache beheben und neue Funktionen entwickeln.

Davon könnten auch umfangreiche Fan-Kampagnen profitieren. Das ursprüngliche Dragon Age Toolset ist allerdings nicht Bestandteil der laufenden Dekompilierung. Eine vollständige Rekonstruktion dieser Entwicklungswerkzeuge wäre ein separates Projekt und würde zusätzlichen Aufwand erfordern.

Der angepeilte Termin im Jahr 2027 bleibt zudem eine Prognose des Teams und kein festes Veröffentlichungsdatum. Dennoch ist der aktuelle Fortschritt ein starkes Lebenszeichen für eines der beliebtesten BioWare-Rollenspiele. Sollte das Vorhaben gelingen, könnte Dragon Age: Origins auf dem PC deutlich stabiler und vielseitiger werden, ohne auf ein offizielles Remaster warten zu müssen.

Welche Verbesserung würdet ihr euch für Dragon Age: Origins am meisten wünschen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

Öffnet in einem neuen Tab

Zwischen den Kämpfen sorge ich dafür, dass mein Super-Saiyajin-Haar perfekt sitzt und versuche meiner Tochter Bra beizubringen, dass ich der coolste Saiyajin-Papa bin. Es ist nicht immer einfach, aber ich gebe mir Mühe. Nebenher schreibe ich für PlayCentral.de.

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