PLAYCENTRAL TEST WWE SmackDown! vs. RAW 2011

WWE SmackDown! vs. RAW 2011: Das beste Wrestling-Spiel überhaupt?

Von Redaktion PlayCentral - Test vom 02.11.2010 09:47 Uhr

Auch in diesem Jahr startet THQ mit der WWE SmackDown! vs. RAW-Reihe, welche in diesem Jahr das letzte Mal für Sony's PlayStation 2 erscheint, voll durch. Im 2011-Ableger hat man vor allem an der Havok-Physikengine gewerkelt und die einzelnen, bestehenden Spielmodi aufgewertet. Zusätzlich gibt es auch noch eine ganze Reihe neuer Akteure, welche noch nie zuvor in einem Wrestlingspiel vertreten waren. Klingt nach dem besten Wrestlingspiel aller Zeiten, doch was taugt SmackDown! vs. RAW 2011 wirklich? Wir verraten es euch in unserem ausführlichen Test.

Dein Moment, dein Universum

Die wahrhaftig größte Neuerung in diesem Jahr ist der WWE Universe Modus. Hinter diesem speziellen Spielmodus steckt eine intelligente Idee, die den Spieler lange an die Konsole fesseln soll. Doch was ist der WWE Universe Modus überhaupt? Ganz einfach: Ist der Modus eingeschaltet, registriert und speichert das Spiel alle Fehdenentwicklungen und eure gespielten Kämpfe. Daraus errechnet werden neue Geschichten, welche in über 100 gescripteten Szenarien ausgedrückt werden können. Ohne euch zu viel verraten zu wollen – hier mal ein Beispiel: Nachdem wir in zwei aufeinanderfolgenden Wochen bei SmackDown als Undertaker gegen den amtierenden World Heavyweight Champion CM Punk gewonnen haben, attackiert dieser uns in einem Match in der dritten Woche gegen Rey Mysterio. Mit einem Stahlschlägel in der Hand prügelt er nach dem harten Main Event Kampf auf uns ein, wodurch der WWE Universe Modus eine neue Rivalität registriert. In diesem Fall ist es eine negative, weshalb Punk zu unseren starken Rivalen gehört.

Ein Hauptherausforderer auf den World Heavyweight Championship sind wir damit aber noch lange nicht. Hierfür gibt es eine Top 10-Rangliste, welche ebenfalls vom Universe-Modus erstellt wird. Je mehr Matches wir bestreiten und gewinnen, desto größe ist die Chance, dass wir in der Liste aufsteigen und ein Match um den Hauptherausfordererposten bekommen. Titelmatches finden immer am Ende eines Monats bei einem PPV (Pay Per View) statt. Die Wochenshows bestehen aus RAW (Montags), WWE Superstars (Donnerstags) und SmackDown! (Freitags). Man tritt jedoch immer nur bei RAW und Superstars oder SmackDown und Superstars auf, dies ist abhängig von der Rosterzugehörigkeit des Wrestlers. Auch wenn es sich so anhört, der WWE Universe Modus ist KEIN Karrieremodus.

Im Gegenteil, er lässt dem Spieler trotz seiner Vielfältigkeit sehr viel Freiraum, da man jede einzelne Matchcard Woche für Woche selbst editieren kann, wenn sie nicht nach dem eigenen Geschmack gestaltet ist. Insgesamt gesehen ist der WWE Universe Modus eine sehr gelungene Art und Weise, den Spieler lange an den Bildschirm zu fesseln. Es ist ein nahezu endloser Modus, welche alle WWE PPVs, Wochenshows, Superstars und vor allem alle acht Titel beinhaltet. Wer außerhalb seines „eigenen WWE Universums“ in den Arenen Kämpfe bestreiten will, der schaltet den Universe Modus per Knopfdruck im Hauptmenü ganz einfach ab.

Neue Gesichter braucht das Land

Was für FIFA aktuelle Vereinstransfers sind, sind für WWE SmackDown! vs. RAW neue Gesichter in der McMahon-Company. Und davon gab es im vergangenen Jahr einige. Zum Beispiel hätten wir da den „Celtic Warrior“ Sheamus, welcher gleich in seinem ersten Jahr WWE Champion wurde und somit der zweitschnellste Newcomer der WWE-Geschichte ist. Außerdem gibt es mit David Hart Smith, Tyson Kidd und Natalya die Hart Dynastie, welche bereits Halter der Tag Team Titel waren. Erwähnenswert ist auch ein Drew McIntyre, welcher bereits in seinem ersten WWE-Jahr für viel Unruhe im blauen SmackDown-Brand sorgte. Jedoch gibt es nicht nur neue Superstars – auch die Outfits und das Aussehen früherer Stars wurden überarbeitet. The Miz steigt nun mit roter Short in den Ring und der Undertaker hat seinen legendären Mantel für einen zugeknöpften Todesanzug ausnahmsweise beiseite gelegt. Insgesamt gibt es in WWE SmackDown! vs. RAW 2011 über 70 spielbare Charaktere, darunter auch WWE Legenden wie Jimmy Snuka oder The Rock. Eine gewohnt üppige Auswahl, welche dieses Jahr sogar auf ihrem Höhepunkt angekommen ist.

TV-Übertragung auf eurer Heimkonsole!

Vom äußerst spaßigen und TV-realistischen WWE Universe Modus haben wir ja bereits gesprochen. Allerdings muss man sagen, dass der „Road to WrestleMania“-Modus nochmal eine Schippe drauf legt. In diesem Jahr können wir die Geschichte von insgesamt fünf Superstars zwischen dem Royal Rumble und dem größten Event des Jahres, WrestleMania, erleben. Neben einer „Road to WrestleMania“ gegen den Undertaker, welche wir wahlweise mit einem selbsterstellten Wrestler (CAW), Dolph Ziggler, Kofi Kingston, R-Truth oder John Morrison starten können, gibt es auch eine Geschichte mit Chris Jericho, Christian, Rey Mysterio und John Cena. An dieser Stelle wollen wir euch aber nur rohe Informationen zum Modus geben, da Storydetails den Spielspaß schmälern könnten.

Erstmals seit WWE SmackDown! Shut Your Mouth auf der PlayStation 2 dürfen wir die Backstage Areale des World Wrestling Entertainments erkunden. Wir können Superstars ansprechen oder sie provozieren, Backstage Brawls starten, welche allerdings keinerlei Auswirkung auf den Storyverlauf haben, oder aber uns im „GM Office“ über die aktuelle Show informieren. Insgesamt wirkt die Grundidee des freibegehbaren Backstage Bereichs sehr gut, leider fehlt jedoch die Abwechslung. Außerdem wirken die Backstage Areale sehr leer und unbelebt. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Modus außerhalb der Backstage Bereiche einer TV-Übertragung ähnelt. Superstars halten im Ring Promos, Undertaker spielt mit seinen Mindgames wie mit einer Marionette mit euch und der Fokus auf WrestleMania macht einfach Lust, immer weiter zu spielen.

Die gute Marke Eigenbau!

Zwar gibt es in diesem Jahr keine allzu großen Neuerungen im Bereich „Create“, dennoch sind sie immer wieder eine Erwähnung wert. Im „Create a Superstar“-Modus können wir uns unseren eigenen Superstar bauen. Wir entscheiden von der physischen bis zur optischen Ausstattung alle Details unseres eigenen Superstars. Anschließend kreieren wir im „Create a Finisher“-Modus einen eigenen Finisher, diesmal sogar vom Top Rope, und verteilen diesen anschließend mit allen anderen Attacken im „Create a Moveset“. Da ein richtiger Superstar nichts ohne einen großen Show-Auftritt vor jedem Match ist, erstellen wir im „Create an Entrance“-Modus auch gleich noch einen passenden Einzug für unseren persönlichen Wrestler. Neben einer kleinen Neuerung im „Create a Finisher“-Modus gibt es eine etwas nennenswertere im „Create a Story“-Designer. Dort können wir nun Verknüpfungen und Entscheidungen einbauen, um mehr Abwechslung in die eigens erstellte Geschichte zu bringen.

Ein Beispiel: Wollen wir Shawn Michaels nach dem Match attackieren oder ihm die Hand reichen? Soll Tyson Kidd nach einem verlorenen Tag Team Match gegen seinen Partner David Hart Smith turnen oder Aufbauarbeit leisten? All diese Entscheidungen sind mit eurer Kreativität nun möglich. Als wäre das noch nicht genug, hat Yukes noch ein neues Feature in der Hinterhand. Erstmals in der SmackDown! vs. RAW-Geschichte kann man ein Match nach seinen eigenen Regeln kreieren. Auch in diesem Jahr ist eure kreative Ader also wieder gefragt. Ein Feature, welches die SmackDown! vs. RAW-Serie seit Jahren auszeichnet!

We want Tables!

Wie bereits in der oberen Einführung erwähnt, hat THQ in Zusammenarbeit mit Entwickler Yukes in diesem Jahr nicht nur an den Spielmodi gearbeitet, sondern auch an den spielerischen Elementen. Die größte Veränderung gibt es im Bereich Physikengine. Tische, Stühle, Ringtreppen oder Leitern verhalten sich nun so realistisch wie nie zuvor. Dies macht sich vor allem in den sogenannten „Gimmick Matches“ wie TLC („Tables, Ladders & Chairs“), Extreme Rules (keine Regeln) oder in einem guten alten Tables-Match (Gegner muss für einen Sieg durch einen Tisch befördert werden) bemerkbar.

Schleudern wir einen Superstar von einer Leiter, landet dieser nun nicht mehr wie von Geisterhand neben dem aufgestellten Tisch, sondern er flatscht direkt durch das Holz. Dies sieht besonders genial aus, wenn man zweierweise gestappelte Tische außerhalb des Rings aufstellt und den Gegner dann von der Leiter aus nach draußen schleudert – ein Heidenspaß! Leider treten gelegentlich Clipping-Fehler auf, welche den Spielspaß jedoch Gott sei dank nicht gefährden.

Auch Kleinvieh macht Mist

Wie in jedem Jahr wurde auch in SmackDown! vs. RAW 2011 die Steuerung ein wenig verändert. Statt schwache und starke Griffe gibt es in diesem Jahr Griff-Combos. Diese werden über den rechten Analogstick eingeleitet. Nach einem kurzen „Lock“ kann man durch anschließendes betätigen des rechten Analogsticks den gewünschten Move ausführen. Dies mag im ersten Moment etwas ungewohnt wirken, nach einige Minuten auf der virtuellen Ringmatte hat man den Dreh jedoch raus. Mit der Veränderung der Steuerung in diesem Jahr hat man sich seitens THQ einen weiteren Schritt von einer Wrestling-Simulation entfernt. Dafür war die „SvR-Serie“ jedoch noch nie bekannt.

Die Online-Anbindung

Wie es sich für ein Spiel der aktuellen Generation gehört, hat auch SmackDown! vs. RAW 2011 einen Online-Modus. Hier hat sich THQ in diesem Jahr einiges einfallen lassen. Vor allem aber muss man erwähnen, dass die leichte Zeitverzögerung endlich beseitigt wurde. Nun können virtuelle Kämpfe ohne Probleme zwischen menschlichen Gegnern ausgeführt werden. In Sachen Spielmodi gibt es auch einiges zu berichten. Neben 5- & 6-Man Matches gibt es dieses Jahr erstmals einen Online-Royal-Rumble. Hier treten insgesamt zwölf Spieler gegeneinander an, wobei sich nur sechs gleichzeitig im Ring befinden. Die anderen sechs warten gespannt darauf, dass ihre Musik in der Arena ertönt und sie in das Geschehen eingreifen dürfen.

Die Wartezeit wird mit netten Quizfragen überbrückt. Die restlichen 18 Teilnehmer des 30-Man Royal Rumble Matches werden vom CPU gesteuert. Neben neuen Matcharten gibt es auch den aus dem letzten Jahr bekannten Marktplatz für Community-Inhalte. Hier kann man Eigenkreationen entweder selbst hochladen und von der Community bewerten lassen oder selbst Kreationen der Community herunterladen und bewerten. Zu den Inhalten gehören selbsterstellte Finisher, Stories, Movesets, Highlights, Superstars oder auch Logos. Auch in diesem Jahr bietet SmackDown! vs. RAW eine gelungene Online-Anbindung mit sinnvollen Erweiterungen beziehungsweise längst überfälligen Verbesserungen.

Oh my, throw the Table!

Von der TV-echten Inszenierung haben wir ja bereits gesprochen. Optisch muss man aber leider sagen, dass es eindeutig besser geht. Zwar sehen die Wrestler und Arenen dieses Jahr so detailliert aus wie nie zuvor, guckt man sich aber andere Titel in diesem Genre, wie UFC 2010 oder EA Sports' MMA an, darf man durchaus leicht enttäuscht sein. In diesem Jahr lassen wir den Grafik-Push nochmal durchgehen, im nächsten Jahr wollen wir aber eine runderneuerte Optik samt Engine sehen, THQ!

Im Bereich Sound punktet SmackDown! vs. RAW 2011 vor allem durch die komplette Reihe an Entrance-Musiken der WWE Superstars. In Sachen Kommentatoren hat man sich in diesem Jahr auf WWE Hall of Famer Jerry „The King“ Lawler und Michael Cole konzentriert. Diese kommentieren in allen Arenen, egal ob SmackDown! oder RAW. Leider wiederholen sich die Kommentare der Beiden sehr schnell, was die Inszenierung keineswegs beeinträchtigt. Angesagt werden die Superstars erneut von Tony Chimel und Justin Roberts. Bis auf kleinere Kritikpunkte wie lahme Fans oder sich wiederholende Kommentare der Sprecher geht die Technik auch in diesem Jahr in Ordnung.

89
WWE SmackDown! vs. RAW 2011 im Test

Fazit und Wertung von Redaktion PlayCentral

Ein neues Jahr, ein neues WWE Spiel. Auch wenn SmackDown! vs. RAW 2011 auf der alten Engine basiert, hat Entwickler Yukes nochmal das letzte aus der Havok-Engine herausgeholt. Die neue Weapon-Physik kann sich absolut sehen lassen.Größtes Highlight in diesem Jahr ist ohne jede Frage der WWE Universe Modus, welche sehr viel Langzeitmotivation bietet. Die fünf „Road to Wrestlemania“-Stories bieten zwar nur Unterhaltung für insgesamt knapp sechs Stunden, dafür ähneln diese aber sehr stark der echten TV-Show. Über die grandiose, verschiedenen „Create“-Möglichkeiten brauchen wir keine großen Worte zu verlieren – außer: einzigartig!

WWE-Fans kommen um SmackDown! vs. RAW 2011 nicht herum, denn es ist der beste Ableger der Serie!

Pro

+motivierender WWE Universe Mode
+TV-echte „RtWM“ Stories
+über 70 detailgetreue Superstars
+zahlreiche Matcharten
+gelungene Weapon-Physik
+einzartige „Create“ Modi
+tolle Online Features

Contra

-neue Engine nötig
-minimale Clipping Fehler

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