PLAYCENTRAL NEWS Detroit: Become Human

Detroit: Become Human: Der neueste Streich von Quantic Dream

Von Andre Holt - News vom 24.08.2017 14:29 Uhr

Das neueste Spiel der französischen Spieleschmiede Quantic Dream – Detroit: Become Human – soll in die gleiche Kerbe der geistigen Vorgänger Heavy Rain und Beyond: Two Souls schlagen. Wir haben uns den Titel im Rahmen der gamescom 2017 angesehen und möchten euch unsere Eindrücke schildern.

Bereits 2012 veröffentlichte das Entwicklerstudio Quantic Dream mit 'Kara' eine Tech-Demo für die PlayStation 3, die die Möglichkeiten der neuen Engine präsentieren sollte. Die Demo zeigte die namensgebende Kara – eine Androidin – die sich in einem Gewissenskonflikt befindet, da sie die Möglichkeit bekommt zu denken. Schon auf der PS3 konnten Grafik und emotionaler Aufbau für viele erstaunte Gesichter sorgen – und das obwohl die gezeigte Demo in einer sehr frühen Phase der Engine-Entwicklung entstand. Für viele Spieler war klar, dass die Geschichte von Kara fortgesetzt werden und Quantic Dream ein komplettes Spiel auf Basis des Settings veröffentlichen werden müsse.

Detroit: Become HumanDetroit: Become Human: Auf der gamescom bei Sony spielbar

Haben Roboter ihre Freiheit verdient?

Diesem Wunsch kam das Pariser Studio nach und teilte Ende 2015 mit, dass die Tech-Demo 'Kara' in ein komplettes Spiel für die PlayStation 4 umgesetzt werde, das den Titel 'Detroit: Become Human' haben werde. Das Spiel findet in der US-amerikanischen Stadt Detroit in einer nahen Version der Zukunft statt. Androiden sind ein Teil des normalen Lebens geworden und erfüllen unterschiedlichste Aufgaben. Doch die Freude ist nur von kurzer Dauer, denn durch die Überflutung von Androiden verlieren immer Menschen ihre Jobs und hegen teilweise starken Groll gegen die neue Spezies, die einen Teil ihres Lebens übernommen hat. Leichter wird die Situation auch nicht als einige Androiden die Kontrolle über ihr eigenes Hirn erlangen und sich als sogenannte Deviants auf eine Rebellion gegen die menschlichen Sklaventreiber vorbereiten.

In dieser zerrütteten Welt schlüpfen wir abwechselnd in die Rolle der drei Androiden Kara, Connor und Markus. Alle drei sind in ihrer Erfahrung und damit auch der Denkweise einzigartig und erlauben unterschiedliche Sichtweisen auf die aktuelle Lage. Kara ist eine fabrikneue Androidin, die flieht und sich den Deviants anschließt; Connor ist bei der Polizei eingestellt und überzeugt aufgrund seiner kühlen und schnellen Auffassungsgabe bei der Lösung von Fällen und Markus startet gemeinsam mit den Deviants die Rebellion und ist bereit dafür so weit wie nötig zu gehen.

Spielerisch schließt sich das Spiel den vorherigen Werken von David Cage und Quantic Dream – Fahrenheit, Heavy Rain und Two Souls – an und bietet eine cineastisch präsentierte Geschichte, die durch eure Entscheidungen Konsequenzen nach sich ziehen wird. Dafür entwickelten David Cage und sein Team ein mehrere tausend Seiten langes Script, das für viele mögliche Situationen sorgen sollte. Die Besonderheit bei dem Spiel ist, dass jederzeit eure Charaktere sterben können und das Spiel dadurch jedoch nicht in einen 'Game Over'-Screen wechselt, sondern die Geschichte weiter erzählt wird – anders und höchstwahrscheinlich schwieriger.

Wer jetzt erwartet, dass Quantic Dream erneut alles beim Gleichen lässt und die typische Schiene fährt, dürfte zumindest teilweise richtig liegen: Das Spiel bietet aufgrund der per Motion-Capture integrierten Schauspieler eine unglaublich immersives Feeling und kann durch seine tolle Optik an einen interaktiven Hollywood-Streifen erinnern. Doch während unserer Testphase auf der gamescom mussten wir feststellen, dass sich der Titel aufgrund unterschiedlichster Dinge eher wie ein Spiel anfühlt als es die geistigen Vorgänger je taten. Das fängt an bei der Möglichkeit per Tastendruck die aktuelle Mission anzuzeigen und so die jeweiligen Hotspots der Areale zu erkennen und mit ihnen zu interagieren. Dies erinnert zwar stark an Norman Jayden aus Heavy Rain, wirkt aber viel durchdachter, ausgereifter und vor allen Dingen stimmiger. Die Nutzung der bekannten Events sind ebenfalls wieder enthalten und stellen euch vor die Probe unterschiedliche Tasten in einer bestimmten Reihenfolge zu drücken, um die jeweilgie Aktion auszuführten.

Detroit: Become HumanDetroit: Become Human: Drehbuch wegen Entscheidungsvielfalt etwa 2000 Seiten lang

Die Qual der Wahl

In den präsentierten Bereichen wirkte die Umgebung viel mehr mit in die Geschichte einbezogen und erlaubte eine Vielzahl an Interaktionen. So konnte Marcus nach einer geglückten Befreiung von Androiden die unterschiedlichsten Dinge mit dem Schauplatz anstellen und eine klare Linie in Richtung Pazifist oder Vandalist gehen. So stehen wir vor der Wahl, ob wir ein Fenster einschmeißen wollen oder es nur ansprayen. Dies ist nur eine kleine Entscheidung verglichen mit der Wahl, ob man gar die Statue auf dem Platz umreißen will und ein nahestehendes Haus mithilfe von futuristischen Molotov Cocktails in Flammen zu setzen. Es liegt also völlig am Spieler, wie man sich entscheidet und somit indirekt die Persönlichkeit der Androiden formt. Bei dem gezeigten Material überzeugte dies sowohl bei Connor als auch bei Markus, die jeweils eine Wahl boten, die den grundsätzlichen Gedankengängen der Protagonisten entspricht.

Auch die Emotionen kommen bei Detroit: Become Human nicht zu kurz: So schlüpften wir auch in die Rolle des Polizisten Connor, der an einen Schauplatz einer Geiselnahme kommt. Bei der Geisel handelt es sich um ein Kind, das von dem Haus-Androiden gepackt wurde und jetzt vom Dach des Hauses geworfen werden soll. Wir haben mit Connor jetzt die Chance uns etwas am Tatort umzusehen, um den Kidnapper zu stoppen und das kleine Mädchen zu befreien. Diese Szene bietet neben einer unglaublichen und besonders dichten Stimmung einen genaueren Blick auf die Mechanik von Detroit: Become Human. In dieser Szene können alle drei beteiligten Personen sterben, alle entkommen oder nur teilweise Personen überleben. Es wirkt fast so als häbe Quantic Dream aus den teils inkonsequenten Entscheidungen der Vergangenheit gelernt und jetzt schier unendliche Optionen für die Weiterführung der Haupt-Story zu integrieren. Vorausgesetzt dies ist nicht nur bei den uns gezeigten und gespielten Szenen der Fall.

Potenzial hat das Spiel jedenfalls wieder und dürfte ein Pflichtkauf für Fans der Quantic Dream-Spiele sein. Der Titel soll 2018 exklusiv für die PlayStation 4 erscheinen.

Fazit

Ich selbst würde mich durchaus als Fan der Quantic Dream-Spiele bezeichnen. Sicherlich kann man einige inkonsequente Dinge bemängeln und muss nicht mit allen Dingen übereinstimmen für die sich ein David Cage entscheidet oder anderweitig mitteilt, aber es bleiben Titel übrig, die neben toller Optik und Gesamtaufmachung, vor allem durch eine dichte Atmosphäre und interessante Story glänzen können.

Und auch das wird bei Detroit: Become Human nicht anders sein: Die drei spielbaren Protagonisten wirken sehr gut ausgewählt und bieten unterschiedliche Sichtweisen auf den Aufstand der Androiden und die Unterdrückung durch die Menschheit. Gleichzeitig sieht das Spiel unfassbar gut aus und profitiert durch die modernen Motion Capture-Technologien, die die Schauspieler direkt ins Spiel transferieren. Das wiederum sorgt für eine emotionale Anspannung, die perfekt durch ein frisches Setting untermalt wird und für Freude, Trauer und Wut sorgen dürfte. Ich fühlte mich bei der Geiselnahme des kleinen Mädchens jedenfalls stark unter Druck gesetzt und wollte es – egal wie – schaffen die Geisel zu befreien. Überhaupt wirkt der Leitsatz "Wie weit darf und wird man gehen?" mehr als passend und war sicherlich immer im Hinterkopf bei der Erstellung des Skripts.

Weiterhin fiel mir positiv auf, dass sich der Titel mehr nach einem Spiel anfühlt als je zuvor. Ich möchte hier nicht die alte Diskussion aufkochen, ob es sich bei Quantic Dream-Titeln um interaktive Filme oder "vollwertige Videospiele" handelt, aber um genau dieser Problematik entgegen zu wirken, ist der gefühlt stärkere Fokus auf das Gameplay ein wahrer Segen.

Ich freue mich jedenfalls sehr auf das Jahr 2018 und die Veröffentlichung von Detroit: Become Human. Der PlayStation 4-Exklusivtitel dürfte mit ziemlicher Sicherheit ein Must-Buy für Fans von emotionalen Spielen sein und verbessert die Quantic Dream-Formel um sinnvolle Dinge und bietet eine bestimmt äußerst spannende Geschichte. Das gezeigte Material überzeugte mich jedenfalls.

Quantic Dream is back, baby!

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