Capcom hat eher beiläufig verraten, dass während der Entwicklung von Monster Hunter Wilds deutlich ungewöhnlichere Kreaturen entstanden sind. Einige verworfene Entwürfe besaßen mehrere Köpfe oder erinnerten derart stark an klassische Horrormonster, dass sie nicht mehr zur grundlegenden Designphilosophie der Reihe passten.
Die Aussagen stammen von Kaname Fujioka, Art Director und Executive Director von Monster Hunter Wilds. Konkrete Konzeptzeichnungen der gestrichenen Kreaturen wurden zwar nicht gezeigt, seine Schilderungen geben aber einen spannenden Einblick in den Auswahlprozess hinter der Monsterliste.
Ökosystem statt reiner Horror
Warum wurden die Monster aus Monster Hunter Wilds gestrichen? Laut Fujioka sind der Fantasie während der ersten Entwurfsphase kaum Grenzen gesetzt. Dadurch entstehen auch mehrköpfige Wesen und Kreaturen, deren Erscheinungsbild stark in Richtung Horror geht.
Ein furchteinflößendes Aussehen ist für Capcom allerdings kein ausreichender Grund, ein Monster in das fertige Spiel zu übernehmen. Jede Kreatur muss glaubwürdig in ihrer Umgebung existieren, einen Platz innerhalb der Nahrungskette besitzen und nachvollziehbar mit anderen Lebewesen interagieren.
Sobald sich ein Entwurf nicht sinnvoll in das Ökosystem von Wilds einfügen lässt, wird er verworfen.
Auch auffällige Monster wie Rompopolo mussten diese Prüfung bestehen. Das Team untersucht, ob Körperbau, Verhalten und Lebensraum zusammenpassen. Ein Wesen soll deshalb niemals so wirken, als hätte Capcom lediglich ein Horrormonster auf einer Karte platziert.
Neue Kreaturen für Ascendance
Welche Monster erwarten Fans in Monster Hunter Wilds: Ascendance? Die verworfenen Entwürfe sind vorerst kein Bestandteil der kommenden Erweiterung. Dennoch erweitert Capcom das Bestiarium im Jahr 2027 um mehrere neue sowie zurückkehrende Kreaturen.
- Araketa, ein schneller Vogelwyvern, der gemeinsam mit seinem Rudel durch die Lüfte jagt
- Gundoraja, ein neuer Drachenältester mit Kontrolle über gewaltige Sturmwolken
- Khezu, das augenlose und bei Fans bekannte Höhlenmonster
- Lao-Shan Lung, dessen Auftauchen eine zentrale Rolle in der neuen Handlung spielt
- Kushala Daora, der bekannte Drachenälteste mit mächtigen Windfähigkeiten
Die Geschichte führt in die Himmelsruinen, ein neues Gebiet mit schwebenden Inseln, alten Bauwerken und bislang unbekanntem endemischem Leben. Zusätzlich erhalten alle 14 Waffentypen durch den Verstärker-Armschutz neue Aktionen, während der Meisterrang anspruchsvollere Jagden eröffnet.
Monster Hunter Wilds: Ascendance soll 2027 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 und PC erscheinen. Zum Start der Erweiterung müssen Jäger mindestens Rang 40 erreicht und die 7-Sterne-Quest Erwachen aus einem Traum abgeschlossen haben. Monster Hunter Wilds selbst erschien am 28. Februar 2025 und folgt am 4. Dezember 2026 für Nintendo Switch 2.
Dass Capcom selbst mehrköpfige Horrorwesen entworfen hat, dürfte bei vielen Fans Neugier wecken. Vielleicht greift das Team einzelne Ideen später in angepasster Form wieder auf, sofern sie glaubwürdig in eines der komplexen Ökosysteme passen.
Würdet ihr die verworfenen Horrorentwürfe gerne als Monster sehen, oder sollte Capcom seiner bisherigen Designphilosophie treu bleiben? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
Öffnet in einem neuen Tab

Deine Meinung zählt
Wie siehst du das? Teile deine Gedanken mit der PlayCentral-Community.