Audio ist beim Streaming und bei Content-Produktion oft der unterschätzte Faktor. Während viele in bessere Kameras oder stärkere PCs investieren, bleibt der Sound häufig auf der Strecke.
Genau hier setzt Elgato Wave Link 3.0 an. Die Software will nicht einfach nur Audio ausgeben, sondern den gesamten Workflow vereinfachen, vor allem dann, wenn mehrere Programme gleichzeitig im Einsatz sind.
Ich habe mir das Ganze in der Praxis angeschaut, allerdings nicht mit einem klassischen USB-Mikrofon. Stattdessen kommt ein XLR-Setup rund um das Elgato Wave DX zum Einsatz, kombiniert mit dem Stream Deck+ und dem XLR Dock. Genau diese Kombination zeigt ziemlich schnell, wo die Stärken von Wave Link 3.0 wirklich liegen und wo die Grenzen sind.
Was ist Wave Link 3.0 überhaupt?
Wave Link 3.0 ist im Kern ein virtuelles Mischpult für Windows und macOS. Statt alle Audioquellen über einen einzigen Ausgang laufen zu lassen, kannst du hier verschiedene Kanäle anlegen und individuell steuern. Typische Beispiele sind Spielsound, Discord, Musik, Browser oder dein Mikrofon.
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Das Besondere daran ist die Trennung in zwei Mixe. Es gibt einen Monitor-Mix, den nur du hörst, und einen separaten Stream-Mix für Zuschauer oder Aufnahmen. Dadurch kannst du zum Beispiel Musik bei dir laut laufen lassen, während sie im Stream deutlich leiser ist oder komplett fehlt. Das klingt erstmal technisch, macht im Alltag aber einen enormen Unterschied.
Mein Setup im Überblick
Für den Test habe ich das dynamische XLR-Mikrofon Elgato Wave DX benutzt, das deutlich mehr Kontrolle über den Klang ermöglicht als typische USB-Lösungen.
Wichtig zu wissen: Beim Wave DX handelt es sich um ein klassisches XLR-Mikrofon, das sich auch problemlos mit anderen Audio-Interfaces nutzen lässt. Das Elgato-Setup ist also keine Pflicht, entfaltet seine Stärken aber vor allem im Zusammenspiel mit Wave Link und dem Stream Deck+.

Angeschlossen wird das Mikrofon über das XLR Dock, das direkt auf der Rückseite des Stream Deck+ montiert. Damit wird das Gerät gleichzeitig zur Steuerzentrale und zum Audio-Interface.
Ein separates Interface ist in dieser Konstellation also nicht notwendig. Das Signal des XLR-Mikrofons wird direkt über das Stream Deck+ verarbeitet und anschließend in Wave Link eingespeist.
Für die Stream-Deck-Software kommt das Wave-Link-Plugin zum Einsatz. Dadurch lassen sich viele Funktionen direkt über die Drehregler und Tasten am Gerät steuern, ohne ständig zwischen Fenstern wechseln zu müssen.

Installation und Einrichtung
Die Einrichtung wirkt zunächst etwas komplexer, als sie am Ende tatsächlich ist. Nach der Installation von Elgato Wave Link 3.0 und der Stream-Deck-Software wird zuerst das Mikrofon als Eingangsquelle festgelegt. Anschließend geht es darum, die einzelnen Programme den jeweiligen Audio-Kanälen zuzuweisen.
Im nächsten Schritt werden die Programme den jeweiligen Kanälen zugewiesen. Genau diese Trennung ist die Grundlage von Wave Link und sorgt dafür, dass sich alle Audioquellen unabhängig voneinander steuern lassen.
Wichtig ist dabei, die passenden Audio-Ausgänge im System zu wählen, sowohl unter Windows als auch unter macOS. Nur so landen die Programme zuverlässig auf den vorgesehenen Kanälen. Ist das einmal korrekt eingerichtet, greift die Zuordnung dauerhaft und muss in der Regel nicht mehr angepasst werden.
Nach dieser kurzen Einrichtungsphase zeigt sich, wie durchdacht das System funktioniert. Die Software arbeitet stabil, die Kanäle bleiben sauber getrennt und auch bei mehreren gleichzeitig laufenden Programmen behält man jederzeit die Kontrolle über das gesamte Audio.
Das Wave Link Plugin im Stream Deck+
Der größte Vorteil zeigt sich im Zusammenspiel von Elgato Wave Link und dem Elgato Stream Deck+. Über das entsprechende Plugin lassen sich die einzelnen Audio-Kanäle direkt auf die Drehregler und Tasten des Geräts legen.

Dadurch wird die Steuerung deutlich direkter und intuitiver. Lautstärken von Spiel, Voice-Chat oder Musik lassen sich jederzeit anpassen, ohne dass man das aktuelle Programm verlassen oder zwischen Fenstern wechseln muss. Auch das Stummschalten einzelner Quellen funktioniert sofort per Tastendruck.
Gerade in dynamischen Situationen macht sich das bemerkbar. Wenn man während eines Streams schnell reagieren muss, etwa um Gespräche zu priorisieren oder Hintergrundmusik anzupassen, bleibt der Fokus immer auf dem eigentlichen Geschehen. Das Stream Deck+ wird so zur zentralen Schaltstelle für das gesamte Audio-Setup und sorgt dafür, dass sich Wave Link im Alltag weniger wie klassische Software und mehr wie ein echtes Mischpult anfühlt.






