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Allgemein: Filehoster Rapidshare schließt die Pforten

Von Patrik Hasberg - News vom 11.02.2015 09:29 Uhr

Das Unternehmen Rapidshare schließt endgültig seine Pforten. Auf der Webseite wurden alle Kunden dazu aufgefordert ihre Daten zu sichern. Nach der Schließung sei ein Zugang auf die Konten nicht mehr möglich.

Es hatte sich bereits seit einiger Zeit angebahnt, nun ist es Realität geworden. Der ehemals wohl beliebteste Filehoster Rapidshare schließt seine Pforten. Dies teilt das Unternehmen auf seiner offiziellen Webseite mit. So wird der aktive Dienst am 31. März 2015 eingestellt. Alle Kunden werden dazu aufgefordert ihre Daten zu sichern. Alle Konten sollen nach der Schließung des Unternehmens gelöscht werden, einen Zugang wird es dann für Kunden nicht mehr geben.

Angeblich verfügte das Unternehmen in der letzten Zeit lediglich noch über einen Mitarbeiter, der für Anrufe und Kundenaccounts verantwortlich war. Ursprünglich sollen es 24 Beschäftigte gewesen sein, die vor die Wahl gestellt worden sind, freiwilig zu kündigen oder entlassen zu werden, wie ein Insider berichtete.

Gegründet worden ist Rapidshare, als wohl erster One-Klick-Hoster, im Jahr 2004 von Christian Schmid. Bereits im Mai 2013 erklärte das Unternehmen, dass ein "Zuschuss von frischem Kapital" nötig sei.

Warum ist Rapidshare gescheitert?

Rapidshare gehörte jahrelang zu den führenden Filehostern. Das Problem bestand allerdings darin, dass auf den Servern des Unternehmens nicht nur private Daten gespeichert waren, sondern auch viel illegales, wie Kinofilme oder Musik-Raubkopien. Dadurch wurde Rapidshare vorgeworfen, dass man wissentlich Urheberrechts-Verstöße bei Filmen und Musik ermöglichen würde. Das Unternehmen argumentierte, dass die Verantwortung der hochgeladenen Dateien bei den Nutzern liegen würde.

Nachdem 2013 die Plattform Mega von Kim Dotcom geschlossen worden war, versuchte Rapidshare sich zu legalisieren. So wurden Downloads von Filmen durch gewisse Einschränkungen zunehmend unattraktiv gemacht. Man versuchte sich stattdessen als Cloud-Dienst zu etablieren, konnte mit vergleichbaren Diensten wie etwa Dropbox und Co. aber nicht mithalten. Schließlich reichten die Einnahmen nicht mehr aus, um das Geschäft fortzuführen.

Nach Angaben vom Februrar 2014, sollen noch 10.000 TByte Daten auf den Servern liegen.

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