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Assassin’s Creed Black Flag Resynced im Test: Dieses Piratenabenteuer wollte ich seit Odyssey spielen!

Für wen lohnt sich Black Flag Resynced?

Die einfachste Empfehlung lässt sich über eure bisherigen Erfahrungen mit der Reihe aussprechen.

Haben euch bereits die Schiffskämpfe und Erkundungsfahrten in „Assassin’s Creed Odyssey“ gefallen, solltet ihr euch „Black Flag Resynced“ unbedingt ansehen. Hier sind diese Elemente nicht lediglich eine Ergänzung, sondern das Herzstück des gesamten Abenteuers.

Auch Spieler, die das Original bislang ausgelassen haben, erhalten einen hervorragenden Einstieg. Die Neuauflage sieht modern aus, spielt sich angenehm und verlangt nicht, dass ihr euch mit den technischen Eigenheiten eines Spiels aus dem Jahr 2013 arrangiert.

© Ubisoft

Wer dagegen mit der grundsätzlichen Ubisoft-Formel nichts anfangen kann, wird durch das Piratensetting vermutlich nicht vollständig bekehrt. Synchronisationspunkte, Kartenmarkierungen, Sammelobjekte und wiederkehrende Nebentätigkeiten gehören weiterhin fest zum Spiel.

Kenner des Originals bekommen eine aufwendig modernisierte Neuinterpretation mit neuen Inhalten und überarbeiteten Systemen. Ob sämtliche Änderungen dem persönlichen Geschmack entsprechen, hängt davon ab, wie eng ihr mit der alten Fassung verbunden seid. Diese Perspektive kann ich bewusst nicht bewerten, weil mir der direkte Vergleich fehlt.

Ich kann allerdings beurteilen, wie „Resynced“ als eigenständiges Spiel im Jahr 2026 funktioniert. Und aus dieser Sicht liefert Ubisoft ein überzeugendes, wunderschönes und angenehm zugängliches Piratenabenteuer.

Fazit von Patrik Hasberg

„Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ bestätigt ziemlich genau das, was ich schon beim Spielen von „Odyssey“ vermutet hatte: Dieses Piratenabenteuer trifft meinen Geschmack.

Die Seeschlachten sind wuchtig, der Ausbau der Jackdaw motiviert und die offene Karibik lädt immer wieder zu kleinen Abstechern ein. Besonders die Angriffe auf Festungen gehören für mich zu den besten Aktivitäten. Zuerst zerstöre ich mit der Jackdaw die Verteidigungsanlagen, anschließend stürme ich zu Fuß die Mauern – dieser Wechsel macht auch nach zahlreichen Stunden noch Spaß.

Dazu kommt eine teilweise wunderschöne Grafik. Ruhige Fahrten bei Sonnenschein können fast wie ein kleiner Urlaub wirken, während Stürme, Monsterwellen und Tornados eindrucksvoll zeigen, wie groß der technische Sprung gegenüber dem Original ausfallen muss. Lediglich die sehr häufigen und abrupten Wetterwechsel hätten etwas zurückhaltender sein dürfen.

Weniger begeistert bin ich von der eigentlichen Assassinengeschichte. Nach zahlreichen Serienteilen überrascht mich der bekannte Konflikt zwischen Templern und Assassinen kaum noch. Die Piratenfiguren, allen voran Blackbeard und James Kidd, tragen das Abenteuer für mich deutlich stärker als die übergeordnete Verschwörung.

Auch das Missions- und Open-World-Design kann seine Herkunft nicht vollständig verbergen. Aussichtspunkte, Sammelobjekte und kurze Nebenaktivitäten kennt man aus vielen anderen „Assassin’s Creed“-Spielen. Nach rund 20 Stunden sind die meisten grundlegenden Mechaniken bekannt.

Trotzdem fühlte ich mich sehr gut unterhalten. „Resynced“ ist eines dieser Spiele, die sich wunderbar für einige entspannte Abende eignen: aufbrechen, ein paar Schiffe versenken, eine Insel erkunden und vielleicht doch noch die Festung am Horizont erobern.

Ubisoft besinnt sich hier auf eine seiner größten Stärken: faszinierende historische Schauplätze, die den Spieler unmittelbar in eine andere Zeit versetzen. „Black Flag Resynced“ erfindet die bekannte Formel nicht neu, nutzt sie aber für ein Piratensetting, das auch dreizehn Jahre nach dem Original erstaunlich frisch wirkt.

Wer grundsätzlich keine Freude an „Assassin’s Creed“ hat, wird auch hier viele bekannte Schwächen wiederfinden. Wer hingegen „Odyssey“ mochte, sich für Piraten begeistert oder das Original wie ich nie nachgeholt hat, bekommt eine klare Empfehlung.

✅ Pro

  • fantastische Piratenatmosphäre
  • wunderschön neu aufgebaute Karibik
  • spaßige und wuchtig inszenierte Seeschlachten
  • motivierender Ausbau der Jackdaw
  • Festungsangriffe als besonderes Highlight
  • charismatische historische Piraten
  • gelungener Wechsel zwischen Schiff und Land
  • moderne Steuerung und zahlreiche Komfortverbesserungen
  • kompaktere Open World als in manchen neueren Serienteilen
  • spektakuläre Wasser- und Wettereffekte

❌ Contra

  • bekannte Assassin’s-Creed-Formel mit vielen Wiederholungen
  • Hauptgeschichte bislang weniger mitreißend als das Piratensetting
  • die meisten Mechaniken sind nach rund 20 Stunden bekannt
  • Unwetter treten zu häufig und teilweise sehr abrupt auf
  • Kämpfe und Nebenbeschäftigungen bleiben eher oberflächlich
  • gelegentliche Schwächen bei KI und Parkour-Steuerung
  • kein Mehrspielermodus

Ein wunderschönes Piratenabenteuer mit wuchtigen Seeschlachten, das die bekannte Assassin’s-Creed-Formel zwar nicht neu erfindet, aber hervorragend in die Gegenwart holt.

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Patrik Hasberg

Schreiberling, Spieleentdecker, praktizierender Perfektionist und Mann fürs Grobe. Außerdem laufender Freizeit-Hobbit, der Katzen liebt. – Hunde gehen auch. „Auch sonst eigentlich ganz ok“.
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