Mit Jason Jones meldet sich eine der prägendsten Persönlichkeiten hinter Halo und Destiny mit einem neuen Unternehmen zurück. Gemeinsam mit der Autorin und ehemaligen Destiny 2-Narrative-Directorin Margaret Stohl hat der Bungie-Mitgründer das Kreativstudio Stone Kite ins Leben gerufen.
Stone Kite nahm seine Arbeit offiziell am 1. Oktober 2026 auf. Allerdings handelt es sich nicht um ein klassisches Entwicklerstudio, das direkt ein neues Videospiel produziert. Stattdessen sollen zusammenhängende Universen entstehen, die von Beginn an für Comics, Literatur, Audioformate, Film, Fernsehen und langfristig auch Games konzipiert werden.
Ein Studio ohne klassische Mediengrenzen
Was unterscheidet Stone Kite von einem gewöhnlichen Spieleentwickler? Das Team möchte Geschichten nicht zunächst für ein einzelnes Medium entwickeln und später in andere Formate übertragen. Kreative aus verschiedenen Unterhaltungsbereichen sollen bereits beim Aufbau einer Welt eng zusammenarbeiten und jeweils eigene Zugänge zu demselben Universum schaffen.
Margaret Stohl übernimmt bei Stone Kite die Position der Geschäftsführerin und Mitgründerin. Neben ihrer Arbeit an Destiny 2 ist sie als Romanautorin, Comic-Autorin und Drehbuchautorin bekannt. Jason Jones bringt dagegen jahrzehntelange Erfahrung aus der Spieleindustrie mit. Er gründete Bungie mit und prägte unter anderem Halo: Kampf um die Zukunft, Halo 2 sowie das ursprüngliche Destiny.
Bei Stone Kite geht es darum, die alten Grenzen zwischen den Medien aufzubrechen.
Das Studio arbeitet nach eigenen Angaben mit mehr als 250 Kreativen aus Bereichen wie Film, Fernsehen, Comics und Literatur zusammen. Zum erweiterten Netzwerk gehören Talente mit Erfahrungen bei Marvel, DC, Disney, Pixar, Bungie, Activision Blizzard und Riot Games. Dadurch soll jede neue Welt frühzeitig aus mehreren kreativen Perspektiven betrachtet werden.
One Zero One eröffnet das erste Universum
Worum geht es im ersten Projekt von Stone Kite? Den Auftakt macht One Zero One, eine Science-Fiction-Welt, die aus einem Manuskript von Jason Jones hervorgegangen ist. Der ursprüngliche Arbeitstitel lautete An Oral History of Humanity’s Final Invention. Im Mittelpunkt steht eine nahe Zukunft, in der sich die Menschheit einer abtrünnigen Armee aus KI-gesteuerten Robotersoldaten entgegenstellen muss.
Der erste konkrete Release ist One Zero One #1. Dabei handelt es sich um die erste Ausgabe einer vierteiligen Comic-Miniserie, die auch bislang unveröffentlichte Auszüge aus Jones’ Manuskript enthält. Weitere Ausgaben sollen bis Anfang 2027 kostenlos in digitaler Form erscheinen. Eine gedruckte Ausgabe ist ebenfalls vorgesehen.
Ich habe mein ganzes Leben lang Spiele entwickelt, aber ich wollte schon immer schreiben.
Zusätzliche Projekte in den Bereichen Prosa, Audio und Bildschirmunterhaltung sollen das Universum im Laufe der Zeit erweitern. Stone Kite versteht die einzelnen Produktionen dabei nicht als bloße Adaptionen derselben Geschichte. Jedes Format soll vielmehr einen eigenständigen Blick auf die gemeinsame Welt ermöglichen.
Games bleiben Teil der langfristigen Pläne
Welche Rolle spielen Videospiele bei Stone Kite? Konkrete Games wurden zum Start des Studios noch nicht angekündigt. Spiele gehören jedoch ausdrücklich zu den langfristigen Möglichkeiten des Unternehmens. Ob Jason Jones unter dem neuen Namen tatsächlich wieder die Leitung eines großen Spieleprojekts übernimmt, bleibt vorerst offen.
Für Fans von Halo, Destiny und Destiny 2 ist Stone Kite dennoch ein spannender Neustart. Jones konzentriert sich zunächst auf das Schreiben und den Aufbau einer Science-Fiction-Welt, während Stohl ihre Erfahrungen aus Literatur, Comics und Games in die medienübergreifende Entwicklung einbringt.
Was haltet ihr von Stone Kite und dem ungewöhnlichen Ansatz hinter One Zero One? Würdet ihr euch langfristig auch ein Videospiel aus dem neuen Universum wünschen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
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