PLAYCENTRAL PREVIEW Not A Hero

Not A Hero: Wahlkampf mal anders

Von Yannick Arnon - Preview vom 27.08.2014 10:00 Uhr

Seit ein paar Jahren ist ein richtiger Boom in der Indie-Szene zu erkennen, dem es zu verdanken ist, dass auch kleinere Entwickler ihre Projekte auf den Markt bringen und neue Innovationen in die Branche einbringen können. Mit OlliOlli hat das britische Studio Roll7 sein Debüt gefeiert, jetzt holen sie mit Not A Hero zum Nachschlag aus. Auf der gamescom 2014 konnten wir das neue Werk von Roll7 anspielen, das den Spagat zwischen Retro-Technik und modernem Gameplay schaffen soll.

Ein verlorener Cover-Shooter aus den Achtzigern?

Not A Hero lässt sich am ehesten als eine Mischung aus dem Cover-basierten Gameplay heutiger Shooter wie Gears of War 3 und klassischen Run'n'Gun-Vertretern wie Contra oder Gunstar Heroes beschreiben. Die von den Entwicklern liebevoll als 2¼D bezeichnete Spielansicht soll es ermöglichen, ein einzigartiges Genre-Erlebnis zu bescheren. Ein aus der Zukunft stammendes Kaninchen namens Bunnylord hat es auf das Amt des Bürgermeisters in einer namenlosen Stadt abgesehen, die als Schauplatz dient. Nicht etwa, weil der mysteriöse Mümmelmann ein im tiefsten Herzen guter Kerl ist, sondern weil er das geringere von zwei Übeln darstellt – zumindest ist das seine Sicht der Dinge. Zwischen ihm und dem begehrten Posten stehen jedoch vier kriminelle Syndikate, die keineswegs kampflos das Feld räumen werden. Hier kommt ihr ins Spiel, um in der Rolle von Steve und weiteren Nicht-Helden mit Waffengewalt die Agenda von Bunnylord durchzusetzen. In fünf verschiedenen Stadtteilen müsst ihr eine Reihe an Missionen bewältigen, in denen ihr es mit einer Überzahl an bewaffneten Gegnern zu tun bekommt. Die zwei wichtigsten Tasten sind fürs Rollen und Schießen zuständig. Mit einer Rolle geht ihr automatisch hinter einem geeigneten Objekt in Deckung, um in einem günstigen Moment das Feuer zu erwidern. Da eure Gegner ebenfalls hinter Regalen, Kisten etc. Schutz suchen, solltet ihr in Feuerpausen versuchen, entweder selbst einen tödlichen Treffer zu landen oder euch nach vorne zu bewegen, um aus nächster Nähe eine Exekution auszuführen. Achtet vor allem darauf, dass ihr nicht das Nachladen vergesst. Ist euer Magazin erst einmal leer, stürzt sich die KI sofort auf euch.

Neben Steve lassen sich auch weitere Charaktere freischalten, die selbstverständlich auch mit speziellen Eigenschaften aufwarten. So kann der Hillbilly Cletus mit seiner Schrotflinte Türen aus den Angeln heben und der Latino Jesus (dessen Design eine Hommage an den Film The Big Lebowski darstellt) besitzt die Fähigkeit, kontinuierlich zu rollen und somit quer durch einen Raum zu schlittern. Wiederspielwert soll neben den verschiedenen Protagonisten auch durch die sekundären Ziele geschaffen werden, die nur optionaler Natur sind und eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Zum Beispiel habt ihr die Aufgabe, einen Abschnitt innerhalb eines Zeitlimits zu beenden oder eine bestimmte Anzahl an Gegnern im Nahkampf auszuschalten. Der Schwierigkeitsgrad fiel höher als erwartet aus, nicht zuletzt wegen des flotten Spieltempos. Die Missionen erfordern schnelle Reaktionen und regelmäßiges Nachladen, noch dazu sind eure Charaktere alles andere als widerstandsfähig und strecken nach wenigen Treffern die Waffen nieder. Checkpoints hat es in den Achtzigern auch keine gegeben, macht euch also keine Hoffnungen. Das Design von Not A Hero erinnert bewusst an eine Zeit, in der Spiele noch auf Modulen ausgeliefert wurden. Charaktere und Umgebungen sind in einem pixeligen Pseudo-8-Bit-Look gehalten, aus den Lautsprechern tönen Chiptune-Mucke und die Schmerzensschreie eurer Gegner. Die Retro-Atmosphäre entschärft dabei den Gewaltgrad, noch dazu beweisen die Macher eine große Portion Selbstironie. Sei es die hanebüchene Story um ein zeitreisendes Kaninchen oder abgedrehte Items wie explodierende Katzen, Not A Hero soll den Spieler zum Schmunzeln bringen und ist in diesem Punkt ausgesprochen treffsicher.

Fazit

Als Retro-Feinschmecker hat Not A Hero bereits bei der Ankündigung mein Interesse geweckt und die Anspiel-Session bestätigte meinen ersten Eindruck. Hinter dem pixeligen Äußeren steckt ein Cover-Shooter, der das Beste aus zwei Welten zu vereinen versucht und somit ideale Kost für Fans von Spielen wie Contra oder Metal Slug darstellt. Dabei hat der Titel spielerisch mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick zu erkennen vermag und insbesondere die Fähigkeit, in einer zweidimensionalen Ebene in Deckung zu gehen, ergänzt das Genre um einen netten Twist. Ein wenig skeptisch bleibe ich jedoch, was die Langzeitmotivation und das letztendliche Preis/Leistungsverhältnis angeht. Wer nichts gegen abgedrehte Indie-Kost hat, kann trotzdem gerne einmal reinschauen.

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