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Yu-Gi-Oh - Die Weltmeisterschaft 2019 mit riesiger Bühnenshow und technischen Pannen

Von Franziska Behner - News vom 15.08.2019, 10:47 Uhr
Yu-Gi-Oh Screenshot
© Franziska Behner

Obwohl immer mehr Menschen auf der Konsole oder dem PC zocken, erleben auch Kartenspiele aktuell ein Hoch. Vor allem „Yu-Gi-Oh!“ (was eigentlich „Duel Monsters“ heißt, aber immer wie die TV-Serie betitelt wird), wird weltweit voller Euphorie gespielt. Am letzten Wochenende wurde die World Championship 2019 ausgetragen, um herauszufinden, wer in diesem Jahr der beste Duellant ist.

Am vergangenen Wochenende fand das große Finale der Yu-Gi-Oh!-Kartenweltmeisterschaft statt. Die besten Spieler der Welt versammelten sich deshalb von 10. bis zum 11. August 2019 in Berlin, um am Samstag in der Vorrunde gegeneinander anzutreten. Die erfolgreichsten Paare aus jeder Kategorie standen sich schließlich am darauffolgenden Sonntag gegenüber. Diesen Titel werden die drei Gewinner tragen, bis 2020 das nächste Turnier stattfindet.

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(Yami) Yugi und Kaiba live treffen

Gut tausend Tickets konnten kostenlos erworben werden, um bei dem Finale samt Bühnenshow mit dabei zu sein. Und Konami hatte ganz schön aufgetrumpft: Ein DJ spielte den ikonischen Duell-Jingle, den wir alle noch aus den ersten Staffeln kennen und unzählige Laserstrahlen flogen minutenlang durch den Raum.

Kurz darauf betraten zwei eher unbekannte Personen die Bühne. Doch kaum öffneten Dan Green und Eric Stuart ihren Mund, war sofort klar: Sie sind die englischen Synchronsprecher von (Yami) Yugi und Seto Kaiba. Für ein großes Fantreffen war eher keine Zeit, dafür präsentierten die beiden Männer eine einstündige Bühnenshow.

© Franziska Behner

Die beiden Rivalen standen sich am Sonntagmittag (mal wieder) in einem Duell gegenüber. Während die Synchronsprecher auf der Bühne im Vordergrund standen und ihren Text zum Kartenspiel aufsagten, saßen im Hintergrund zwei Spieler und legten exakt diese Karten. Es handelte sich dabei um eine genau durchgeskriptete Bühnenshow, in der sich die beiden starken Duellanten nichts schenkten.

Während Yami Yugi schwarze Magier auf das Feld rief, beschwor Kaiba seine weißen Drachen. Damit alle Gäste im Saal genau sehen konnten, was passiert, wurde das Spiel aus der Vogelperspektive gefilmt und auf große Leinwände übertragen – zusammen mit den Synchronsprechen, die ihren Text wacker vorlasen.

Ein technisches Desaster

Die Idee mit dieser Bühnenshow war interessant, aber für viele Zuschauer zog es sich nach 30 Minuten nur noch wie Kaugummi. Immer wieder konnten wir Zuschauer beobachten, die diese Chance nutzten, um vor der Türe am Merchandise-Stand zu stöbern. Der Großteil der Gäste blieb aber wacker am Ball, was man von der Technik während des Abends leider nicht behaupten konnte.

Die Sprecher von Seto und Yugi stellten die Top Spieler vor, die den (teilweise sehr weiten) Weg nach Berlin auf sich genommen haben. Jeder wurde namentlich genannt und sollte eigentlich auf den großen Bildschirmen zu sehen sein. Technisch funktionierte dies allerdings nicht ganz wie gewünscht, die Bilder waren zu langsam und irgendwann wurden sie einfach gar nicht mehr gezeigt. Schade.

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Für amüsierte Momente und gelegentliche Lacher an falscher Stelle sorgte die Technik während des bereits eben erwähnten Showduells zwischen Kaiba und Yugi, bevor die finalen Kämpfe der Spieler losgingen. Um Spannung zu erzeugen und nostalgische Erinnerungen in die Köpfe der Zuschauer zu rufen, wurden einige Szenen wie die Draw Phase in einer ausweglosen Situation, das Herbeirufen eines weißen Drachen oder der Tanz des schwarzen Magiermädchens mit Einblendungen aus dem Anime untermalt. Immer, wenn eine besonders ikonische Stelle eintrat, blendeten die kreativen Köpfe bei Konami eine Szene aus dem Anime (oder dem Film) ein. An sich eine tolle Idee, wenn da nicht irgendetwas durcheinandergekommen wäre.

Zunächst kamen einige der Einblendungen nur einen Moment zu spät. Später dann aber zudem an der falschen Stelle. So wurde ein starker Angriff deklariert, der Yugi hätte vernichten müssen. Eigentlich wollte man an dieser Stelle den imposant aussehenden Angriff des Monsters zeigen – stattdessen wurde bereits der nächste Clip geladen, der zeigte, welche Fallenkarte dagegen helfen wird. Und das, obwohl diese Szene erst eine halbe Minute später tatsächlich passierte. Im Grunde wussten die Zuschauer häufig also, was als Nächstes passieren würde. Das nahm jegliche Spannung und sorgte für Lacher im Publikum.

Und wie sollte es anders sein: Yami Yugi hat am Ende gegen Kaiba gewonnen.

Als die verschiedenen Duell-Kategorien starteten und die Finalisten in den Startlöchern standen, gab es kleine Einspieler zu den Finalisten. Sie wurden vor Ort zu ihren Anfängen mit dem Kartenspiel, Hobbys und Co. befragt. Der Mini-Film eines Duellanten wurde gar nicht gezeigt – dafür bekam sein Konkurrent die vierfache Bühnenzeit, denn sein Video wurde einfach in Dauerschleife abgespielt.

Dragon Duel Weltmeister 2019

Die ersten Duelle um den Titel des Weltmeisters in „Yu-Gi-Oh!" lieferten sich die Jüngsten. Im Dragon Duel dürfen alle Kinder und Jugendlichen antreten, die ab dem Jahr 2006 geboren worden sind. Ganz besonders stolz waren dabei die Guardians, die als eine Art Aufpasser mit nach Berlin reisten und immer im Hintergrund ein Auge auf ihre Sprösslinge hatten. 

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Nach einigen Beschwörungen und Konter-Fallenkarten entschied Shang En Sun zwei der drei Duelle für sich und ergatterte recht zügig den Titel des „Dragon Duel"-Weltmeisters 2019. Glückwunsch!

Duel Links Weltmeister 2019

Der Gewinner des Vorjahres, Takahiro Hamada, wurde in der Finalrunde gegen Shuhei Kobayashi regelrecht vom Tisch gefegt. Die beiden Duellanten standen sich in dem Online-Game Duel Links gegenüber. Drei aus fünf Runden mussten gewonnen werden, um letztendlich der Weltmeister in „Duel Links" 2019 zu werden. Die ersten beiden Runden waren regelrecht ein Kinderspiel für Hamada, der es im dritten Match kaum fassen konnte, als die Lebenspunkte des Gegners erneut auf null fielen.

TCG Weltmeister 2019

Das Spannendste zum Schluss: Das Finale der Duellanten in der TCG-Kategorie. Auf der Bühne standen sich auch hier die besten Spieler der Welt gegenüber, nachdem an den vorherigen Tagen aus den Top 8 (worunter sich auch zwei Deutsche befanden) nun die beiden Finalisten herausgefiltert wurden. Karte um Karte wurde gelegt, negiert und synchronisiert, ehe Kouki Kosaka die Duelle für sich entschied und ebenso wie die anderen Weltmeister dieses Tages unter einem Goldregen die Trophäe entgegennahm.

Die Menge tobte nach jedem Match und die technischen Ausfälle waren spätestens nach dem ersten Goldregen fast vergessen. Hier und da schnappte man in den Pausen zwischen den Final-Duellen noch hämische Kommentare auf, aber die Hauptgespräche drehten sich um Salamangreat-Themendecks, mächtige Drachen und die Synchronsprecher, die den Abend einläuteten. Nach Beendigung der einzelnen Finalrunden und Showeinlagen, gab es am Ausgang für alle Spieler noch ein Geschenk: Limitierte und nur auf diesem Event zu ergatternde „Yu-Gi-Oh!"-Karten.

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