Assassin’s Creed Black Flag Resynced im Test: Dieses Piratenabenteuer wollte ich seit Odyssey spielen!
PLAYCENTRAL TEST
Testfazit
Ein wunderschönes Piratenabenteuer mit wuchtigen Seeschlachten, das die bekannte Assassin’s-Creed-Formel zwar nicht neu erfindet, aber hervorragend in die Gegenwart holt.

PlayCentral Gold Award
„Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ bestätigt ziemlich genau das, was ich schon beim Spielen von „Odyssey“ vermutet hatte: Dieses Piratenabenteuer trifft meinen Geschmack.
Die Seeschlachten sind wuchtig, der Ausbau der Jackdaw motiviert und die offene Karibik lädt immer wieder zu kleinen Abstechern ein. Besonders die Angriffe auf Festungen gehören für mich zu den besten Aktivitäten. Zuerst zerstöre ich mit der Jackdaw die Verteidigungsanlagen, anschließend stürme ich zu Fuß die Mauern – dieser Wechsel macht auch nach zahlreichen Stunden noch Spaß.
Dazu kommt eine teilweise wunderschöne Grafik. Ruhige Fahrten bei Sonnenschein können fast wie ein kleiner Urlaub wirken, während Stürme, Monsterwellen und Tornados eindrucksvoll zeigen, wie groß der technische Sprung gegenüber dem Original ausfallen muss. Lediglich die sehr häufigen und abrupten Wetterwechsel hätten etwas zurückhaltender sein dürfen.
Weniger begeistert bin ich von der eigentlichen Assassinengeschichte. Nach zahlreichen Serienteilen überrascht mich der bekannte Konflikt zwischen Templern und Assassinen kaum noch. Die Piratenfiguren, allen voran Blackbeard und James Kidd, tragen das Abenteuer für mich deutlich stärker als die übergeordnete Verschwörung.
Auch das Missions- und Open-World-Design kann seine Herkunft nicht vollständig verbergen. Aussichtspunkte, Sammelobjekte und kurze Nebenaktivitäten kennt man aus vielen anderen „Assassin’s Creed“-Spielen. Nach rund 20 Stunden sind die meisten grundlegenden Mechaniken bekannt.
Trotzdem fühlte ich mich sehr gut unterhalten. „Resynced“ ist eines dieser Spiele, die sich wunderbar für einige entspannte Abende eignen: aufbrechen, ein paar Schiffe versenken, eine Insel erkunden und vielleicht doch noch die Festung am Horizont erobern.
Ubisoft besinnt sich hier auf eine seiner größten Stärken: faszinierende historische Schauplätze, die den Spieler unmittelbar in eine andere Zeit versetzen. „Black Flag Resynced“ erfindet die bekannte Formel nicht neu, nutzt sie aber für ein Piratensetting, das auch dreizehn Jahre nach dem Original erstaunlich frisch wirkt.
Wer grundsätzlich keine Freude an „Assassin’s Creed“ hat, wird auch hier viele bekannte Schwächen wiederfinden. Wer hingegen „Odyssey“ mochte, sich für Piraten begeistert oder das Original wie ich nie nachgeholt hat, bekommt eine klare Empfehlung.
Pro
- fantastische Piratenatmosphäre
- wunderschön neu aufgebaute Karibik
- spaßige und wuchtig inszenierte Seeschlachten
- motivierender Ausbau der Jackdaw
- Festungsangriffe als besonderes Highlight
- charismatische historische Piraten
- gelungener Wechsel zwischen Schiff und Land
- moderne Steuerung und zahlreiche Komfortverbesserungen
- kompaktere Open World als in manchen neueren Serienteilen
- spektakuläre Wasser- und Wettereffekte
Kontra
- bekannte Assassin’s-Creed-Formel mit vielen Wiederholungen
- Hauptgeschichte bislang weniger mitreißend als das Piratensetting
- die meisten Mechaniken sind nach rund 20 Stunden bekannt
- Unwetter treten zu häufig und teilweise sehr abrupt auf
- Kämpfe und Nebenbeschäftigungen bleiben eher oberflächlich
- gelegentliche Schwächen bei KI und Parkour-Steuerung
- kein Mehrspielermodus
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