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Star Wars: Neues Buch enthüllt ursprüngliche Sequel-Pläne von George Lucas

Von Sven Raabe - News vom 10.11.2020 11:49 Uhr
Star Wars - Sequel-Trilogie
© Disney

Blicken wir zurück ins Jahr 2012: Disney erwirbt von George Lucas die Star Wars-Lizenz und kündigt kurz darauf eine neue Filmtrilogie an. Die Reaktionen der Fans waren euphorisch, Star Wars: Episode VII legte einen Rekordstart an den internationalen Kinokassen hin – und dann kamen die Episoden VIII und IX.

Die anfängliche Begeisterung war für viele Fans verflogen, denn in den Augen der Community schien es so, als hätte Disney überhaupt keinen übergeordneten Plan für seine Sequel-Trilogie gehabt. Doch wie sahen die Pläne von George Lucas für den Abschluss seines Science-Fantasy-Epos aus? Ein neues Interview liefert einige überraschende Antworten.

Darth Maul als neuer Oberschurke & ein Legends-Charakter als Schülerin

Besagtes Interview stammt aus dem jüngst veröffentlichten Buch „The Star Wars Archives 1999-2005“ von Autor Paul Duncan (via Culture Crave). Der Schriftsteller liefert darin einen Einblick in die Entstehungsgeschichte von George Lucas‘ Prequel-Trilogie und geht ebenfalls auf die Pläne des „Star Wars“-Schöpfers ein, die er damals für seine Sequel-Filme hatte. Die entsprechende Seite des Buches ist inzwischen auch auf reddit aufgetaucht.

Darth Maul in „Star Wars: The Clone Wars“ (© Disney/Lucasfilm)

Unter anderem geht daraus hervor, dass der in „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“ eingeführte Bösewicht Darth Maul eine größere Rolle hätte spielen sollen. Lucas‘ Pläne sahen vor, dass der Charakter „letztendlich zum Paten des Verbrechens“ in der Galaxis aufsteigen sollte. Er hätte also jene Lücke, die das Imperium nach Episode VI hinterlassen hatte, gefüllt.

Der Charakter hätte also eine ähnliche Entwicklung nehmen sollen, wie wir es im neuen Disney-Kanon gesehen haben. Auch hier baute Maul nach seiner Rückkehr in „Star Wars: The Clone Wars“ ein Verbrecher-Imperium auf und zog aus den Schatten heraus die Fäden. In Lucas‘ Vision wäre der Charakter jedoch ungleich erfolgreicher mit seinen Plänen gewesen.

Allerdings wäre Darth Maul nicht der einzige Schurke in dieser Sequel-Trilogie gewesen, denn er hätte eine Schülerin gehabt: Darth Talon. Sie ist eine Figur aus dem Legends-Bereich und tauchte bisher primär in diversen Comics auf. Allerdings gehörte sie dem Sith-Orden 130 Jahre nach der Schlacht um Yavin IV (Episode IV) an. Laut Duncan habe Lucas jedoch beabsichtigt, sie in den Sequels zum neuen Darth Vader zu machen.

Darth Talon auf einer Konzeptzeichnung zum eingestellten Videospiel „Star Wars: Battle of the Sith Lords“ (© Lucasfilm/LucasArts)

Pläne, Darth Maul die Sith-Attentäterin an die Seite zu stellen, scheint es übrigens bereits vor dem Verkauf des Franchise an Disney gegeben zu haben. Auf einer Konzeptzeichnung zum inzwischen eingestellten Spiel „Star Wars: Battle of the Sith Lords“ ist Talon neben Maul zu sehen. Wie IGN berichtete, habe George Lucas persönlich darauf bestanden, Darth Talon ins Spiel einzubauen.

Luke und Leia sind mit dem Wiederaufbau beschäftigt

Während Darth Maul und Darth Talon die beiden Hauptbösewichte von Lucas‘ Sequel-Trilogie werden sollten, wobei die Schurkin primär in den Actionszenen zu sehen gewesen wäre, wären unsere Helden mit dem Wiederaufbau der Republik und des Jedi-Ordens beschäftigt gewesen.

Die Pläne sahen vor, dass Leia versuchen wollte, eine neue Republik aufzubauen. Ihre größte Herausforderung während dieses Vorhabens wären verschiedene Gangster gewesen, die sie unter Kontrolle hätte bringen müssen. All dies wäre „einige Jahre nach Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ geschehen. In dieser Zeit wäre ein krimineller Untergrund entstanden, zu dem auch ehemalige Sturmtruppen gehört hätten.

Luke und Leia in „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ (© Disney/Lucasfilm)

Ihr Bruder Luke hätte derweil versucht, den Jedi-Orden wiederaufzubauen. Dafür wäre er auf der Suche nach Überlebenden der Order 66 durch die Galaxis gereist und hätte von den einstmals 100.000 Jedi „vielleicht noch 50 bis 100“ gefunden. Gemeinsam wäre es ihre Aufgabe gewesen, den Jedi-Orden wiederaufzubauen, weshalb Luke ebenfalls nach geeigneten Jünglingen gesucht hätte, um sie zu trainieren. Von einem voll funktionstüchtigen Jedi-Orden, wie wir ihn in den Prequels sahen, wären wir allerdings hier noch 20 Jahre entfernt gewesen.

Am Ende von Lucas‘ Sequel-Trilogie hätten wir die Geburt der Neuen Republik erlebt, während Luke den Jedi-Orden größtenteils wieder aufgebaut hätte. Leia wäre zudem zur Obersten Kanzlerin der Neuen Republik ernannt worden. „Am Ende war sie also die Auserwählte.“ Hierbei ist allerdings unklar, ob sie die Auserwählte der Jedi-Prophezeiung wäre und somit ihren Vater Anakin Skywalker abgelöst hätte, oder nur die Auserwählte dieser Sequel-Trilogie gewesen wäre.

Einige dieser Ideen sind Teil von Disneys „Star Wars“-Kanon

Doch wie passen diese Ausführungen aus Paul Duncans neuem Buch nun ins Gesamtbild? Das Interview mit George Lucas führte der Autor noch im Jahr 2019. Sehr wahrscheinlich schildert der Schöpfer der Schöpfer der Sternensaga hier seine Ideen für die Sequel-Trilogie, wie er sie sich nach dem Abschluss der Prequels 2005 vorgestellt hatte. Immerhin dreht sich das gesamte Buch um die Episoden I-III.

Pablo Hidalgo, der in den letzten Jahren unter anderem an „Star Wars Rebels“ mitwirkte, enthüllte beispielsweise, dass Lucas‘ ursprünglich tatsächlich Darth Talon in seiner Sequel-Trilogie als Bösewicht haben wollte. Sie sollte den Sohn von Han und Leia auf die Dunkle Seite ziehen. Letztendlich habe sich diese Figur jedoch erst zum „Jedi-Killer“ und schließlich zu Kylo Ren entwickelt (via Wookieepedia). Ein Teil dieser Ideen von Lucas scheint es also in jene Entwürfe geschafft zu haben, die Disney mit dem Kauf der „Star Wars“-Lizenz erworben hatte.

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