PLAYCENTRAL TEST Medal of Honor

Medal of Honor: Test: Im Chaos von Afghanistan

Von Redaktion PlayCentral - Test vom 14.10.2010 10:14 Uhr
© Electronic Arts

Es knallt, es wird geschossen und die Hitze schnürt uns die Atemwege ab! Wir befinden uns mittem im Chaos von Afghanistan. Als Tier 1-Soldat haben wir nur ein Ziel im Visir: Der Angriff auf die Taliban, die uns mit ihren Knarren in den Boden stampfen wollen. Werden die Fundamentalisten damit Erfolg haben und die erfahrenen US-Soldaten besiegen? In unserem Test zu Medal of Honor erfahrt ihr mehr.

Call of … Honor?

Als die Entwickler von Electronic Arts die Wiederbelebung von Medal of Honor einleuteten, waren die Kritiken enorm. Die Frage kam auf, wer heute noch einen weiteren modernen Kriegsshooter braucht? Immerhin schickte uns Infinity Ward bereits zwei mal in den virtuellen Krieg mit der Call of Duty: Modern Warfare-Serie. Nun möchte man auch bei EA diesen Weg gehen und schnappte sich erfahrene Tier 1-Soldaten, die dem Entwicklerstudio zur Seite standen, um das perfekte Kriegserlebnis zu bieten.

Begonnen wird schnell: Ihr wählt den Schwierigkeitsgrad aus und schon befindet ihr euch in einer Schrottmühle, welche über den Wüstenboden von Afghanistan brettert. Die ganze Aktion wird zum Katz-und-Maus Spiel. Die Taliban wollen uns erledigen und wir, die erfahrenen Tier 1-Soldaten, die Taliban. Demnach zögert niemand vor Brutalität und einem schnellen Kopfschuss, um seinen Feind um die Ecke zu bringen. Die Stimmung passt, das Setting wirkt düster und der Spieler begibt sich mitten in den Kriegsschauplatz.

Allerdings gibt es bereits die ersten Mängel. Die KI der gegnerischen Soldaten gleicht einem ungeschmierten Brot. Teilweise aggieren sie flott, doch in den meisten Fällen eher unüberlegt. Stellt man sich beispielsweise direkt vor einem Taliban, so schaut dieser nur dumm aus der Wäsche, anstatt direkt zu schießen. Wäre das in Realität der Fall, wären unsere Soldaten wohl schon lange wieder daheim! Wie dem auch sei, das Nahkampf-System von Medal of Honor hingegen überzeugt. Wie bei anderen Shootern, könnt ihr zum Messer greifen. Schnipp, Schnapp und der Kopf des Talibans ist ab. Zwar sieht man dies nicht, aber Blut spritzt trotzdem ordentlich.

Ab ins Gefecht, Soldat!

Medal of Honor bietet verschiedene Level, die sich in verschiedenen Szenarios befinden. Beispielsweise kämpft ihr euch mit "Dusty" durch die Nacht und knipst einen Taliban nach dem anderen mit einem hochmodernen Sniper-Gewehr aus oder ihr befindet euch mitten im Nahkampf mit den feindlichen Einheiten. Doch im Grunde besteht das Missions-Design aus "Erledige X und rette Y, damit ihr nach Z flüchten könnt". Schade, die Entwickler hätten ruhig mehr Innovation zeigen können. Wie bereits erwähnt, dürft ihr mit dem bekannten Gesicht des Covers, Dusty, durch die Nacht von Afghanistan schleichen. Damit ihr besser durch die Wüstenlandschaft kommt, wartet ein Quad-Bike auf euch. Die Ansätze zur Abwechslung sind da, allerdings kaum ausgenutzt worden.

Wer sich in die Singleplayer-Kampagne von Medal of Honor verliebt, der darf sich nach wenigen Stunden verabschieden. Insgesamt warten lächerliche fünf Stunden auf den Spieler, die er mit seinen Team-Kollegen erleben darf. Apropros Team-Kollegen: Ein weiterer Mängel, der uns auffiehl, ist die Sterberate der Kameradschaft. Unsere Mitstreiter bleiben auf den Beinen stehen und fallen nicht so wie wir, was übrigens toll in Szene gesetzt wurde. Im Gegenteil, die Jungs sind unsterblich. Was leider das eine oder andere Level zu einfach gestaltet.

Grafikbombe oder eher Flop?

Eines muss man den Entwicklern von Medal of Honor lassen: Die Inszenierung des Schauplatzes, des Kriegs, der Soldaten und der Fahrzeuge kann sich sehen lassen. Wortwörtlich, denn alles passt wie die Faust aufs Auge. Zwar gibt es hier und da einen Ruckler zu verkraften, doch im Grunde stimmt die Atmosphäre und Medal of Honor wirkt mehr als authentisch. Hinzu kommt der beeindruckende Sound, welcher von Ramin Djawadi komponiert und umgesetzt wurde. Die Klänge wirken düster, aber passend. Man merkt dem Spiel an, dass die Stimmung drückend ist, denn wir befinden uns mitten im Krieg.

Ich bin ein Tier-1 und du?

Wer Medal of Honor erfolgreich in der Singleplayer-Kampagne absolvierte, der darf sich an den "Tier-1-Modus" wagen. Hier könnt ihr beweisen, was in euch steckt. Der Schwierigkeitsgrad steigt enorm und die Kontrollpunkte verschwinden. Es gilt: Den besten virtuellen Soldaten zu kühren. Ihr spielt nach einer bestimmten Zeitvorgabe die Kampagnen-Level durch. Erschießt ihr beispielsweise einen Taliban-Soldaten, erhaltet ihr weitere Sekunden dazu und könnt euch weiter durch den Krieg-Alltag kämpfen. Hinterher werden die besten Statistiken und Spielzeiten in einer Rangliste verglichen. Habt ihr das Zeug zum Tier-1-Soldaten?

Mehrspieler-Modus der Extraklasse

Der Medal of Honor-Mehrspieler-Modus ist bekanntlich von den Tüftlern, die bereits für viel Action in Battlefield: Bad Company 2 sorgten. Ganz klar ist die Rede von DICE. Innerhalb weniger Minuten merkt man, welche Paralleln zum Konkurrenz-Produkt bestehen. Fahrzeuge sind enthalten, Cut-Szenes nach jeder Partie, riesen große Maps und vieles mehr. In Medal of Honor dürfen sich die Spieler allerdings auf zahlreiche Modi freuen. Einer davon besteht darin, diverse Punkte auf der Karte einzunehmen oder zu vertreidigen. Ist eine Runde absolviert, wechselt man die Seiten. Selbstverständlich erscheint zudem eine Auswertung über eure Spiel-Statistik.

Medal of Honor spielt sich im Multiplayer-Modus schneller, Action-haltiger und explosiver. Dem Spieler fliegen Gegenstände entgegen, alles wackelt und geht durch Explosionen in die Luft. Somit ist zu sagen, dass der Online-Part, welcher euch erlaubt, bis zu 24 Spieler gegeneinander antreten zu lassen, ordentlich Spaß macht. Vor allem das Level-System bringt Motivation, kennt man allerdings aus anderen Shootern wie Call of Duty: Modern Warfare 2 oder Battlefield: Bad Company 2.

Je nachdem, wie gut ihr euch in den Online-Schlachten schlagt, erhaltet ihr entsprechende Auszeichnungen. Das Gleiche bezieht sich auch auf das Töten von anderen Mitspielern. Ihr kassiert mehr Punkte, indem ihr einen Headshot verpasst, anstatt einen normalen Kill. Auch Kill-Assisstent-Punkte erhaltet ihr, was wir ebenfalls aus anderen Shootern kennen. Wie bereits erwähnt, macht der Mehrspieler-Modus spaß, doch unterscheidet sich kaum von anderen Shootern, vor allem von Battlefield: Bad Company 2.

Medal of Honor im Test

Fazit und Wertung von Redaktion PlayCentral

Mit Medal of Honor hat Electronic Arts einen Shooter auf den Markt gebracht, der sich mit der Konkurrenz messen sollte. In einigen Punkten ist dies gelungen, wie die technische Seite oder der ausgereifte Mehrspieler-Modus. Allerdings hätten wir uns einen kooperativen Spiel-Modus gewünscht. Doch die Singleplayer-Kampagne ist zu kurz und teilweise zu einseitig. Zwar versuchte man Abwechslung in das Abenteuer zu bringen, was allerdings nicht an jeder Stelle gelungen ist.

Dafür kann der Tier 1-Modus für ordentliche Pluspunkte sorgen. Der Spieler hat ständig eine neue Herausforderung zu erfüllen und zwar den Rekord zu knacken und der beste Spieler in der Rangliste zu sein. Tolles Feature, EA.

Zum Schluss ist zu sagen, dass wir Medal of Honor als tollen Shooter sehen, welcher allerdings mehr Potential bieten würde, wenn die Entwickler dieses ausgenutzt hätten.

Pro

+Tier-1-Modus+ Grafisch beeindruckend
+Authentisches Setting
+Viele gute Ansätze und teilweise packende Story
+Toller Sound(track)
+Spaßiger Mehrspieler-Modus
+HUD als Hilfe
+Spannende Inszenierung der einzelnen Handlungen

Contra

-Zu kurz!
-Teilweise dumme KI-Gegner
-Ab und an Ruckler
-Ungenutztes Potential<
-Unsterbliche Mitstreiter 

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