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Duke Nukem Forever: Test: Endlich ist er da, der Duke, ha ha!

Von Redaktion PlayCentral - News vom 20.06.2011 07:00 Uhr

Nach rund 13 Jahren Entwicklungszeit war es im Juni diesen Jahres endlich soweit. Der Duke feierte sein Comeback auf PC und Konsole. Jedoch scheiden sich die Geister an Duke Nukem Forever: Miese Technik oder Retro-Charme? Niveaulose Witze oder aberwitziger Humor? Running Gag oder Kultmarke? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen Journalisten und Fans der Duke-Serie in den Stunden des Launchs. Wir geben Euch im folgenden Artikel die Meinung unserer Redaktion wieder, welche mit der Meinung eurerseits nicht unbedingt übereinstimmen muss.

Bergsteiger, Astronaut und Champion

Ganze fünfzehn Jahre ist es bereits her, dass ein Videospiel mit dem coolen Duke über den Bildschirm geflimmert ist. Seit Duke Nukem 3D ist nicht nur virtuell eine lange Zeit vergangen, sondern auch im echten Leben. Virtuell hat Duke die letzten zwölf Jahre (die Story setzt zum Zeitpunkt der Übernahme durch Gearbox Software ein) unter anderem damit verbracht, den Mount Everest zu besteigen, den Mond zu besuchen, Fighting-Champion zu werden und tausende von Bierdosen dem Erdboden gleich zu machen. Das ist jedoch nicht alles: Seit seinem Mega-Kampf gegen die Aliens im Jahr 1996 ist Duke eine Kultfigur in den kompletten vereinigten Staaten von Amerika. In seiner Heimatstadt Las Vegas hat er sich ein luxuriöses Penthouse samt Strip-Club und Duke-Höhle gekauft, sich zwei schulmädchenartige Freundinnen angeschafft und ein Leben geführt, wie es sonst nur Charlie Sheen kennt.

 

14 Jahre lang mussten die Fans von Duke Nukem auf dieses Video warten: Der Launch Trailer erschien am 02. Juni 2011!

Doch als er eines Tages zur Autogrammstunde und TV-Interview-Termin gerufen wird, passiert das, was keiner für möglich hielt: Auf den Hotel-Fernsehern sieht man Bilder von hunderten Alien-Mutterschiffen, welche die Stadt auf der Suche nach dem Duke in Schutt und Asche schießen. Während der Präsident und der Chef der Earth Defense Forces uns darum bittet keinen Stress mit den Alien-Scherken anzufangen, lautet die plumpe Antwort von Mr. Nukem: „Einen scheiss werde ich tun!“, womit wir uns gleich zu Beginn des Spiels an alte Zeiten erinnert fühlen. Im Storyverlauf haut Duke immer wieder solche knallharten und manchmal auch zweideutige Sprüche raus – für den einen herrlich, für den anderen niveaulos.

Zurück zum Geschehen: Als die Aliens nicht nur neue Angriffe auf die Menschheit starten, sondern auch damit beginnen die Babes von Vegas und damit auch die Frauen vom blonden Charmebolzen zu entführen, sieht der Dukenator rot. Er ignoriert alle Warnungen und Gebete der amerikanischen Regierung und begibt sich zurück in den Kampf gegen die Brut.

Diese besteht übrigens aus einigen verschiedenen Aliens. So gibt es zum Beispiel mutierte Muskelschweine, welche Duke die Biervorräte leer saufen – einer der größten Fehler. Hinzu kommen zahlreiche riesige Bosskämpfe sowie Anspielungen auf andere Videospiele. In einer Szene bekommen wir zum Beispiel eine Mega-Flinte in die Hände gedrückt. Neben dieser liegt der Helm und die Rüstung vom Masterchief. Auf Nachfrage vom Chef, ob der Duke denn Interesse an diesen hätte, antwortet der Muskelprotz: „Rüstungen sind was für Weicheier“ – urkomisch!

Sex, Drugs and Duke’n Roll

Die Einzelspieler-Kampagne von Duke Nukem Forever benötigt, je nach Schwierigkeitsgrad, sechs bis acht Stunden. Diese führt den Spieler durch zerbombte Straßenstriche von Las Vegas, zerstörte Casinos und eher langweilige Wüstenlandschaften sowie düstere Kanalisationen. Den Aliens rückt der Duke dabei mit den typischen Wummen auf die Pelle: Neben Schrotflinte, Maschinenpistole, Ripper und dem Devastator nutzt Ihr ab und zu einen Schrumpfstrahler, mit welchem Ihr eure Feinde verkleinern und anschließend mit den Füßen zerquetschen könnt. Auch ein Eisstrahler ist vorhanden, mit welchem wir Aliens einfrieren und anschließend in tausende Partikel sprengen können.

 

 Nicht nur im Spiel selbst, sondern auch in der Öffentlichkeit gilt Duke Nukem als selbstverliebte Kultfigur.

Es soll wohl Menschen geben welche behaupten das sich das Genre der First-Person-Shooter nicht weiterentwickelt hat. Diskutiert Ihr mal mit einem Videospieler dieser Art könnt ihr ohne große Sorgen ein Spiel nennen, welches die Entwicklung des Genres der vergangenen vierzehn Jahre zeigt. Features welche wir als Shooter-Spieler heutzutage als Standard genießen fehlen in Duke Nukem Forever durchweg. Feedback bei Volltreffern? Gegnerhorden? Waffenupgrades? Mini-Karte? Schleichpassagen? All diese modernen Features fehlen in Duke Nukem Forever, was man dem Spiel anmerkt. Das Handling ist schwammig, das Zielen fast schon Glückssache. Schade, wir hätten uns spielerisch ein wenig mehr erhofft.

Über Steroiden und die Duke-Vision

Ein wenig spielerische Abwechslung haben wir dann doch noch gefunden. Man kann mit grundsätzlich allem im Spiel interagieren, um das Ego (Lebensbalken) des Duke zu verbessern. Ganz so altmodisch war man bei der Entwicklung dann doch nicht: Wie in vielen modernen Genre-Kollegen füllt sich das Leben nicht mehr mit einem Medikit, sondern wenn sich der Duke aus der Schusslinie der Feinde begibt. Das Ego verbessern wir durch Interaktionsmöglichkeiten wie anhimmeln im Spiegel, Gewichte stemmen oder in dem wir beim Basketball Körbe werfen. Die Möglichkeiten sind vielseitig und abwechslungsreich, was uns sehr gefallen hat. Durch Bier und Steroiden können wir Duke außerdem zur ultimativen Nahkampfmaschiene verwandeln und den Schweinealiens ordentlich einheizen.

 

 Dieses Video wurde am 31. Januar 2010 veröffentlicht und war das erste Lebenszeichen des Duke seit über vier Jahren!

Dank der „Duke-Vision“, einem stinknormalen Nachtsichtgerät können wir auch in etwas dunkleren Abschnitten immer den Durchblick behalten. Um dem Spielbetrieb ein wenig Abwechslung einzuhauchen baute Gearbox Software einige bis sehr viele Quicktime-Events ein. Um klemmende Türen öffnen zu können müssen wir immer ein und den selben Knopf hintereinander drücken bis der Daumen blutet. Fahrten in Buggys wirken im ersten Moment erfrischend, nach dem siebten mal jedoch ebenfalls langweilend auf den Spieler. Kurz und knappp: Im spielerischen Zeugnis für Duke Nukem Forever würde es gerade mal für ein „stets bemüht“ reichen und wir wissen, was dies in den meisten Fällen bedeutet…

Alte Technik oder Retro-Charme?

Schon in den ersten Minuten wird klar: Duke Nukem Forever ist keinesfalls mit den grandios inszenierten First-Person-Shootern der aktuellen Generation zu vergleichen. Hingegen fallen uns gleich zu Beginn schwammige Texturen und lange Ladezeiten auf. Außerdem wirkt die deutsche Synchronstimme von Bruce Willis in einigen Szenen unpassend, auch wenn wir uns in der Testphase über einige Sprüche hätten weg schmeißen können. Die Weitsicht in den Außenarealen ist ebenfalls mangelhaft. Diese wird einfach durch einen Verwischeffekt ausgeblendet. Hinzu kommt zum Teil starkes Tearing sowie Kantenflimmern und nervige Ruckler. Trotz Kultstatus von Duke Nukem können wir technische Fehler in unserer Wertung nicht unbeachtet lassen.

70
Duke Nukem Forever im Test

Fazit und Wertung von Redaktion PlayCentral

Fazit:

Ganze 14 Jahre hat es also gedauert, bis wir ein Endfazit samt Wertung unter Duke Nukem Forever machen können. Das Next Generation-Abenteuer von Duke Nukem ist weder technisch noch spielerisch ein absoluter Hingucker und sicherlich kein Must Have. Für Fans von Duke Nukem 3D ist Duke Nukem Forever jedoch gefundenes Fressen. Der Kultstatus des Dukes, die niveaulosen Witze, Babes, Brüste, Bier und jede Menge Shit-Talk samt Shooter-Action sowie eine Wartezeit von 14 Jahren machen Duke Nukem Forever zu etwas besonderem, wenn auch auf eine eigene Art und Weise. Jeder sollte vor dem Kauf für sich selbst entscheiden, wie viel Retro-Charme er vertragen kann ohne am Ende enttäuscht zu sein.

Einstieg

Bevor die Action in Duke Nukem Forever so richtig durchstartet bekommen wir in einem kleinen Tutorial alle Möglichkeiten erklärt – da das nicht viele sind, geht das relativ schnell vonstatten. Innerhalb von 15 Minuten finden sich renomierte Shooter-Spieler zu recht.

Grafik

Schwammige Texturen, Tearing, Kantenflimmern und ständige Pop-Ups machen Duke Nukem Forever eher zum Augenkraus statt Augenschmaus. Wenigstens sehen die Bossgegner einigermaßen akzeptabel aus!

Sound

Die deutsche Synchronisationsstimme von Duke Nukem ist in Ordnung, auch wenn uns der O-Ton um einiges besser gefällt. Ebenfalls gefallen haben wir an den Waffensounds gefunden, welche fast das Niveau eines modernen First-Person-Shooters besitzen.

Gameplay

Zwar werden keine Features aktueller Shooter-Highlights geboten (Schleichpassagen, Minikarte, Waffenupgrades, Gegnermassen etc.), dafür machen kleinere Quicktime-Spielereien und Fahrten mit Buggys viel Spaß. Weniger viel Spaß macht das schwammige Zielen, welches kein Feedback an den Spieler liefert und dadurch schon fast zur Glückssache wird.

Umfang

Knapp acht Stunden Einzelspieler-Kampagne, zahlreiche Multiplayer-Modi im Duke-Stil, viele Waffen und außerdem die Möglichkeit, nach dem Durchspielen die 14-jährige Entwicklungszeit von Duke Nukem Forever als Zeitstrahl samt Trailer nochmal Revue passieren zu lassen.

Pro

+Duke Kultstatus
+viele Waffen
+riesige Bossgegner
+lustige Sprüche
+Umgebungsrätsel
+Fahrten mit Buggys
+fordernder Schwierigkeitsgrad

Contra

-Old School Spieldesign
-technische Mängel
-viel zu lange und häufige Ladezeiten
-zu linear
-schwankende KI
-insgesamt zu unspektakulär
-schwammiges Handling

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