Mit der Sabre v2 Pro Wireless MG bringt Corsair eine neue Variante seiner FPS-Maus an den Start: Magnesiumlegierung statt klassischem Kunststoff, 56 Gramm Gewicht, 8.000 Hz Hyper-Polling (auch kabellos) und der bekannte MARKSMAN S-Sensor mit bis zu 33.000 DPI. Dazu kommt ein Punkt, der im Alltag für viele wichtiger ist als jedes Datenblatt: Tri-Mode-Konnektivität, sprich 2,4 GHz, Bluetooth und USB-C-Kabel.
Ich habe die Maus als weißes Review-Exemplar ausprobiert und sie außerdem immer wieder mit meiner bisherigen Referenz verglichen: der Sabre v2 Pro Ultralight Wireless (36 Gramm), die ich schon getestet habe.
Kurzfazit vorweg
Die Sabre v2 Pro Wireless MG ist für mich die „Alltags-Pro“ in der Sabre-Familie: Sie bleibt ultraleicht, fühlt sich aber wertiger/solider an, bietet mehr Komfort-Features (DPI-Button, Bluetooth) und eine deutlich längere Laufzeit, ohne den Fokus auf FPS-Performance zu verlieren. Den Preis muss man allerdings schlucken, und das offene Magnesium-Design wirft eine Frage auf: Wie hält das Ding Staub & Dreck auf Dauer aus?

Technische Daten im Überblick (wichtigste Specs)
- Gewicht: 56 g (ohne Kabel/Zubehör)
- Maße: ca. 122,9 × 64,1 × 38,8 mm
- Sensor: CORSAIR MARKSMAN S (optisch), 100–33.000 DPI in 50er-Schritten, 750 IPS, 50G
- Polling-Rate: 1.000 / 2.000 / 4.000 / 8.000 Hz (kabelgebunden & SLIPSTREAM Wireless; CPU-abhängig)
- Akkulaufzeit: bis 120 h (2,4 GHz @ 1.000 Hz), bis 21 h (2,4 GHz @ 8.000 Hz), bis 170 h (Bluetooth)
- Verbindung: 2,4 GHz SLIPSTREAM, Bluetooth, USB-C (Kabel)
- Buttons: 6 (inkl. DPI-Taste)
- Software: CORSAIR Web Hub (browserbasiert)
- UVP Europa: 139,99 €

Design & Verarbeitung: Weiß sieht brutal gut aus, aber ist das auch praktisch?
Mein Review-Exemplar ist weiß und das Ding sieht wirklich nach „Premium-Gear“ aus. Der Look ist aber definitiv nicht Mainstream, weil man durch die Waben-/Skelett-Struktur in Teilen ins Innere schauen kann. Genau das ist gleichzeitig der Eyecatcher und der potenzielle Knackpunkt. Vor allem in Kombination mit meiner Corsair Vanguard 96 macht die Sabre v2 Pro auf dem Schreibtisch eine richtig gute Figur.
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Staub-Frage: Kommt da auf Dauer zu viel rein?
Das offene Magnesium-Design bedeutet: Staub, Hautpartikel und Dreck haben weniger Barrieren als bei einer geschlossenen Schale. Im normalen Testzeitraum ist mir nichts Negatives aufgefallen, aber langfristig würde ich zwei Dinge empfehlen:
- Regelmäßig kurz ausblasen (z. B. mit Druckluftspray, vorsichtig und nicht aus nächster Nähe)
- Nicht die Maus im „Krümelgebiet“ lagern (Sofa/Decke/Essplatz) und das allmorgendliche Körnerbrötchen bei Möglichkeiten nicht direkt über eurem Nager verspeisen!
Corsair selbst betont vor allem Stabilität, „Premium-Feel“ und Kühlungseffekt durch die Magnesiumlegierung.

Haptik: Metall-Feeling ohne „Klotz“
Die MG fühlt sich für mich spürbar solider an als die 36-Gramm-Ultralight. Logisch, denn du hast mehr Material und eben Metall unter deiner Hand. Trotzdem bleibt sie extrem leicht. 56 Gramm sind in der Praxis immer noch „federleicht“, nur nicht mehr „unrealistisch leicht“. Ich wollte im ersten Moment allerdings auch nicht glauben, dass meine Hand auf Metall liegt, so leicht fühlt sich die Peripherie an.

Ergonomie & Handling: minimal schwerer, aber im Alltag kontrollierter
Corsair beschreibt die Form als leichte, symmetrische FPS-Form. In meiner Hand wirkt die MG etwas größer als die Ultralight, auch wenn die reinen Maße auf dem Papier nicht dramatisch abweichen. Das kann an der Breite und der seitlichen Kontur liegen: Die MG füllt die Hand etwas mehr aus.
Was ich richtig gut finde: Trotz „Skelett“-Look ist die Maus nicht unangenehm kantig. Dazu kommen Tasten und Rad:
- Mausrad: sehr sauber gerastert, Klick angenehm
- Haupttasten/Seitentasten: präzise, knackig, kein schwammiges Gefühl
- DPI-Button: bei der MG wieder „klassisch“ vorhanden, bei der Ultralight war das Thema je nach Setup eher umständlicher (oder eben bewusst reduziert)

Sensor & Gaming-Performance: MARKSMAN S ist weiterhin Top-Niveau
Der MARKSMAN S ist kein Marketing-Gag, sondern ein Sensor-Paket, das in der Praxis extrem sauber arbeitet: Tracking ist stabil, schnelle Flicks fühlen sich kontrolliert an, und auch bei hoher Geschwindigkeit bleibt das Ganze verlässlich. Specs: 33.000 DPI, 750 IPS, 50G.
In schnellen Shootern (Battlefield: Red Sec) ist der größte Vorteil für mich nicht mal die DPI-Zahl, sondern das Zusammenspiel aus:
- sehr niedrigem Gewicht
- guter Balance
- sauberem Tracking
- und (wenn aktiviert) extrem hoher Abtastrate

8.000 Hz Hyper-Polling: nice, aber nicht für jeden immer sinnvoll
8K klingt nach „muss man haben“, ist aber eher ein Feature für Enthusiasten. Corsair weist selbst darauf hin, dass 8.000 Hz von der CPU abhängen. Heißt: Auf sehr schnellen Systemen kann das richtig gut laufen, auf schwächeren Kisten kann’s eher Overkill sein.
Mein Praxistipp:
- 8K für Competitive/FPS-Sessions, wenn dein PC fit ist
- 1K oder 2K für Alltag, weil’s Akku spart und oft schon „perfekt genug“ ist

Akku & Konnektivität: Hier gewinnt die MG klar gegen die Ultralight
Das ist für mich DER größte Alltags-Unterschied zwischen beiden Sabre-Varianten und gleichzeitig etwas, das im echten Gaming-Alltag mehr zählt als jedes Datenblatt.
Laufzeit: MG mit deutlich mehr Puffer
Corsair nennt für die Sabre v2 PRO Wireless MG eine Akkulaufzeit von bis zu 120 Stunden bei 2,4 GHz (Slipstream) und 1.000 Hz Polling, rund 21 Stunden im 8.000-Hz-Modus sowie bis zu 170 Stunden über Bluetooth.
Bei der Sabre v2 Pro Ultralight (36 Gramm) fallen die Werte in der Praxis und laut vielen Angaben spürbar kürzer aus, grob um 70 Stunden bei 1.000 Hz, und bei 8K entsprechend deutlich weniger.
Web-Hub-Problem: Akkustand ist zu „unsichtbar“
Was mich bei beiden Mäusen nervt: Den Akkustand sehe ich nicht komfortabel in iCUE oder irgendwo dauerhaft im Blick, sondern nur, wenn ich gezielt den CORSAIR Web Hub öffne. Genau das hat mir schon echte „Worst-Case“-Momente beschert, zum Beispiel bei Battlefield Red Sec, als die Maus mitten im Match leer war, weil ich den Ladestand vorher schlicht nicht präsent hatte.
Mit bis zu 120 Stunden ist das bei der MG zwar ein ganz anderes Thema, weil du einfach viel mehr Puffer hast, wie nah die Maus im echten Alltag an diese Laufzeit herankommt, muss sich bei mir aber noch zeigen, weil ich sie schlicht noch nicht lange genug testen konnte.

Du kannst natürlich jederzeit das USB-C-Kabel anschließen und ganz normal weiterzocken, selbst wenn der Akku leer ist. In der Praxis merkt man dabei aber auch den Nachteil von ultraleichten Mäusen: Sobald ein Kabel dran hängt, verändert sich das Gefühl deutlich.
Das stoffummantelte Kabel ist zwar robust, wirkt aber vergleichsweise etwas steif und bremst die Mausbewegung spürbar stärker aus. Genau deshalb bin ich im Alltag immer froh, wenn die Maus wieder kabellos läuft und man das Kabel schnell wieder abziehen kann.
Tri-Mode: Bluetooth ist endlich dabei
Ein echter Pluspunkt der MG ist die Tri-Mode-Konnektivität: Neben 2,4 GHz und USB-C kannst du sie auch per Bluetooth nutzen. Das macht sie als Zweitmaus am Laptop deutlich flexibler. Gleichzeitig ist Bluetooth fürs Competitive-Gaming klar nicht die erste Wahl.
Kleiner Realismus-Hinweis: Corsair weist außerdem darauf hin, dass 8.000 Hz (kabelgebunden oder kabellos) auch von der CPU-Leistung abhängig ist und dass die beworbene Maximallaufzeit von bis zu 120 Stunden für 2,4 GHz bei 1.000 Hz gilt.

Software: CORSAIR Web Hub statt iCUE
Wie schon bei der Ultralight setzt Corsair auch bei der Sabre v2 PRO Wireless MG auf den CORSAIR Web Hub. Die Einstellungen laufen direkt im Browser, ohne große Software-Installation. Das passt gut zur Idee der Maus: leicht, fokussiert, schnell einsatzbereit.
Im Web Hub findest du die üblichen Bereiche für Tastenbelegung, DPI und Makros. Unter „Geräteeinstellungen“ (siehe Screenshot) sitzen außerdem die wichtigsten Performance-Optionen:

Firmware und Empfänger
Du siehst die Firmware-Version des Dongles und kannst Updates anstoßen. Gerade bei Wireless-Hardware kann das wichtig sein, weil darüber oft Stabilität und Feintuning verbessert werden.
Abfragerate (Polling)
Die Polling-Rate lässt sich per Dropdown umstellen. Für den Alltag und die meisten Spiele ist 1.000 Hz der sinnvolle Standard. Höhere Werte sind eher etwas für Enthusiasten und können je nach System mehr Ressourcen ziehen. Alternativ kannst du dies auch einfach direkt an der Unterseite der Maus vornehmen.
Ruhemodus
Über den Slider stellst du ein, wann die Maus in den Ruhemodus geht. Das ist ein kleiner, aber praktischer Hebel, um Energieverbrauch und Komfort auszubalancieren.
Motion Sync, Lift-Off und Filter
Optional kannst du Bewegungssynchronisierung aktivieren, die Lift-Off-Distance (Hubhöhe) anpassen und Filter wie Eckenglättung oder Wellensteuerung ein- oder ausschalten. Für kompetitives FPS würde ich diese Filter in der Regel deaktiviert lassen, damit das Tracking möglichst „roh“ bleibt.
Vergleich: SABRE v2 PRO Wireless MG vs. SABRE v2 PRO Ultralight (36 g)
Ultralight (36 Gramm) ist für mich das kompromisslose E-Sport-Werkzeug: so leicht wie möglich, maximal auf FPS getrimmt.
MG (56 g) geht den Schritt zurück Richtung Alltagstauglichkeit:
- + wertigere Anmutung durch Magnesium
- + Bluetooth
- + deutlich mehr Ausdauer
- + DPI-Button „normal“ erreichbar
- – teurer (UVP EU 139,99 €)
Wenn du schon die Ultralight liebst, ist die MG nicht automatisch „besser“, sie ist eher die rundere Maus für Leute, die Gaming + Alltag kombinieren wollen.

Preis & Einordnung
Mit 139,99 € UVP ist die Sabre v2 Pro Wireless MG klar im Premium-Segment unterwegs. Das wirkt zunächst happig, vor allem weil die Sabre v2 Pro Ultralight im Handel oft deutlich günstiger zu bekommen ist. Entscheidend ist deshalb weniger „welche ist besser“, sondern für wen sich der Aufpreis lohnt.
Die MG ist Corsairs „Deluxe“-Version der Sabre-Idee: etwas weniger kompromisslos als die Ultralight, dafür insgesamt runder im Gesamtpaket. Wer die Maus wirklich ausschließlich als ultraleichtes FPS-Werkzeug betrachtet und jedes Gramm priorisiert, bekommt mit der Ultralight meist das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer dagegen Wert auf die hochwertigere Ausführung und das „alles in einem Gerät“-Gefühl legt, findet in der MG die konsequentere Premium-Option.

Fazit von Patrik Hasberg
Die Sabre v2 Pro Wireless MG ist für mich eine der spannendsten Pro-Mäuse, die Corsair aktuell im Line-up hat. Sie übernimmt die E-Sport-DNA der Ultralight, also dieses extrem agile Gefühl auf dem Mauspad und den klaren FPS-Fokus, wirkt dabei aber insgesamt erwachsener und alltagstauglicher. Genau das macht für mich den Reiz aus. Die MG ist nicht mehr das radikale 36-Gramm-Extrem, sondern die Version, die man auch abseits von reinen Competitive-Sessions gerne dauerhaft nutzt.
Wenn du eine ultraleichte FPS-Maus suchst, aber etwas mehr Substanz in der Hand willst, passt die MG sehr gut. Wenn du Bluetooth als Bonus für Laptop oder Zweitgerät mitnehmen möchtest und generell lange Sessions ohne ständiges Nachladen bevorzugst, ist sie ebenfalls die rundere Wahl. Der Look spielt hier auch eine Rolle. Das offene Magnesium-Design ist Geschmackssache, in Weiß sieht es aber wirklich stark aus.
Weniger sinnvoll ist die MG, wenn du ein maximales Federgewicht willst und wirklich jedes Gramm priorisierst. Dann bleibt die Ultralight die konsequentere Maus. Wer bei offenen Designs empfindlich ist, weil Staub und Dreck über die Zeit ein Thema werden könnten, sollte das ebenfalls im Hinterkopf behalten.
Und am Ende gilt auch hier: Für den Preis muss man das Konzept mögen. Wer in dieser Preisklasse vor allem mehr Tasten und einen stärker auf Allround getrimmten Funktionsumfang erwartet, findet bei Corsair oder der Konkurrenz passendere Alternativen.
✅ Pro
- Sehr leicht (56 g) und extrem agil
- Magnesium-Shell wirkt hochwertig und stabil
- Sehr gute Tasten und präzises Mausrad
- 8.000 Hz auch kabellos möglich (CPU-abhängig)
- Top-Sensor (33K DPI, 750 IPS, 50G)
- Tri-Mode (2,4 GHz, Bluetooth, USB-C) und starke Laufzeiten
- Sehr lange Akkulaufzeit, gerade bei 1.000 Hz im 2,4-GHz-Modus
❌ Kontra
- Hohe UVP (139,99 €)
- Offene Bauweise kann Staub und Dreck begünstigen
- 8K reduziert die Akkulaufzeit deutlich (wie bei vielen Mäusen)
- Kabelbetrieb stört bei so leichten Mäusen etwas (Kabel wirkt recht steif)
Die Corsair Sabre v2 Pro Wireless MG ist eine ultraleichte Premium-FPS-Maus mit Magnesiumgehäuse, 8K-Hyper-Polling und Tri-Mode-Wireless, die maximale Präzision mit echter Alltagstauglichkeit verbindet.





