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Minecraft: Update 1.3: Alle Erneuerungen im Test

Von Tobias Fulk - Special vom 11.08.2012 15:53 Uhr

Endlich ist es soweit: Das schwedische Entwicklerstudio Mojang AB hat das langerwartete Minecraft-Update 1.3 endlich über den Launcher zur Verfügung gestellt. Nach einer einwöchigen Pre Release-Phase, in der die neuen Features bereits ausgiebig ausprobiert werden konnten, wurde bereits deutlich: Das Update 1.3 ist eines der umfangreichsten überhaupt in der Geschichte des schwedischen Indie-Hits. Wir haben uns den neuen Features und Möglichkeiten natürlich angenommen und verraten euch, ob sich die Vorfreude und lange Wartezeit gelohnt haben.

Der Handel: Ramschladen „NPC Dorf“

Die vielleicht größte und langerwartetste Neuheit ist der Handel mit den NPC-Bewohnern der virtuellen Minecraft-Welten. Lange Zeit waren die Langnasen ziemlich sinn- und tatenlos. Seit dem Update 1.3 verhalten sie sich wie echte Bewohner. Dunkelt es in der Pixelwelt, so stiefeln die NPCs in ihre Hütten. Dabei ist festzuhalten, dass Wissenschaftler sich immer in ihre Bibliothek und Priester sich in ihre Kirche begeben. Noch nicht ganz der Sinn einer gesitteten Arbeitswelt – aber immerhin ein Anfang. Als Spieler kann man die Kerlchen mittlerweile sinnvoll einsetzen, denn: Wer in den tiefen Tiefen der Höhlen, Spalten, Minen oder Festungen Smaragderz ausfindig macht, kann das neue Handelssystem nutzen. Aber keine Panik: Wer auf große und vor allem gefährliche Höhlentouren keine Lust hat, der kann sich die grünen Edelsteine auch erhandeln. Ein Beispiel: NPC A verlangt für ein Eisenschwert vier Smaragde. NPC B gibt euch für zehn Bündel Weizen benötigte Smaragde. Also legen wir uns ein formschönes Feldchen an, hauen die Samen in die Löcher und erwirtschaften uns so die benötigten Tauschgegenstände. Besonders diabolisch wäre es, den NPCs einfach den Weizen zu stehlen – aber wer denkt schon an einen solch teuflischen Akt? 

Neue Blöcke, Optionen und Möglichkeiten

Aber nicht nur der äußerst interessante Handel mit den NPCs hat Einzug gehalten, sondern auch einige neue Blöcke, Optionen und Gebäude. Besonders spannend sind die neuen „großen Biome“. Diese eignen sich besonders für Biom-spezifische Bauten oder große Erkundungsreisen, die man durch die virtuelle Blockwelt starten möchte. Also ist es doch praktisch, dass man gleich zu Beginn eine gewisse Erstausrüstung anfordern kann. Dies geschieht durch die bei der Kartenerstellung festgelegte Option „Bonus Truhe“. Diese spawnt meist neben eurem Spawnpunkt und beinhaltet neben einigen Holz-Werkzeugen auch eine handvoll Rohhölzer zur sofortigen Weiterverarbeitung. Doch die entscheidende Frage lautet: Benötigt Minecraft ein solches Hilfsmittel? Ist es nicht gerade die Möglichkeit, zu Beginn alles selbst zusammenzusuchen, bevor nachts die bösen Kreaturen die Welt bevölkern? Dazu sollte sich jeder selbst seine eigene Meinung bilden. Vorbildlich: Die Option kann, MUSS aber nicht eingeschaltet werden.

Doch das ist längst nicht alles. Auch die „Ender Truhe“ ist durchaus ein Gegenstand, über den sich diskutieren lässt. Die aus Obsidian craftbare Kiste fungiert wie ein Arbeitsspeicher. Angenommen wir stehen einige Blöcke über Bedrock, umgeben von Lava und Monstren mit einigen Diamanten und anderen Rohstoffen im Gepäck. Musste man bisher schwitzen, bis man den heilen Weg aus der Höhle heraus gefunden hat, hilft einem die funktionelle Ender Truhe nun bei der sicheren und kompletten Übertragung der Gegenstände ins heimische Lager. Einmal in einer Höhle aus Obsidian-Blöcken errichtet, kann man darin seine Fundstücke lagern und mit leeren Taschen dann den waghalsigen Rückweg antreten. Errichtet man dann eine weitere Ender Truhe in heimischen Gefilden, hat man Zugriff auf den gesamten Inhalt der Höhlentruhe. Praktisch? Auf jeden Fall. Notwendig? Teilweise. Viele Minecraft-Spieler der ersten Stunde werden die doch recht „benutzerfreundliche“ Richtung von Minecraft mit Händen über dem Kopf verfolgen. Andere wiederum sind dankbar für Funktionen, die auch ohne zusätzliche Mod-Installation möglich sind. Folgende neue Blöcke und Gegenstände sind mit der Minecraft-Version 1.3 verfügbar:

  • Bonus Truhe: Kann beim Erstellen der Welt eingeschaltet werden und liefert euch eine Erstausrüstung.
  • Kakaobohnen: Im Dschungel wachsen ab sofort Kakaobohnen an den Bäumen.
  • Ender Kiste: Eine hilfreiche Truhe, dank der Gegenstände von verschiedenen Orten aus abgerufen werden können.
  • Stolperdraht: Dank dem Stolperdraht kann man ganze Fallensysteme erstellen. Besonders praktisch für alle Fans von Adventure-Karten.
  • Smaragde (Stein & Erz): Die Hauptwährung für den Handel mit Dorfbewohnern. Kann in Höhlen abgebaut oder erhandelt werden.
  • Beschreibbare Bücher: Durch das abgeänderte Crafting-Rezept sind Bücher ab sofort beschreibbar. Auf bis zu 50 Seiten können Minecraft-Spieler ihre Geschichten erzählen oder Rezepte festhalten.
  • Treppen & Stufen in allen Farben: Halbe Blöcke und Treppen sind ab sofort auch in allen Holzfarben herstellbar.

Mit dem zweiten sieht Steve besser!

Wir sprachen eingangs vom „üppigsten Update überhaupt“, dass Minecraft jemals erhalten hat. Also ist es logisch, dass es neben all den neuen Gegenständen auch viele Veränderungen und Neuerungen gibt, die einem nicht sofort ins Auge fallen. Da wären zum Beispiel die Konsolen-Kommandos im Einzelspieler, die man bei der Erstellung einer neuen Karte aktivieren kann. Mit einfachen Handgriffen kann man so zwischen den Spielmodi hin und her wechseln oder sich anhand vorher ausmanövrierten Koordinaten an bestimmte Orte teleportieren. Die Konsolen-Kommandos für den Einzelspieler-Modus arbeiten im Einklang mit der neuen LAN-Funktion. Per Knopfdruck lässt sich die eigene Einzelspieler-Karte nämlich in einen LAN-Server verwandeln, auf den problemlos Kollegen nachjoinen können. Es gibt viele weitere, kleinere Änderungen, die wir für Euch im deutschen Changelog zusammengefasst haben. Eines dürfte klar sein: Das Update 1.3 inhaltlich zu toppen dürfte eine echte Herausforderung für das Team  rund um Entwicklungsleiter Jens „Jeb“ Bergensten sein.

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