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Gaming-Headset Astro A20 und A50 im Test – Einstiegsmodell oder Oberklasse, wie viel Premium soll es sein?

Von Ulrich Wimmeroth - Special vom 15.02.2021 10:32 Uhr
Headset Astro A50
© Astro Gaming

Das Angebot an Headsets und Controller der turniererfahrenen Hardwareschmiede ASTRO Gaming richtet sich besonders an die stetig wachsende Gruppe der Hardcore-Gaming-Enthusiasten. Grund genug, das Gaming-Headset A20 und im Vergleich das Flaggschiff A50 einem Ausstattungs- und Klangtest zu unterziehen.

Wenn ihr euch für weitere Produkte des amerikanischen Unternehmens, das übrigens mittlerweile vollständig zu Logitech gehört, interessiert: Das ebenfalls empfehlenswerte Modell Astro A40 TR mit Mixamp Pro haben wir euch bereits ausführlich vorgestellt. 

Astro A20

Astro A20 und A50 im Test
© Astro Gaming

Zugegeben, das Astro A20 Gen 2 ist nicht das preiswerteste Modell im Sortiment, das wäre das kabelgebundene A10 zu einem Preis von ca. 70 Euro. Aber für Fans von drahtloser Klangübertragung und einem Mindestanspruch an die gebotene Ausstattung, stellt das A20 den wahren Einstieg in die Welt von ASTRO Gaming dar. Das soll aber nicht bedeuten, dass der kleinste Sprössling eine schlechte Wahl für den schmalen Geldbeutel wäre, wir bevorzugen lediglich die Bewegungsfreiheit, die ein Anschluss mittels USB-Transmitter bietet.

Astro A20: Qual der Wahl

Zockt ihr nur auf dem PC greift euch einfach das nächstbeste Paket des A20. Möchtet ihr das Headset aber noch zusätzlich auf einer Konsole nutzen, dann heißt es: Blau oder Grün! Das Gaming-Headset gibt es in einer zusätzlich Playstation- oder Xbox-kompatiblen Variante, die sich optisch durch entweder blaue oder grüne Applikationen auf dem Gehäuse sowie der Innenseite der Ohrmuscheln unterscheidet.

Am PC funktionieren beide Versionen einwandfrei. Für was ihr euch auch entscheidet, ihr steckt den beiliegen Transmitter in eine freie USB-Buchse an PC oder Konsole und seid im Prinzip sofort betriebsbereit. Tipp: Astro verkauft passende USB-Transmitter auch einzeln zu einem Preis von gut 20 Euro. Wenn ihr das Headset also an zwei oder mehr Geräten betreiben möchtet, aber keine Lust habt immer den Dongle umzustecken, dann schlagt zu.

Astro A20: Tragekomfort? Passt!

Astro A20 und A50 im Test
© Astro Gaming

Für ein Headset, welches gefühlt aus 99 Prozent formstabilen Plastik besteht, bringt das Modell beachtliche 320 Gramm auf die Waage. Aber lasst euch von der Kunststoff-Haptik und dem merklichen Gewicht nicht aus der Ruhe bringen. Das Headset ist flexibel, dabei aber extrem stabil in der Bauweise, und übersteht so problemlos einen unfreiwilligen Sturz auch aus größerer Höhe.

Für die Passgenauigkeit und den angenehmen Tragekomfort sorgen ein hochwertiger Kopfbügel aus Stahl sowie Kopfpolster und Ohrmuscheln mit schmeichelweichen und effektiv geräuschisolierenden Bezügen. Komplett werden eventuell störende Klangquellen in der Umgebung nicht isoliert, aber bei genauer Anpassung an eure Kopfform deutlich vermindert.

Astro A20: Kleines Klangwunder

Astro A20 und A50 im Test
© Astro Gaming

Was wir zu mäkeln haben gleich mal Vorweg: Das Mikro, welches sich am Ende des zum Stumm schalten hochklappbaren und erfreulich flexiblen Arms befindet, liefert nicht die kristallklare Qualität, wie es die teureren Astro-Modelle bieten. Es gibt unschöne Hall-Effekte, die sich zwar bei der Kommunikation in Multiplayerspielen verschmerzen lassen, aber beim Streaming einfach billig und unprofessionell wirken. Hier könnte ein externes Mikro Abhilfe schaffen, ohne gleich ein anderes Headset kaufen zu müssen.

Aber dafür glänzen in Punkto Klangwiedergabe die druckvollen 40mm Neodym-Treiber mit einem durch die Bank sauberen Klangbild und satten Bässen. Über drei Equalizer-Modi lassen sich am Gerät voreingestellte Klangvarianten ausgeben. Diese sind mit den Bezeichnungen Astro, Studio und Pro versehen und heben mal die Bässe, mal die Mitten- und Hochfrequenzbereiche an. Mit der Standardeinstellung Astro haben wir sowohl bei Games, als auch Musik und Film die für uns besten Klangerlebnisse erzielt. Aber da ist ja auch jedes Ohr anders.

Kurzinfo Astro A20

  • Anschluss: USB-Dongle, drahtlos über das 2,4 GHz-Funknetz
  • Merkmale: Zwei Varianten erhältlich, einmal PC/ Xbox sowie PC/PlayStation, funktioniert auch mit der PS5, druckvolle 40mm Neodym-Treiber, lange Akkulaufzeit, Funkverbindung auch über 10m Entfernung stabil, optional können weitere Dongles verwendet werden
  • Preis: Rund 119,00 Euro

Astro A50

Astro A20 und A50 im Test
© Astro Gaming

Lässt euch euer Budget einen deutlich höheren Spielraum für den Kauf eines Gaming-Headsets, dann lohnt sich ein genauer Blick auf die Oberklasse der A-Serie. Das drahtlose Headset Astro A50 in der 4. Generation kostet aktuell rund 260,00 Euro und damit gut 20 Prozent unter dem Listenpreis. Kein Schnäppchen, aber dank cleverer Funktionen, starkem Klang, hochwertiger Verarbeitung und der genialen Basisstation definitiv ein gute Entscheidung. 

Astro A50: Anschluss gesucht …

… und gefunden. Zumindest mit ein paar kleinen Hürden, wenn ihr das schicke Premium-Modell von ASTRO Gaming an PS4 Slim oder PS5 betreiben wollt. Aber mal der Reihe nach:

Es gibt zwei Varianten des A50, eine für PC und Xbox und eine für den Betrieb an PC und PlayStation. Dabei wird das A50 nicht, wie bei den meisten Konkurrenz-Produkten, mittels USB-Dongle mit PC, Xbox oder PlayStation verbunden, sondern die Basis-Station mit integrierter USB-Soundkarte übernimmt den Kabelsalat und stellt die Funkverbindung mit dem Headset her. So weit, so gut. PC und Xbox bereiten euch auch keine Kopfschmerzen, hier genügt das mitgelieferte USB-Kabel und alles ist betriebsbereit.

Astro A20 und A50 im Test
© Astro Gaming

Anders bei PS4 Slim und PS5, diese PlayStation-Modelle verfügen  nicht mehr über den benötigten TOSLINK-Lichtwellenleiter, auch SPDIF genannt, mit der Base Station sowie Konsole verbunden werden müssen. Die zur Zeit einzige Lösung ist der zusätzliche Erwerb  eines HDMI Adapters, der allerdings mit gut 40 Euro zu Buche schlägt. Das solltet ihr bei einer Kaufabsicht auf jeden Fall beachten. Und noch ein Tipp: überseht nicht den Wahlschalter an der Basis, mit dem ihr zwischen PC und Xbox oder PC und PS4 umschaltet. Sonst wird das nichts mit dem satten Klang.

Astro A50: Bequem, stabil, hochwertig

Astro A20 und A50 im Test
© Astro Gaming

Obschon das A50 mit gut 350 Gramm nicht gerade das leichteste Headset ist, wird der einwandfreie Tragekomfort nicht geschmälert. Die Einstellung für die Kopfform ist passgenau und erfolgt entgegen den meisten Modellen anderer Anbieter nicht allein über den Kopfbügel, anstatt dessen werden die Ohrmuscheln separat über Metallschienen angepasst. Das erlaubt eine noch individuellere Einstellung und auch nach stundenlangen Zock-Sessions ist kein unangenehmes Druckgefühl zu erwarten.

Schön: Auch Brillenträger werden das A50 kaum spüren. Zum Komfort tragen die angenehm weichen, stoffummantelten, Ohrpolster bei, die selbst bei hohen Temperaturen und heißen Gefechten keine Überhitzung befürchten lassen. Die zahlreichen Knöpfe und Bedienelemente für Lautstärke, Ein- / Ausschalter, Dolby Audio-Umschaltung sowie Equalizer-Einstellungen sind bestens erreichbar und verfügen über gut spürbare Druckpunkte.

Astro A50: Starker Raumklang

Astro A20 und A50 im Test
© Astro Gaming

Klanglich sorgen die verbauten Neodym-Treiber für hervorragend ausbalancierte Frequenzen über das gesamte Klangspektrum für Spitzenqualität. Der virtuelle 7.1 Raumklang eignet sich perfekt für die Ortung von auch leisesten Geräuschquellen in der Spielumgebung. Das kann euch bei Multiplayerspielen schon mal einen entscheidenden Vorteil bescheren. Wenn ihr ein klangliches Aha-Erlebnis möchtet, dann schaltet doch mal auf Knopfdruck Dolby Audio an oder ab, den Unterschied werdet ihr garantiert bemerken.

Das flexible, unidirektionale und stimmisolierende, Flip-to-Mute-Mikrofon erlaubt eine deutliche und geradezu kristallklare Sprachwiedergabe, eine so hohe Mikrofon-Qualität ist auch bei teuren Headsets der Konkurrenz nicht immer gegeben. Über die kostenlose Astro Command Center Software für den PC lassen sich zudem zahlreiche individuelle Einstellungen vornehmen und so die Wiedergabe von Game-Sounds, Musik oder Filmen ganz euren Wünschen nach anpassen und in eigenen Profilen speichern.

Kurzinfo Astro A50

  • Anschluss: Drahtlos, Basisstation wird per USB und TOSLINK verbunden
  • Merkmale: Virtueller 7.1-Raumklang, Mikrofon mit Flipp-Stummschalter, 3D- und Dolby-Audio, viele individuelle Einstellungsmöglichkeiten, sehr gute PC-Software
  • Preis: Rund 260 Euro

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